Hallo Zola,
Es ist etliche Jahre her, dass ich Bouvard und Pecuchet gelesen habe. Soweit ich mich erinnere, sind Bouvard und Pecuchet zwei ältere Bürger ohne Familie, die durch eine Erbschaft zu etwas Geld kommen. Nun nehmen sie sich vor, ihr Leben der Wissenschaft zu widmen. Sie arbeiten sich durch die verschiedensten Gebiete und scheitern immer wieder mit ihren hochfliegenden Plänen, weil sie als die Dilettanten, die sie sind, sich von den auftretenden Schwierigkeiten entmutigen lassen.
Das Ganze ist kann man als Verspottung bürgerlicher Bildungsideale ansehen. Bouvard und Pecuchet sind die Gegenbilder zum Settembrini-Typ (aus dem Zauberberg: Der Humanist Settembrini plant eine "Enzyklopädie des menschlichen Leidens" als Grundlage für die Beseitigung aller Leidensursachen).
Meiner Meinung nach reicht "Bouvard und Pecuchet" nicht an "Madam Bovary" und "L'education sentimentale" heran.
Herzlichen Gruß, Harald