Autor Thema: Werkausgaben  (Gelesen 17469 mal)

Offline sandhofer

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 5084
Werkausgaben
« am: 18. Dezember 2004, 20:49 »
Hallo zusammen!

Eine Frage, die mir in Zusammenhang mit ein paar anderen Posting zu verschiedenen Autoren durch den Kopf geschossen ist:

Welchen Wert legt Ihr auf den Kauf von Werkausgaben (a.k.a. "Gesammelte Werke", "Ausgewählte Werke", "Sämtliche Werke" et al.) bei einem Autor?

Ich gestehe, dass ich bei solchen, die ich als wichtig und / oder gut empfinde, die Tendenz habe, mir Werkausgaben besorgen zu wollen. Das ist manchmal nicht einfach: Von Tieck gibt's und gab's nie was Gescheites. Von Wieland oder Eichendorff besitze ich unterdessen alte DDR-Ausgaben. Bei noch andern sind es antiquarisch erstandene Ausgaben aus dem vorletzten Jahrhundert. Die mögen textkritisch nicht immer auf dem letzten Stand der Dinge sein, aber zum Vergnügen des Liebhabers und des Bibliophilen taugen sie ausgezeichnet.

Einen Fehler haben Werkausgaben für mich: Da ich - als sparsamer 1/8-Schwabe - es nicht leiden kann, dass ich Bücher kaufe, die dann ungelesen bei mir 'rumstehen, "muss" ich mich dann durch diese mehrbändigen Ausgaben wohl oder übel durchlesen  :zwinker:

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Friedrich-Arthur

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1120
Werkausgaben
« Antwort #1 am: 19. Dezember 2004, 15:21 »
Hallo sandhofer,

ich besitze noch keine Werkausgabe, im Sinne von vollständig, sondern nur Jubiläumsausgaben von Thomas Mann, Johann Wolfgang von Goethe und Bertold Brecht. Nennen wir die erste eine Auswahl und die zwei anderen gekürzte Volksausgaben (zum Jubiläumspreis). Ansonsten lese ich mich durch Berge von Einzelausgaben, manchmal gebunden, meist als Taschenbuch. Werkausgaben sind für mich, bei meinem Leseumpfang, einfach finanziell nicht mehr drin. Auch antiquarisches ist nicht immer recht preiswert. Hinzu kommt, dass mir Besuche deutschsprachiger Antiquariate auch fast nicht möglich sind, da ich zu weit fahren müsste. Mit online-Bestellungen habe ich da keine Erfahrungen. Versendungen ins Ausland sind nicht recht preiswert. Bei meiner hiesigen deutschprachigen Buchhandlungen kann ich aber online bestellen und vor Ort abholen, was mir lieber ist als reiner Verand und auch keine Mehrkosten verursacht. Und da ich gerne in Büchern anstreiche und hervorhebe, sind Taschebücher für mich auch besser geeignet, ich möchte doch keine antiquarischen Bücher vollkritzeln, das gehört sich nicht. Dennoch finde ich es seht schade, dass der Insel-Verlag die Wilhelm-Raabe-Taschenbuchausgabe in 10 Bänden nicht herausgibt, diese hätte ich mir sicher angeschafft. Auch die Briefausgaben Nietzsches und Fontanes würde ich mir gern als Taschenbuchausgabe zulegen, aber auch sie liegen zur Zeit etwas über meinen finaziellen Möglichkeiten. Ganz zu schweigen von meinem größten Wunsch: Hermann Hesse, Sämtliche Werke in 20 Bänden (da werde ich wohl immer nur von träumen können)... Was mir schon mehrfach auffiel: Liebhaber klassischer Literatur haben eine innigere Beziehung zu Werkausgaben. Ist dies nur ein Eindruck, den ich habe, oder ist da was dran?

Grüße und noch einen schönen vierten Advent wünscht FA.
Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.

Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline Berch

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 315
Werkausgaben
« Antwort #2 am: 20. Dezember 2004, 01:23 »
Hallo zusammen,
hallo Sandhofer,

eigentlich liegen mir Einzelausgaben mehr, weil Gesamtausgaben fast zwangsläufig sehr umfangreich und damit zur Mitnahme, bzw. zum 'Unterwegslesen' recht ungeeignet sind.
Vor wenigen Wochen habe ich mir aber doch zwei gekauft: Kafkas Werk und sämtliche Stücke von Brecht in jeweils einem Band. Beide Bücher kosteten 8 Euro sind nicht gebunden (was bei jeweils über 1000 Seiten schon recht fleddrig ist), auf recht dünnem Papier gedruckt und zumindest Brechts Stücke zu allem Überfluß auch noch zweispaltig angeordnet. Also der blanke Horror für jeden, der ein bißchen was für 'schöne' Bücher über hat.
Aber einen unschlagbaren Vorteil haben diese Ausgaben doch: Es tut mir kein bißchen weh, in diesen Büchern Stellen zu markieren, Hinweise oder Querverweise zu notieren, sprich also all das zu tun, was für eine intensive Textarbeit sinnvoll ist, ich aber meinen 'normalen' Büchern niemals antun würde.

Gruß
Berch

Offline sandhofer

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 5084
Werkausgaben
« Antwort #3 am: 20. Dezember 2004, 07:55 »
Hallo zusammen!

Zitat von: Friedrich-Arthur
ich besitze noch keine Werkausgabe, im Sinne von vollständig,

Nun, "vollständig" sind m.W. die wenigsten Werkausgaben, auch nicht sogenannte "Sämtliche Werke" oder Gesamtausgaben. Irgendetwas fehlt fast immer ...

Zitat von: Friedrich-Arthur
Werkausgaben sind für mich, bei meinem Leseumpfang, einfach finanziell nicht mehr drin.

Ich bin überzeugt, dass sich längerfristig Gesamtausgaben lohnen. Auch optisch, im Regal, geben sie für mein Empfinden mehr her ...

Dein Problem mit Antiquariaten leuchtet mir hingegen ein. Da ich auch in der Pampa lebe, geht es mir ähnlich.

Zitat von: Friedrich-Arthur
Was mir schon mehrfach auffiel: Liebhaber klassischer Literatur haben eine innigere Beziehung zu Werkausgaben. Ist dies nur ein Eindruck, den ich habe, oder ist da was dran?

Das mag sogar sein. Vielleicht ist das auch nur, weil Werkausgaben meist erst veranstaltet werden, wenn der Autor tot ist und einen gewissen Klassikerstatus doch erreicht hat.

Zitat von: Berch
eigentlich liegen mir Einzelausgaben mehr, weil Gesamtausgaben fast zwangsläufig sehr umfangreich und damit zur Mitnahme, bzw. zum 'Unterwegslesen' recht ungeeignet sind.
Zitat von: Friedrich-Arthur
Und da ich gerne in Büchern anstreiche und hervorhebe, sind Taschebücher für mich auch besser geeignet, ich möchte doch keine antiquarischen Bücher vollkritzeln, das gehört sich nicht.

Bücher herumschleppen und hineinschreiben??? :entsetzt:  :entsetzt:  :entsetzt:

Grüsse

Sandhofer :breitgrins:  :breitgrins:  :breitgrins:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Steffi

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1682
    • http://www.namen-der-rosen.de
Werkausgaben
« Antwort #4 am: 20. Dezember 2004, 10:39 »
Hallo !

Also, ich liebe auch Werkausgaben  :smile:  Da es mir dabei aber wie sandhofer geht, kaufe ich mir nur solche, von denen ich weiß, dass ich in nächster Zukunft auch ziemlich alle Bände lese. Da mir das auf einen Schlag auch viel zu teuer ist, versuche ich seit diesem Jahr, die Einzelbände nach und nach antiquarisch zu erwerben. Das verträgt sich mit dem Geldbeutel und dem Leserythmus besser. So "sammle" ich also Thomas Mann (Aufbau-Verlag) und Virginia Woolf (Fischer-Ausgabe, auch neu noch zu kaufen).  Auch von Jean Paul habe ich mir einen Band der Hanser-Ausgabe gebraucht gekauft.

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline sandhofer

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 5084
Bernhard
« Antwort #5 am: 20. Dezember 2004, 14:05 »
Hallo zusammen!

Zitat von: Dostoevskij
Auch die seit AFAIK 2 Jahren erscheinende große Thomas-Bernhard-Ausgabe habe ich noch nicht angefaßt, obwohl mich das ziemlich wurmt.

Ja, um die tanze ich auch immer noch herum ...

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Zola

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 574
Werkausgaben
« Antwort #6 am: 20. Dezember 2004, 15:26 »
Hallo,

ich habe auch ganz gerne Werkausgaben, auch wenn klar ist, dass man davon meistens nicht alles lesen wird und dass sie nie vollständig sind. Darauf erhebe ich aber auch keinen Anspruch, mir reicht es die wichtigsten Werke des Autors zu haben und auch wirklich zu lesen, als irgendwelche unbekannte Frühversuche eines Autors im Regal verstauben zu lassen.

Zur Zeit kaufe ich mir die Feuchtwanger-Ausgabe zusammen (20 Bände, sie enthalten jedoch nur die Romane),
von Fontane habe ich die nicht mehr erhältliche Ausgabe "Romane und Erzählungen in 8 Bänden" (optisch gleich aufgemacht wie die Große Brandenburgische Ausgabe, allerdings ohne Briefe, Tagebücher, frühe Erzählungen, etc.)
Von Dostojewski habe ich diselbe Ausgabe wie Dostoevskij ;-)
von Thomas Mann habe ich mir vor ein paar Jahren eine Jubiläumsausgabe gekauft (wahrscheinlich dieselbe, die FA hat ?), die restlichen Romane und Erzählungen habe ich mir so dazugekauft bzw. geerbt.
"Bertold Brecht" Werke in 6 Bänden ist schon relativ vollständig, denke ich, ein paar Essays und Gedichte fehlen, aber das ist nicht so schlimm.
Emile Zola die "Rougon-Macquart" in 20 Bänden, habe ich fast vollständig (3 Bände fehlen noch), allerdings in 2 verschiedenen Ausgaben.
Von Charles Dickens sammle ich die 20-bändige Ausgabe, die in den 70-er Jahren im Winkler-Verlag erschienen ist, die Bücher sind antiquarisch allerdings sehr schwer zu bekommen und sehr teuer, das wird wohl nie vollständig werden.
Von E.T.A. Hoffmann wollte ich mir mal die Ausgabe aus dem Aufbau-Verlag kaufen, hab's dann aber sein lassen, wann werde ich die Abhandlungen zur Musik, etc. schon lesen ? Spätestens nachdem ich bei den "Kreislerianas" schier eingeschlafen bin, habe ich eingesehen, dass bei Hoffmann wirklich nur die "normalen" Romane und Erzählungen was für mich sein - aber keine Essays oder "Bildungserzählungen" über Musik.

Viele Grüße,
Zola

Offline Bluebell

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 491
Werkausgaben
« Antwort #7 am: 20. Dezember 2004, 16:27 »
Hallo zusammen!  :winken:

Also der optische bzw. bibliophile Reiz von Werksausgaben ist wohl unbestritten. Aber ich gebe Berch recht: praktisch sind sie nicht immer. Ich besitze zum Beispiel "Sämtliche Werke" von Shakespeare (dieses große, weinrote Trumm vom Otus Verlag), aber zum gemütlichen Lesen und für Notizen nehme ich trotzdem noch die alten Reclams aus der Schulzeit meines Vaters her.
Von Jane Austen besitze ich zwei Sammelbände mit jeweils 3 Romanen von der Chancellor Press, allerdings handelt es sich leider um zwei verschiedene Auflagen, weswegen die Optik nicht ganz identisch ist ...

Ich gebe ja zu, dass mich solche "Gesammelten Werke" o.ä. schon alleine von der Aufmachung her immer quasi anhupfen. Aber mit Shakespeare (derzeit eher latent :zwinker: ) und Jane Austen (seit Herbst akut :breitgrins: ) dürfte ich erst einmal auf unbestimmte Zeit ausgelastet sein. Denn man will sich ja nicht so versteifen - mir zumindest würde es nicht gefallen, mehrere oder gar alle Werke eines Autors in einem Rutsch zu lesen.

Herzliche Grüße,
Bluebell
"Date a girl who reads. Date a girl who spends her money on books instead of clothes. She has problems with closet space because she has too many books. Date a girl who has a list of books she wants to read, who has had a library card since she was twelve."

Offline Gitta

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 388
Werkausgaben
« Antwort #8 am: 20. Dezember 2004, 17:59 »
Hallo zusammen,

auch ich besitze einige mehr oder weniger vollständige Werkausgaben. Die deutschen Klassiker, Romantiker usw.  fast alle aus dem Aufbau-Verlag (auch der hier mehrmals erwähnte E.T. A. Hoffmann), dann eine geerbte Prachtausgabe (grün-gold)  :breitgrins:  von Goethes Werken, mit den schamhaften Pünktchen darin, dafür aber eine herrliche Bebilderung.
Selbst gekauft habe ich mir den Goethe noch als dtv-Ausgabe in 45 Bänden (nach der Gedenkausgabe des Artemis-Verlages), dann Schiller, und - eine bes. Liebe  von mir - den Gesamt-Tucholsky in zehn Taschenbüchern von Rowohlt. Letzteres ist auch die einzige Ausgabe, von der ich alles gelesen habe.
Einfach war die Entscheidung für den Gesamt-Büchner und Droste-Hülshoff, weil die in einem Band vorliegen.
Da ich bei manchen Dingen zum Sammeln neige, sehe ich mir diese Ausgaben gern im Bücherschrank an, ja, und dort machen sie sich auch ganz gut!  :zwinker: Es sind auch bei mir teilweise irrationale Gründe im Spiel.

Grüße,
Gitta
the show must go on. Queen

Offline finsbury

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1591
Bezüge
« Antwort #9 am: 23. Dezember 2004, 16:52 »
Hallo, Werkausgaben-Liebhaber,

klar, ich habe auch Einiges an Werkausgaben, allerdings mache ich da keinen Kult draus. In meiner Studienzeit habe ich mir einige erschwingliche Ausgaben - auch billigster Machart, wer kennt noch die guten Tempel-Klassiker? - zugelegt , aber in dem letzten Jahrzehnt eher weniger, außer zum Beispiel einige 2001- Ausgaben wie Dickens in der Meyrinck-Übersetzung. Ich kaufe ungern Sachen doppelt und schreibe auch schrecklich gerne in Bücher hinein: Meine Achtung vor der äußeren Aufmachung ist dagegen eher gering. Außerdem können einige Umzüge mit kistenweise gebundenen Gesamtausgaben durchaus auch Freundschaften strapazieren, aber jetzt bin ich wohl für längere Zeit sesshaft geworden..., deshalb ist das kein Argument mehr, der Platz auf den Regalen allerdings schon!
@sandhofer
Ich bewundere deine asketische Haltung, möglichst nur Gelesenes in den Regalen zu haben, bei mir biegen sich die Balken auch unter Ungelesenem, auch und gerade in Werkausgaben. Aber das ist ja gerade das Schöne. Wenn man dann z.B. Homer liest, kann man dessen Rezeptionsgeschichte quer durch die Werkausgaben unserer Klassiker nachlesen und so komme ich dann auch mal zur Lektüre von Goethes Achilleis usw..

Grüße
finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)

Offline sandhofer

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 5084
Werkausgaben
« Antwort #10 am: 30. Dezember 2004, 16:17 »
Hallo zusammen!

Ich lege je nach Autor mehr oder weniger Gewicht auf Vollständigkeit. Aber im Laufe eines Lebens sammeln sich halt schon einige Werk- oder Auswahlausgaben an: Angelus Silesius, von Arnim, Austen, Bachmann, Bechstein, Börne, Brecht, Brentano, Busch, Byron, Caroll, Tschechow, Chamisso, Chaucer, Chesterton, Conrad, Defoe, Diderot, Dostojewskij, Doyle, Dumas Père, Eichendorff, Fontane, Goethe, Goetz, Hebbel, Hebel, Heine, Herder, Hesse, Hildegard von Bingen (zwar nicht offiziell als Gesamtausgabe deklariert, aber ich glaube, da habe ich wirklich alle authentischen Werke von ihr), Hölderlin, Hoffmann, Ionesco, Jean Paul, Jung, Kästner, Kant, von Katz habe ich zwar alles - aber da gibt es nicht eigentlich eine Gesamtausgabe, Keller, Keyserling, Kierkegaard, Klabund, Kleist, Klopstock, la Fontaine, J. M. R. Lenz, Lessing, Liliencron, Longfellow, Th. Mann, Marx, May, Meyer, Mörike, Nestroy, Nikolaus von Kues, Nietzsche, Novalis, Pestalozzi, Platon, Raabe, Raimund, Reuter, Rilke, Roth, Schiller, Schmidt, Schopenhauer, Seneca, Shakespeare, Shaw, Stifter, Storm, Thoma, Tieck, Tolstoj, Tucholsky hatte ich mal die 10-bändige Rowohlt-Ausgabe - leider als TB - hat sich in Fluglätter aufgelöst und wurde weggeworfen, Uhland, Robert Walser, Wedekind, Wieland, Wilde und Stefan Zweig. Nicht jede Ausgabe ist gleichermassen vollständig oder auch nur textkritisch relevant. Aber für mein Lesevergnügen tut's eigentlich jede ...

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline siodmack

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 16
Werkausgaben
« Antwort #11 am: 30. Dezember 2004, 17:50 »
Hallo,
bei den Werkausgaben lege ich Wert auf Vollständigkeit wenn es sich um einen Dichter handelt der mich über Jahre nicht loslässt. Zum Beispiel: Hölderlin oder Goethe. Dann müssen es kommentierte Ausgaben sein, möglichst mit Briefen, Registern und ähnlichem. Der Hanser Verlag hat sich damals sehr viel Mühe gegeben und ich habe da Novalis, Hölderlin und die Droste, sowie Jean Paul und viele andere mühevoll erstanden. Der Frankfurter Klassiker Verlag wäre wohl das Idealste, aber wer kann sich diese Werkausgaben leisten, Diese sind für mich nun leider zu teuer. Ich suche zum Beispiel immer noch eine Durchkommentierte Ausgabe von Nietzsche, es gibt da viele Werkausgaben aber wer kennt vielleicht eine Kommentierte in dieser Runde?

Sandhofer,
ich dacht ich habe in meinem Leben so alle Rekorde gebrochen die es literarisch zu erklimmen gibt aber nach deiner Liste schwenke ich das weiße Fähnchen.

Offline sandhofer

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 5084
Nietzsche
« Antwort #12 am: 31. Dezember 2004, 11:25 »
Hallo zusammen!

Zitat von: siodmack
Ich suche zum Beispiel immer noch eine Durchkommentierte Ausgabe von Nietzsche, es gibt da viele Werkausgaben aber wer kennt vielleicht eine Kommentierte in dieser Runde?

Was meinst Du genau mit "durchkommentiert"? Ich empfehle normalerweise die dreibändige Ausgabe von Schlechta. Genügt üblicherweise für Otto Normalverbraucher wie für den Profi. Eine kritische Gesamtausgabe gab's mal in den 80ern bei de Gruyter.

Grüsse

Sandhofer-
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Roquairol

  • Gast
Werkausgaben
« Antwort #13 am: 31. Dezember 2004, 13:02 »
Zitat von: Friedrich-Arthur
ich möchte doch keine antiquarischen Bücher vollkritzeln, das gehört sich nicht.


Doch, doch ...
Ich bin ein großer Freund antiquarischer Bücher, und ich mag es besonders, darin Spuren früherer Leser zu finden.
Deshalb hinterlasse ich auch selbst gerne Spuren, für die kommenden Generationen ...

Offline finsbury

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1591
A bis Z
« Antwort #14 am: 31. Dezember 2004, 14:26 »
@ sandhofer

und die hast du alle ganz durchgelesen? Respekt!!
Verdienst du deine Brörtchen damit oder woher nimmst du die Zeit?

Grüße
finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)