Autor Thema: Theodor Fontane  (Gelesen 29621 mal)

Offline finsbury

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Theodor Fontane
« Antwort #15 am: 3. April 2005, 14:11 »
Zitat von: JMaria



hallo finsbury

ich lese zur Zeit "Vor dem Sturm" und schon nach 50 Seiten kann ich dir zustimmen, dass man sehr schnell in die Geschichte eintauchen kann. "Vor dem Sturm" beginnt mit dem Kapitel "Heiligabend" und ich fand es sehr stimmungsvoll. Die folgende Weihnachtstage sind dann auch sehr unheilverkündend, sogar der Pfarrer sieht in seiner Predigt und in der Weihnachtsgeschichte ein Zeichen, dass man sich vom Teufel Napoleon befreien muß. Dieses Ausschau halten nach Zeichen für die Rechtfertigung eines Aufstandes bzw. Krieges finde ich fontane-typisch erfaßt. Er kennt die Menschen einfach sehr gut.

ich freue mich aufs weiterlesen.

gelesen habe ich von Fontane bisher:
-Effi Briest
-Der Stechlin
-Frau Jenny Treibel
-Mathilde Möhring
-Jenseit des Tweed
u. einige Reiseberichte und Gedichte, Balladen.

bis dann
Maria


Hallo Maria,

na, da bin ich richtig neidisch, dass du dieses Leseerlebnis zu großen Teilen noch vor dir hast. Ich bin damals einige Monate nach der Lektüre an einige Schauplätze gefahren (wir haben sowieso Urlaub in Südbrandenburg gemacht, Entscheidung von meiner Lektüre nicht ganz unbeeinflusst :breitgrins: ), und durch Fontanes Schilderungen erhielten diese Orte z.Teil eine vierte Dimension.

Ich habe von Fontane alle Romane, Erzählungen und Gedichte gelesen, aber leider noch nichts Autobiografisches und auch nicht die "Wanderungen". Letztere spare ich mir immer noch auf, damit eine Reise in die beschriebenen Gefielde zeitnah stattfinden kann. Aber sowas entscheidet man ja nicht immer alleine.

Viel Spaß weiter beim Lesen

finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)

Offline JMaria

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Theodor Fontane
« Antwort #16 am: 4. April 2005, 10:16 »
Zitat von: finsbury

na, da bin ich richtig neidisch, dass du dieses Leseerlebnis zu großen Teilen noch vor dir hast. Ich bin damals einige Monate nach der Lektüre an einige Schauplätze gefahren (wir haben sowieso Urlaub in Südbrandenburg gemacht, Entscheidung von meiner Lektüre nicht ganz unbeeinflusst :breitgrins: ), und durch Fontanes Schilderungen erhielten diese Orte z.Teil eine vierte Dimension.


Hallo finsbury
na, jetzt bin ich aber neidisch :-)

[Vor dem Sturm]
ich mußte schmunzeln als ich den Fluch las, der auf der Familie Vitzewitz liegt bzw. die Erlösung davon:

"Und eine Prinzessin kommt ins Haus,
Da löscht ein Feuer den Blutfleck aus,
Der auseinander getane Stamm
Wird wieder eins, wächst wieder zusamm',
Und wieder von seinem alten Sitz
Blickt in den Morgen Haus Vitzewitz."

das erinnerte mich an den Fluch in "Königliche Hoheit" von Thomas Mann. Die Rose die nach Moder stank, konnte nur erlöst werden durch gewisse Umstände, die sich erfüllen mussten.

vielleicht hat sich Th. M. von Th. Fontane inspirieren lassen?  :breitgrins:

Viele Grüße
Maria
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Offline finsbury

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Theodor Fontane
« Antwort #17 am: 4. April 2005, 12:03 »
Hallo Maria,

kann durchaus sein, Mann mochte Fontane jedenfalls. Gibt ja auch ein paar Ähnlichkeiten.

HG
finsbury
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Offline JMaria

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Theodor Fontane
« Antwort #18 am: 8. April 2005, 20:27 »
Zitat von: Sandhofer

Eigentlich möchte ich den Stechlin wieder mal lesen - mangels Zeit werden's wohl ein paar Ausschnitte aus den Wanderungen werden.



Hallo Sandhofer,
ich habe deine Antwort , wie du siehst, in den "Fontane-Thread" verlegt.
Frage:
Hast du eine 'Lieblings-Wanderung'? Rätst du, die Bände in der Reihenfolge zu lesen?

Gruß Maria
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Offline sandhofer

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Wanderungen
« Antwort #19 am: 8. April 2005, 22:06 »
Hallo zusammen!
Hallo JMaria!

Zweimal nein. Ich habe die Wanderungen in einer Auswahl kennengelernt, mir erst später eine Gesamtausgabe zugelegt. Ich kenne ehrlich gesagt die Gegend nicht einmal - mir haben es einfach Inhalt und Stil der Wanderungen angetan. Und es ist imho ein Text, den man auch mal stück- und ausschnittweise lesen kann. (Obwohl sich natürlich auch der ganze lohnt!)

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Saturnia

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Wanderungen - durch die Mark
« Antwort #20 am: 8. April 2005, 22:10 »
Tipp:
Jürgen W o l f f: Mit Fontane durch die Mark Brandenburg und den Harz.

Nicht nur Fontane, auch Strittmatter - und natürlich Kleist und Tucholsky - die ganze Corona aus der Sand-Streubüchse, sind in dem als Reiseführer und Anthologie angelegten Buch zu finden. (Wo? Bei K l e t t  1992; spätere Auflage oder andere Ausgabe mir bisher unbekannt.)

Von Fontane sind natürlich besonders "Stechlin" und "Grete Minde" einbezogen.
(':winken:')Vorbereitende Frage: Wer (Namen, Vornamen...!) erlebt als Pärchen hier welches Schloss (Ortsnamen, Besonderheiten der Fassade; welcher See liegt vor der Tür...?)
(':entsetzt:')

"Das Schloß! - Das Schloß mußte besichtigt werden. Man schritt hallend in den Hof und zog an einer Messingstange mit weißem Porzellangriff. Eine kleine Glocke scheeeeeeeeeeepperte...."
*
Pardon: Die "eeeee" sind nicht original, nee, nee. Das muss man imaginativ im Ohr hallen lassen; heute tritt man dort durch die fast immer offene Portaltür in die Eingangshalle - und zur Kasse...;(.. und die klickt so leisssse pc-mäßig.)

Und kein Kastellan ist mehr da angestellt, der bittet:
"Nu kommen Sie man hier hinten rum, - da ist es am nächsten." :entsetzt:  :entsetzt:

Aber: Gute Reise!
Vielleicht seh ich da jemanden mit einer in Ribbeck geklauten Holzbirne in der Hand...:

Danach sucht ... Saturnia (...Stephanie)
Goethe: „...wodurch wir uns abermals überzeugen, daß es eine allgemeine Weltpoesie gebe und sich nach Umständen hervortue; weder Gehalt noch Form braucht überliefert zu werden, überall, wo die Sonne hinscheint, ist ihre Entwicklung gewiß.“

Offline JMaria

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Theodor Fontane
« Antwort #21 am: 9. April 2005, 11:04 »
Hallo Saturnia
Hallo Sandhofer

danke für eure Tipps, ich besitze nämlich (noch) nicht die gesamte "Wanderung". Ach, ich bin zur Zeit so zerrissen: Fontane, Keyserling, Virginia Woolf (meine derzeitigen Favoriten) - alle wollen gelesen werden.  

Gruß Maria
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Offline JMaria

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Vor dem Sturm
« Antwort #22 am: 11. April 2005, 15:37 »
Hallo zusammen,

Lese immer noch "Vor dem Sturm", es ähnelt sehr den Gesprächen in "Der Stechlin". Niemand versteht es so gut wie Fontane, Konversation  zu führen. Mystisches darf bei Fontane nicht fehlen, so gibt es auch in "Vor dem Sturm" Geistererwähnungen.

Manchmal vermisse ich bei dem Buch den gemeinsamen Austausch von Eindrücken wie in einer gemeinsamen Leserunde bzw. ich stolpere über einen Satz, der unwichtig erscheint, aber ich mir keine Ruhe läßt.

z.B. Gräfin Amelie Ende Kapitel 25, sie begibt sich zu Bett und bindet sich ein safranfarbenes Tuch um ihre Stirn und versucht zu lesen. Bei Fontane bin ich mir nie so sicher, was er aussagen möchte und vielleicht gerate ich auch in Gefahr zuviel hinein zu interpretieren. Warum safranfarben, dahinter steckt die Farbe Gelb und Gelb kommt ja gerne in Fontaneromanen vor. Sie bindet ein Tuch um die Stirn, warum heißt es nicht sie bindet sich ihre Nachthaube, bedeckt damit ihren Kopf?

Gelb - Stirn - Lesen *grübel*

auch auf einiges ungeschriebenes stößt man beim Lesen. Was verbirgt sich zwischen den Zeilen, wenn plötzlich Katinka in die Geschichte eingeführt wird (Ende Kapitel 26) und schon kommt der Hinweis, dass Untreue überall herrscht. Was geht in dieser Frau vor?

Ich weiß, ich lese das Buch für mich alleine und kann jetzt von euch keine Antwort auf meine Fragen erwarten, wollte sie dennoch mal niederschreiben.

bis dann
Maria
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Offline finsbury

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Re: Vor dem Sturm
« Antwort #23 am: 11. April 2005, 16:45 »
Zitat von: JMaria
auch auf einiges ungeschriebenes stößt man beim Lesen. Was verbirgt sich zwischen den Zeilen, wenn plötzlich Katinka in die Geschichte eingeführt wird (Ende Kapitel 26) und schon kommt der Hinweis, dass Untreue überall herrscht. Was geht in dieser Frau vor?

Ich weiß, ich lese das Buch für mich alleine und kann jetzt von euch keine Antwort auf meine Fragen erwarten, wollte sie dennoch mal niederschreiben.

bis dann
Maria

Hallo Maria,

bei Gräfin Amelies Stirnband  kann ich dir nicht weiterhelfen, dafür liegt die Lektüre leider schon zu weit zurück, aber bei Katinka hast du eine Vorausdeutung bemerkt... . Die (Lese)zukunft wird es zeigen, wenn ich mich recht erinnere.
Wäre ein schönes Projekt für eine Leserunde gewesen, aber was nich iss, iss nich ... :zwinker: .

Trotzdem ncoh viel Spaß mit diesem wunderbaren Leckerbissen.

HG
finsbury
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Offline Saturnia

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Farben und Poetik und Stil bei Th. F.
« Antwort #24 am: 15. April 2005, 15:26 »
Farben, Symbolik?  - Stil, Poetik, Romankunst – bei Th. F…?

Was die Struktur seiner Romane angeht, schwankte Fontane im Wesentlichen zwischen zwei Möglichen Realisierungen, also Erzähltypen, für die er selber die Begriffe „Vielheitsroman" und „Einheitsroman" prägte.

„Meinst Du nicht auch", schreibt er an Romancier Paul Heyse am 9. Dezember 1878, „daß neben Romanen [. . .], in denen wir ein Menschenleben von seinem Anbeginn an betrachten, auch solche berechtigt sind, die statt des Individuums einen vielgestaltigen Zeitabschnitt unter die Lupe nehmen? Kann in solchem Falle nicht auch eine Vielheit zur Einheit werden? Das größte dramatische Interesse, soviel räum ich ein, wird freilich immer den Erzählungen ,mit einem Helden' verbleiben, aber auch der Vielheitsroman, mit all seinen Breiten und Hindernissen, mit seinen Porträtmassen und Episoden, wird sich dem Einheitsroman ebenbürtig - nicht an Wirkung, aber an Kunst - an die Seite stellen können, wenn er nur nicht willkürlich verfährt, vielmehr immer nur solche Retardierungen bringt, die, während sie momentan den Gesamtzweck zu vergessen scheinen, diesem recht eigentlich dienen."

Als Vorbild für den definierten „Vielheitsroman" diente der Romankunst des „Nebeneinander" von Karl Gutzkow, dessen „Zauberer von Rom“ [der Roman ist nicht mal in Kindlers Literatur-Lexikon verzeichnet] Fontane besonders geschätzt hat. Deutlich hat Fontane dieses Modell in seinem historischen Roman „Vor dem Sturm“ (1878) erzählerisch umgesetzt, als dessen „Stärke" er nicht den Inhalt, sondern die Komposition, die Überschneidung verschiedenartiger Motive und „Lebenskreise", ansah. In seinen späteren Romanen entschied sich Fontane wohl eher für einen Kompromiß zwischen dem „Vielheits-" und dem „Einheitsroman".
– Aber poetologisch-formale Fragen haben Th. F. nicht sehr interessiert. Oft schreib er mit dem „Psychographen“ – und er war selber überrascht, welche Motive, Bezüge und Intentionen zur Realität – dem Hintergrund der Gesellschaft, der Politk und der Psychologie – sich dabei ergaben.

Er - Th. F. - als auktorialer Erzähler versteckte sich aber nie hinter einer seiner vielen Figuren samt Gegenspielern – er schrieb Panorama-Romane oder Gesellschaftsspiegelungen, deren Intention(en) sich – als Abfolge einer Handlungsstrecke – in der Entwicklung der Handlung zwischen „conträren“ Personen, Bedingungen, Annäherungen, Abwandlungen und Ab-Lösungen und in ihren vielen symbolischen Vergegenwärtigungen und Vergänglichkeiten sich entwickelten. (S. in den vielen Kontrasten das Eingangskapitel zu „Effi Briest“ und die verwandelte, abgetragene Szenerie dort im Schlusskapitel.)
*
Ich wundere mich selber, dass diese Fontaneschen Begriffe nicht Eingang in die allgem. literaturwissenschaftl. Begrifflichkeit, die schulische "Stil-Sprache" und entsprechende Wörterbücher gefunden haben. - Weiß jemand da einen Hinweis?

*
Mhm – aber zu „safran-gelb“ – also konkret zu den Farben in ihrer Symbolik - und in der Bedeutung für die Kleidung ihrer Träger -  da weiß ich nichts Konkretes.

Stephanie ':winken:'
Goethe: „...wodurch wir uns abermals überzeugen, daß es eine allgemeine Weltpoesie gebe und sich nach Umständen hervortue; weder Gehalt noch Form braucht überliefert zu werden, überall, wo die Sonne hinscheint, ist ihre Entwicklung gewiß.“

Offline JMaria

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Re: Farben und Poetik und Stil bei Th. F.
« Antwort #25 am: 3. Mai 2005, 14:52 »
Zitat von: Saturnia
*
Ich wundere mich selber, dass diese Fontaneschen Begriffe nicht Eingang in die allgem. literaturwissenschaftl. Begrifflichkeit, die schulische "Stil-Sprache" und entsprechende Wörterbücher gefunden haben. - Weiß jemand da einen Hinweis?

 Stephanie ':winken:'


Hallo Stephanie
nein, da darüber weiß ich auch nichts.

Hallo zusammen,
ich wollte mal kurz mitteilen, dass ich mich nun dem Schluß des Romans "Vor dem Sturm" zuwende.

ich erwartete Schlachtgetümmel und bekam einen Einblick in das Leben der damals im Oderbruch lebenden Menschen, Geschichten und Sagen, Geplauder, Liebesleid  - Der Mensch in seinem ganzen Dasein.

Es gab einen Abschnitt, der mich kolosal bewegte:

Kapitel 49:
Und solche Gegensätze, wie sie Lewin an jenem Vormittage, der für ihn wenigstens die Schnatermannsche Jagdpartie scheitern sah, beobachtet hatte, brachte von da ab jeder Tag:
durch die nördöstlichen Tore der Stadt zog das Elend, durch die westlichen der Glanz des Krieges herein. In den Straßen aber begegneten beide einander und sahen sich verwundert, oft beinahe feindselig an. "So waren wir", sagten die finstern Blicke der einen, aber das entsprechende: "So werden wir sein", erlosch in dem Leichtsinn und der Eitelkeit der anderen. Zitat Ende

was für ein Bild.

eine Freundin schrieb mir, dass Fontanes Szene eine Anspielung ist, auf eine Legende aus der mittelalterlichen "Memento Mori"-Literatur  (=Gedenke daran zu sterben):

Drei Reiter kommen an einem Grab vorbei, aus dem sich drei Tote erheben, die sie ansprechen: "Was Ihr seid, das waren wir. Was wir sind, das werdet Ihr."

Viele Grüße
Maria
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Offline finsbury

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Re: Farben und Poetik und Stil bei Th. F.
« Antwort #26 am: 4. Mai 2005, 06:55 »
Zitat von: JMaria
ich wollte mal kurz mitteilen, dass ich mich nun dem Schluß des Romans "Vor dem Sturm" zuwende.

ich erwartete Schlachtgetümmel und bekam einen Einblick in das Leben der damals im Oderbruch lebenden Menschen, Geschichten und Sagen, Geplauder, Liebesleid  - Der Mensch in seinem ganzen Dasein.

Viele Grüße
Maria


Hallo Maria,

es freut mich nach wie vor, dass du diesen Roman auch so schön findest.
In einigen Literaturgeschichten wird er ja ein wenig vernachlässigt gegenüber den Alterswerken, so als eine Art Warmturnen.
Aber obwohl ich alles von mir bisher gelesene Fontanesche sehr mag, finde ich diesen Roman am schönsten. Er ist so lebensprall und dennoch nachdenklich (wie du es sehr schön anhand der zitierten Stelle hervorhebst), wie man es nur ganz selten findet.

 :winken:
finsbury
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Offline xenophanes

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Re: Farben und Poetik und Stil bei Th. F.
« Antwort #27 am: 4. Mai 2005, 07:11 »
Zitat von: finsbury

Aber obwohl ich alles von mir bisher gelesene Fontanesche sehr mag, finde ich diesen Roman am schönsten.


"Vor dem Sturm" fehlt mir auch noch, das sollte ich ebenfalls schnell ändern  :zwinker:

CK

Offline Dostoevskij

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    • Leipziger Bücherlei
Re: Farben und Poetik und Stil bei Th. F.
« Antwort #28 am: 4. Mai 2005, 08:40 »
Moin, Moin!

Zitat von: xenophanes
Zitat von: finsbury
Aber obwohl ich alles von mir bisher gelesene Fontanesche sehr mag, finde ich diesen Roman am schönsten.


"Vor dem Sturm" fehlt mir auch noch, das sollte ich ebenfalls schnell ändern.


Weil mir "Vor dem Sturm" als Roman bisher völlig unbekannt und ich der Meinung war, das Romanwerk Fontanes doch eigentlich zur Gänze gelesen zu haben, http://www.landshut.org/members/msagerer/f_romane.htm">hier eine chronologische Auflistung seiner Romane, um diesen Fauxpas anderen zu ersparen.
Keep reading, Markus Kolbeck
Leipziger Bücherlei http://www.buecherlei.de/

Offline sandhofer

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Alterswerke
« Antwort #29 am: 4. Mai 2005, 17:08 »
Hallo zusammen!

Zitat von: finsbury
In einigen Literaturgeschichten wird er ja ein wenig vernachlässigt gegenüber den Alterswerken, so als eine Art Warmturnen.

"Alterswerke" ist ja bei Fontane eher relativ ... Vor dem Sturm hat Fontane mit 59 veröffentlicht. Zum Vergleich: Dickens ist mit 58 gestorben ...

Also eher Senioren-Turnen  :breitgrins:

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen