Autor Thema: Theodor Fontane  (Gelesen 29594 mal)

Offline Friedrich-Arthur

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Theodor Fontane
« am: 8. März 2005, 12:36 »
Gut es gibt bereits zwei Fontane-Ordner:
Theodor Fontane "Die Gedichte"
und
Theodor Fontae "Unwiederbringlich"
und doch möchte ich einen neuen, sehr allgemeinen Ornder anlegen und mit einer Buchempfehlung beginnen. Ich las es noch nicht; aber da die Auflage begrenzt, die Ausstattung des Buches und das Thema sehr schön sind, wollte ich schnell handeln. Ich werde sicher noch Leseeindrücke hier hineinschreiben. Später mehr. Soweit:

Walter Aue
Fontane in Strodehne
Das neue Buch der Edition Birnbaum aus der Strodehner Presse erscheint anlässlich des 185. Geburtstages von Theodor Fontane. Eine ungewöhnliche Ergänzung der bekannten Wanderungen, die die Phantasie provoziert, wenn man ihr freien Lauf lässt.
Das von dem Druckgraphiker Thomas Senff gestaltete Buch hat 120 Seiten, mit zwölf farbigen und 25 einfarbigen Abbildungen, größtenteils vom Autor. Der Umschlag ist ein Handpressendruck.
Die Auflage beträgt 250 Exemplare, davon 50 Vorzugsexemplare, signiert und nummeriert mit jeweils vier eingelegten Typographien, auf der Handpresse gedruckt.
Normalausgabe 27 Euro, die Vorzugsausgabe 43 Euro.
Bestellungen an: Thomas Senff, Schlawer Straße 1, 14163 Berlin, e-mail t.senff@web.de
(aber auch eine ISBN-Nummer scheint es zu geben: 3-00-014802-7)

Zitat
Der Berliner Autor Walter Aue, der seit 2001 in STRODEHNE an der Havel wohnt, hat in einer poetischen Beschreibungsform authentische und fiktive Lebensvorgänge Fontanes miteinander verbunden und dabei das kleine Haveldorf STRODEHNE in den Mittelpunkt seiner chronologischen “Berichte” gestellt. So entstanden im Sommer 2003 siebenundfünfzig Texte, in denen FONTANE 1878 von Tangermünde kommend, auf der Fahrt nach Quitzöbel zufällig STRODEHNE entdeckte, wo er sich mit der literarischen Darstellungsweise seiner “Grete Minde” beschäftigte. Das Außergewöhnliche dieser freien FONTANE-Recherche ist die Idee, ihn aus seiner damaligen Zeit langsam in das JETZT UNSERER EIGENEN GEGENWART zu verlagern, in der er am Ende zum realen und metaphysischen “Weggefährten” von Walter Aue mutiert: Zwei gegensätzliche, sich gegenseitig in Frage stellende und ergänzende Autoren-Partner, die gleichzeitig ein und dieselbe Person sind.
   STRODEHNE wird schließlich im Laufe des Sommers zum festen Wohnsitz FONTANES, der am Ufer der Havel in einem “Zigeunerzelt” haust und mit Walter Aue zahlreiche Kurzausflüge in das heutige Tangermünde, Jerichow, Wust und Quitzöbel, zum großen Stechlin, nach Neuruppin und Berlin unternimmt. Reisen, in denen nicht nur die Zeitebenen von DAMALS und HEUTE wechseln, sondern auch das Vorgefundene und Erfundene, das Gelesene und Wahrgenommene zu einer heiteren, ironischen Erzähleinheit verschmelzen: HAVELLAND IST FONTANELAND! Diese Erkenntnis bleibt dem inwischen vierundsiebzigjährigen Autor Walter Aue nicht erspart, der sich täglich dem populären und intensive vermarkteten Kollegen literarisch konfrontiert sieht. FONTANE ist sein beständiges Gegenüber: er ist sein Gegner, sein Komplize, sein Weggefährte, sein Arbeitspartner, den er für seinen Aufenthalt in dieser Landschaft benötigt. Für alle historisch und bibliophil interessierten Leser oder Sammler eine ungewöhnliche Ergänzung der bekannten Wanderungen THEODOR FONTANES durch die Mark Brandenburg.


Grüße, FA
Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.

Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline Friedrich-Arthur

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Theodor Fontane
« Antwort #1 am: 8. März 2005, 19:15 »
Zitat
…Auf diese Weise “entspannend” hat Schopenhauer auf jeden Fall gewirkt. Wie die Thomas Mannsche Ironie, so ist der Humor der großen deutschen Realisten der zweiten Jahrhunderthälfte Schopenhauer verpflichtet. Das gilt für Wilhelm Busch, für Theodor Fontane, für Wilhelm Raabe.
...
Fontane erlebte seine Initiation in die Schopenhauersche Doppelbödigkeit bei dem “Apostel” Wiesike, einem reichen Gutsbesitzer in Plauen, der dem Verehrten eine Art Kapelle errichtet hatte und jedesmal zu Schopenhauers Geburtstag eine Tafelrunde einlud. 1874 ist Fontane dabei und berichtet: “Nachdem schließlich der Kaffee von allen Seiten her als das Hauptgift der Menschheit festgestellt worden war, schritt man dazu, ihn einzunehmen.”
Wie Fontane mit dem Schopenhauerschen Pessimismus umgeht, bekennt er 1888 seinem Sohn: “Man kann seinen Pessimismus auch… auf Heiterkeit abrichten. Mehr, man kann auch wirklich wieder heiter dabei werden… Man erkennt zuletzt in allem ein Gesetz, überzeugt sich, daß es nie anders war, und findet für sich persönlich sein Genüge in Arbeit und Plichterfüllung. Das den Dingen scharf ins Gesicht sehn ist nur momentan schrecklich; bald gewönt man sich nicht nur daran, sondern findet in der gewonnenen Erkenntnis, auch wenn die Ideale darüber in die Brüche gingen, eine nicht geringe Befriedigung.” Fontane schreibt dies, während er am STECHLIN arbeitet.
Die letzten Worte des sterbenden Stechlin sind: “Das Ich ist nichts – damit muß man sich durchdringen.” Die Melusine des Romans trägt den Namen einer Wassernixe, die es unter die Zweifüßler auf fester Erde verschlagen hat und die doch zuletzt ins ozeanische Element zurück muß. Die Gräfin Melusine des Romans hindert den Gendarmen Uncke daran, ein Loch in den gefrorenen See zu hacken. Sie fürchtet, eine Hand würde sich daraus emporstrecken, sie packen und hinabziehen. Nein, auf das Ich ist kein Verlaß, das Elementare nimmt es mit sich fort. Der alte Stechlin ist darüber weise geworden und hat Gelassenheit gefunden. Wille ist alles, in steter Wiederholung. Wenn in der Welt irgendwo der gallische Hahn kräht, so taucht er auch aus dem Wässerchen des Stechlin-Sees empor.
...
Kein Zweifel, bei diesen “Realisten” nimmt der grundierende Pessimismus besonders behagliche Züge an.

Quelle: Rüdiger Safranski, Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie


Ich kann Fontane nicht immer lesen, besonders seine Gedichte, denn sie erzeugen in mir immer ein Gefühl des Heimatverlustes. Fontane ist fester Bestandteil meiner kulturellen Herkunft. Das im vorigen Beitrag von mir angepriesene Buch kommt dem am Nächsten. Mein Lieblingsfontane - wenn es denn soetwas gibt - ist und bleibt "Der Stechlin". Will man etwas von Brandenburg, von Preußen verstehen, will man eine ganze preußische Epoche begreifen und kennen lernen, will man Erzählkunst auf höchstem Niveau genießen, dann wird kein Weg am Stechlin vorbeiführen. Der Stechlin ist Fontanes Alters- und Meisterwerk!

Und um die Diskussion noch etwas einladender zu gestalten, verweise ich gleich noch auf eines meiner Lieblingsbücher von Günter Grass, auf "Ein weites Feld". Fonty geistert durch die Erzählebenen und wird dabei in der Gegenwart lebendig. Dieses Wendebuch von Günter Grass finde ich eines der schönsten Wendebücher überhaupt und der starke Fontanebezug ist mehr als nur eine Grassche Hommage an einen großen Epiker.

Jetzt habe ich aber reichlich Behauptungen hier aufgestellt. Da wird es doch sicher Gegen- oder Zustimmungen geben, kann ich mir denken. Und nebenbei sind auch noch sechs interessante Namen gefallen.

Bis später und Grüße, FA
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Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline sandhofer

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Wanderungen
« Antwort #2 am: 8. März 2005, 19:36 »
Hallo zusammen!

Zitat von: Friedrich-Arthur
Mein Lieblingsfontane - wenn es denn soetwas gibt - ist und bleibt "Der Stechlin".

Hm. Die Wanderungen?

Im übrigen bin ich froh, dass Safranski (wurde er nicht übrigens gerade irgendwo professuriert?) nicht Storm unter die grossen deutschen Realisten gezählt hat.

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Friedrich-Arthur

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Theodor Fontane
« Antwort #3 am: 8. März 2005, 21:57 »
Hallo Fontaneanhänger(innen),
hallo Sandhofer,

die Wanderungen waren sicher ein einzigartiges Unternehmen. Ich habe nur ein wenig in ihnen gelesen - ich habe einfach die Zeit nicht, sie in einem Stück zu lesen. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und dann wurden mir auch noch von jemand die Briefe Fontanes wärmstens ans Herz gelegt, die Briefausgabe kommt vom Umfang fast den Wanderungen gleich. Dagegen sind mir einige seiner Romane und Gedichte sehr vertraut. Kein Gedicht hat mich dabei mehr bewegt, als sein Dankgedicht "AN MEINEM FÜNFUNDSIEBZIGSTEN". Die Gedichte Fontanes sind sehr geschichtslastig, das mag nicht allen zusagen.

Wo ist denn Theodor Storm einzuordnen? Was ist mit seiner Lyrik (ich überlege mir immer noch die Anschaffung einer Lyrik-Gesamtausgabe in einem Band)? Thomas Mann schrieb einmal, dass sich bei Storms Lyrik Perle an Perle reihte. Sein Schimmelreiter gehört zumindest zu meinen Lieblings-Klassikern. Sost las ich noch zwei Novellen, die aber an den Schimmelreiter nicht herankommen. Ich habe den Eindruck - und das will ich mir durch das Lesen der stromschen Lyrik erforschen - dass Storm eher ein Lyriker war und somit eine Einordnung unter den Realismus eh nicht möglich ist. Oder verträgt sich Lyrik mit Realismus?

Grüße in die Runde,

FA
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Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline Aisha

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Theodor Fontane
« Antwort #4 am: 9. März 2005, 16:17 »
Hallo zusammen
Ich liebe Fontane, mein Lieblingsbuch ist das von vielen, nämlich Effi Briest, gefolgt von L'adultera, wenn ich denn eine Hierarchie aufstellen muss. Günther Grass' Weites Feld habe ich leider nicht gelesen, dafür von Fontanes Prosa sehr viel.

Liebe Grüsse
Aisha

Offline Leila Parker

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Theodor Fontane
« Antwort #5 am: 9. März 2005, 16:46 »
Hallo zusammen,

ich persönlich mag von Fontane "Quitt", obwohl ich mir absolut bewusst bin, nicht unbedingt sein bestes Werk gelesen zu haben.

Aber Fontanes großer Sprung von Schlesien nach dem mittleren Westen der USA ist schon beeindruckend.

Liebe Grüße
Leila

Offline finsbury

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Theodor Fontane
« Antwort #6 am: 9. März 2005, 17:28 »
Hallo,

ich liebe alles von Fontane, aber am meisten seinen ersten Roman "Vor dem Sturm". Die Atmosphäre darin ist so einzigartig dicht, dass man wirklich riecht und tastet, was er beschreibt, z.B. die Schlittenfahrt zum Kloster Lehnin.

HG
finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)

Offline Antonius EY

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Fontanes Brief an seine Frau Emilie in Berlin
« Antwort #7 am: 13. März 2005, 21:57 »
Das liest keiner, das übersetzt keiner.
Und eine Querulantin will mir die Mitarbeit bedrohen.
Finis!
Kafkas Maus kriegte a posteriori gesagt:
..."'Du mußt nur die Laufrichtung ändern', sagte die Katze und fraß sie."
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Das kann also jede(r) wissen; jede(r) Leser(in) z'mind'st.

Offline Antonius EY

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Wie heißt Fontanes Bericht ...?
« Antwort #8 am: 14. März 2005, 09:17 »
Es lohnt nicht, Qualifiziertes hier anzubieten!
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Offline Antonius EY

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Von der Katze B l a n c h e
« Antwort #9 am: 14. März 2005, 16:15 »
Puh -

das liest keiner.
Da is' keiner und keine qualifiziert.
Amen!
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Offline Antonius EY

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Fontanes Gedichte über die Familiengräber
« Antwort #10 am: 17. März 2005, 16:22 »
PUh!
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Offline Friedrich-Arthur

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Theodor Fontane
« Antwort #11 am: 20. März 2005, 11:06 »
Halli Antonius EY,

du hast dich ja mächtig ins Zeug gelegt und danke dafür!

Als Prignitzer/Altmärker lese ich weiter begeistert in Walter Aues "Fontane in Strodehne", ein wirklich schönes Landschafts- und Fontanebuch. Und was jetzt als nächstes ansteht: "Grete Minde", eine Tangermünder Geschichte:
http://www.dtv.de/_google/titel/titel12554.htm
Auf der Goethe.de-Netzseite fand ich dazu:
Zitat
Grete Minde. Nach einer altmärkischen Chronik (1880)

Fontane greift mit dieser Erzählung auf ein geschichtliches Ereignis zurück: die Zerstörung der Stadt Tangermünde durch einen Brand, den die Bürgerin Grete Minde im Jahre 1617 legte.

Grete Minde wächst im Haus ihres lieblosen Halbruder Gert und dessen feindseligen Frau Trud auf, die das Mädchen aufgrund seiner Abstammung von einer spanischen Katholikin von Anfang an ablehnt. Lediglich im Nachbarsjungen Valtin, der sie aufrichtig liebt, findet sie einen Trost in ihrem tristen Alltag. Als Truds Feindseligkeiten immer unerträglicher werden, flieht Grete mit Valentin, um erst drei Jahre später mit dem inzwischen totkranken Geliebten und ihrem gemeinsamen Kind zurückzukehren. Sie verdienen ihr karges Brot in einer Puppenspielergruppe. Vor seinem Tod nimmt Valentin Grete das Versprechen ab, um des Kindes willen den Bruder um Vergebung zu bitten. Der Halbbruder verweigert ihr jedoch kaltherzig Unterkunft und sogar die Auszahlung ihres Erbteils. Auch vor dem Rat der Stadt findet sie aufgrund der Falschaussagen des Stadtrats Gerd kein Gehör. Daraufhin verschlechtert sich die durch den Verlust Valentins ohnehin schon angeschlagene geistige Verfassung Gretes, die sich nun zunehmend einer blinden Rache- und Zerstörungslust hingibt. In der Folge steckt sie die Stadt in Brand und stirbt vor den Augen Gerts mit ihrem Kind und Gerds Sohn in den Flammen.

Ton und Aufbau der Erzählung sind dem historischen Stoff entsprechend balladesk. Die sozialkritische Färbung sowie Dialoggestaltung und szenische Realisierung weisen Fontane jedoch einmal mehr als realistischen Erzähler aus.


Neugierig geworden? Ich bins...

Noch einen schönen Sonntag wünscht euch FA!
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Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline Antonius EY

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Eine Fontane-Erzählung - u n b e k a n n t
« Antwort #12 am: 21. März 2005, 22:09 »
Der erste Herausgeber, Jochen Meyer, hat an der unbekannten Fontane-Erzählung, die ich hier vorstellen wollte, kein Copyright.
Sie liegt als Faksimile der Handschrift vor; für eine schrifttechnische Übertragung und erste Kommentierung bei der Deutschen Schillergesellschaft in Marbach (Ausgabe 1991).
Ansonsten ist es ein freier Text, der recht lang (105 Jahre) nach Fontanes Tod hier auftauchte, ohne dass ein Erbe oder ein Verlag ein Recht daran hat.

Da ich dort in der Schiller-Gesellschaft und im SNM Marbach - als Buchhändler und Germanist - jahrzehntelanges Mitglied bin, glaube ich, dass ich den Text zitieren kann - und durch eigene Worterklärungen und Interpretationsvorschläge ergänzen darf.
D a s  habe ich als Einleitung angekündigt, neben einer Einschätzung und Informationen zum Text.
So viel zu dem Quatsch vom "sinnfreien Posting". Mit solch einer philologischen Arbeit hast Du Dich noch niemals auseinandergsetzt.
*
Das als Qualifikation genügt dem "löschenden" Banausentum wohl nicht - da fehlt es einfach an Lesefähigkeit. Da wird aus meinem Text gelesen, was dem Gequengel passt; ohne mich zu fragen - oder sich anderswo zu informieren.

Der Meister-Leserin ("Lektorin" ist das falsche Wort) ad notam: weiteres Gequäke - und Unkenntnis - und das wichtigtuerische Gefühl, "gefährdet" zu sein - wg. Urheberrechtsquerelen...! Geschenkt!

Da nimmt sich jemand (weibl.) wichtig - wie - na,  ich verzichte.
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Offline nimue

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Re: Eine Fontane-Erzählung - u n b e k a n n t
« Antwort #13 am: 22. März 2005, 08:49 »
Hallo Antonius,

Zitat von: Antonius EY
von Jochen Meyer 1991 erarbeitet. -


Auch Texte unterliegen dem Urheberrecht - falls Du das noch nicht wissen solltest.

Auch hier nochmals die Aufforderung, das Urheberecht zu beachten. Falls Du damit nichts anzufangen weisst, dann lies Dir bitte die folgende Erklärung bei Wikipedia durch.

Dies ist jetzt die erste Verwarnung. Sollte so etwas nochmals von Dir vorkommen, dann wirst Du aus diesem Forum ausgeschlossen. Ich habe keine Lust, Deinetwegen in Rechtsstreitigkeiten verwickelt zu werden.

Im Übrigen sehe ich es nicht gerne, wenn nur Fremdtexte kopiert werden und sich der Poster hier nicht einmal damit auseinandersetzt. Solch sinnfreie Postings werden in Zukunft ebenfalls gelöscht.

Deinen Text habe ich entsprechend editiert.

MFG
nimue

Offline JMaria

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Theodor Fontane
« Antwort #14 am: 2. April 2005, 19:01 »
Zitat von: finsbury
Hallo,

ich liebe alles von Fontane, aber am meisten seinen ersten Roman "Vor dem Sturm". Die Atmosphäre darin ist so einzigartig dicht, dass man wirklich riecht und tastet, was er beschreibt, z.B. die Schlittenfahrt zum Kloster Lehnin.

HG
finsbury


hallo zusammen,
hallo finsbury

ich lese zur Zeit "Vor dem Sturm" und schon nach 50 Seiten kann ich dir zustimmen, dass man sehr schnell in die Geschichte eintauchen kann. "Vor dem Sturm" beginnt mit dem Kapitel "Heiligabend" und ich fand es sehr stimmungsvoll. Die folgende Weihnachtstage sind dann auch sehr unheilverkündend, sogar der Pfarrer sieht in seiner Predigt und in der Weihnachtsgeschichte ein Zeichen, dass man sich vom Teufel Napoleon befreien muß. Dieses Ausschau halten nach Zeichen für die Rechtfertigung eines Aufstandes bzw. Krieges finde ich fontane-typisch erfaßt. Er kennt die Menschen einfach sehr gut.

ich freue mich aufs weiterlesen.

gelesen habe ich von Fontane bisher:
-Effi Briest
-Der Stechlin
-Frau Jenny Treibel
-Mathilde Möhring
-Jenseit des Tweed
u. einige Reiseberichte und Gedichte, Balladen.

bis dann
Maria
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