In Der Untergeher hetzt er, bzw der Protagonist auch gegen den Sozialismus. "Und diese überall sich breit machende neue Geschmacklosigkeit, dachte ich, die totale Proletarisierung selbst unserer schönsten Gasthäuser, dachte ich, schreitet weiter fort. Kein Wort ist mir eckelhafter geworden als das Wort Sozialismus, wenn ich denke, was aus diesem Begriff gemacht worden ist." (Der Untergeher, SZ-Bibliothek, S. 42)
Da Bernhard wohl früher kurzzeitig für eine sozialistische Tageszeitung schrieb, seine Opa auch einmal anarchistischen Träumereien nachhing, könnte da auch so etwas wie Desillusionierung oder Enttäuschung aus ihm sprechen. Vielleicht.
Letzt den Wahnsinnigen im Fernsehen (Aufnahme vom Burgtheater) gesehen, da kamen durch die Inszenierung noch zwei drei gleichsam musikalische Elemente hinzu. War nicht schlecht, auch wenn ich ja noch mehr Fan seiner Prosa bin. Denke beim Heldenplatz ist vor allem der anschwellende Jubel meist ein garantierter Lacher.
Ja! hab ich hier auch rumliegen (gibt's derzeit als gebundene Jubiläums - oder so - Ausgabe) , wollte ich demnächst lesen.