Hallo Sandhofer,
meinen Satz
hurra, Sir Simon ist Papa!
hast Du aber schon als leicht ironisch erkannt! ?

Ehrlich gesagt, ist es mir im Grunde völlig egal, ob und in welchem Alter der Rattle Vater geworden ist Die (Musik) Boulevardpresse freut sich immer über solche Ereignisse, die dann die Auflagen der Hochglanz-Klassikmagazine hochschnellen lassen. Analog der Regenbogenpresse bei entspr. Ereignissen aus dem Hochadel. Irgendwas zum Freuen müssen ja auch Liebhaber von E (= Ernst) – Musik haben.

Sicher, ein junger Vater ist für jedes Kind optimal, aber immerhin wird Sir Simon vermutlich auch mit 60 dem Kleinen noch das Klavierspielen beibringen können, zu viel Anderem wird er bei der großen Nachfrage als Dirigent ohnehin keine Zeit haben. Der unangenehmste Gedanke, der sich mir bei einem relativ alten Vater aufdrängt, ist, dass ein Kind als Erwachsene(r) seinen Vater eventuell gar nicht mehr kennenlernen wird. Deswegen finde ich es persönlich auch auf eine gewisse Art verantwortungslos oder egoistisch, wenn sich – wie bei prominenten Männern (bei anderen auch, nur kriegt man's da nicht mit) schon geschehen – 80-jährige mit ihrem neugeborenen Nachwuchs brüsten (wobei dies nur vorgeschoben ist, in Wirklichkeit brüsten sie sich mit was ganz anderem). Aber 50 Jahre geht ja gerade noch.
Neulich wurde irgendwo sogar eine Frau mit 60 auf „widernatürliche“ Art Mutter.
Also gönnen wir dem Sir Simon Rattle sein spätes Vaterglück! Mit 60 wird er vermutlich trotz einiger Zipperlein wenigstens noch keine Vollglatze haben, bei der Haarpracht, die ihn momentan noch ziert!
Was das Wunderkind betrifft, so wünsche ich dem kleinen Jonas auch nicht ein solches Schicksal.
Mozart - aber der ist wohl nie aus der Pubertät herausgekommen ...
Gegen diese Behauptung protestiere ich!

Woher weißt Du das eigentlich?
Viele Grüße,
Gitta