Autor Thema: Martin Walser 1957  (Gelesen 13280 mal)

Offline Dostoevskij

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Martin Walser 1957
« am: 17. Oktober 2005, 22:03 »
Moin, Moin!

Wer sagt denn, daß ein beinahe 50 Jahre altes Buch angestaubt und veraltet sein muß? "... es geht ja nicht so weiter, diese künstlichen Regierungskoalitionen, was schart sich da alles zusammen, bildet eine Regierung, die von Anfang an kriselt, dem Volk macht man Tinneff vor, kittet ein Programm zusammen, vergeudet Zeit und Geld und die Begeisterungsfähigkeit des Volkes und kommt vor lauter Hin und Her zu keinem Entschluß." (Martin Walser: Ehen in Philippsburg, S. 175)
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Offline Friedrich-Arthur

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Martin Walser 1957
« Antwort #1 am: 18. Oktober 2005, 23:28 »
Hallo Dostoevskij,

es ist immer wieder erstaunlich, wie aktuell mir Martin Walser auch in seinen älteren Werken vorkommt. "Ehen in Philippsbur" hat mich - als ich noch ein unbedingter Walser-Anhänger war - sehr angegriffen. Ein wirklich kritisches Buch dachte ich mir beim Lesen und auch danach. Doch es steht für mich immer noch hinter "Halbzeit" zurück. Aber beide gesellschaftskritischen Bücher sind auch heute noch gültig. Walser war wohl immer sehr eigen im Denken, passte sich nie den herrschenden Strömungen an, war immer etwas rebellisch, sehr offen und ehrlich dabei und hat so seine Leserschaft gespalten und sich Freunde, besonders aber auch Feinde geschaffen. Dennoch las ich Martin Walsers Bücher mit Begeisterung, wenn auch nicht immer zustimmend und hier und da selbst stirnrunzelnd und - wäre die ganze Tod-eines-Kritikers-Sache nicht gewesen - es wäre auch heute noch so. Walser schreibt einfach und deutlich, ist aber dennoch ein schwieriger Autor. Das liegt meiner Ansicht nach an den Themen und wie er sie zu Literatur verarbeitet, an seiner manchmal beleidigenden Offenheit. Aber, und das zeigt auch dein Zitat ganz deutlich, Walser hat immer wieder herrliche Sätze in seine Werke gepackt, hat wirklich brillante Aussagen geschrieben, konnte immer schon sehr alltägliche Dinge, die kaum in Worte zu fassen sind, schön und deutlich formulieren. Ein Walser-Zitat hatte ich aber in diesem Forum nicht gerade erwartet, es hat mich aber erfreut...

Grüße, FA
Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.

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Offline alpha

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Martin Walser 1957
« Antwort #2 am: 19. Oktober 2005, 15:21 »
Zitat von: Friedrich-Arthur
Doch es steht für mich immer noch hinter "Halbzeit" zurück.


Halbzeit! Auch mir hat das Buch ausserordentlich Eindruck gemacht, fand es wirklich lesenswert.

Sonst habe ich von M. Walser nur noch einige Kurzgeschichten gelesen, welche mir allerdings nicht so zusagten...

Es grüsst
alpha
Genug. Will sagen: zuviel und zu wenig. Entschuldigen Sie das Zuviel und nehmen Sie vorlieb mit dem zu wenig!

Thomas Mann

Offline Friedrich-Arthur

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Martin Walser 1957
« Antwort #3 am: 29. Dezember 2005, 19:24 »
Martin Walser war einmal einer meiner Lieblingschriftsteller, wenn mir auch nicht alle Bücher zusagten. Das ging bis zu den Querelen die mit "Tod eines Kritikers" begannen und zum Weggang Walsers bei Suhrkamp führten. Inzwischen weicht bei mir der Grimm und die Ablehnung und denke ich wieder darüber nach, doch noch etwas aus Walsers Frühwerk lesen zu wollen. Man kann über Walser, seine Art und seine Themen denken, wie man will, er ist ein großer Schriftsteller und immer wieder kann man prächtige Sätze lesen, die man sich einrahmen kann zum immerwährenden Wiederlesen. Walser beherrscht die Kunst der genauen Beobachtung und Beschreibung. Merkwürdigerweise mag ich gerade auch seine theoretischen Schriften über Literatur und das Schreiben. Vielleicht ist dies mein merkwürdiger Geschmack? Mal sehen, vielleicht kann ich ja in 2006 nicht widerstehen... FA
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Offline Stoerte

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Martin Walser 1957
« Antwort #4 am: 29. Dezember 2005, 23:58 »
Vor diesem Kritikerbuch, das wohl zumindest nicht antisemitisch war, nur eben ein langweiliges Pamphlet über seinen Privatstreit mit Ranicki, war Walsers Paulusrede. Seine Schuldontologisierung mit Hegel und Heidegger; das war daneben.
Was dann daraus wurde war aber nicht minder traurig. Und auch wenn Broder meint das sei alles nicht neu usw., so las ich das von Walser beschriebene Muster, fleissig anklagen um sich selbst möglich reinzuwaschen vorher noch nicht und fand es gerade innerhalb dieser Diskussion doch sehr interessant.

Dieses Jahr orakelte dann ein Kultur"wissenschaftler" (...) in Walsers Werk einen unterschwelligen Antisemitismus und bekam dafür einen Dr-Titel,  darf an einer Uni Studentenköpfe verwirren.
RR bringt sich mit dem Antisemitismus-Vorwurf, in einem Boulevardblatt auch mal wieder in's Gespräch.

Um mir auch sicher nicht die Chance entgehen zu lassen, auf dem dünnen Eis auch einzubrechen, das Vorwort seiner Antigonebearbeitung fand ich sehr lesenswert.

Offline Dostoevskij

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Martin Walser 1957
« Antwort #5 am: 30. Dezember 2005, 14:04 »
Moin, Moin!

Zitat von: Stoerte
Dieses Jahr orakelte dann ein Kultur"wissenschaftler" (...) in Walsers Werk einen unterschwelligen Antisemitismus und bekam dafür einen Dr-Titel,


Die neuesten Sachen kenne ich nicht, weil ich, wenn ich mich einem Autoren nähere, bemüht bin, möglichst chronologisch vorzugehen. Ich weiß nicht: jetzt retrospektiv in den Werken Antisemitismus erkennen zu wollen, wo es jahrzehntelang niemand entdeckte, grenzt an Kaffeesatzleserei. Vom Alterswerk habe ich bislang wie gesagt kaum etwas gelesen. Sollte es nicht mehr gefallen, kann man ja gestrost wieder die früheren Werke lesen. Die waren und die bleiben exzellente Literatur.
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Offline JMaria

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Re: Martin Walser 1957
« Antwort #6 am: 24. Juni 2006, 15:20 »
Hallo zusammen,

ich nähere mich Martin Walser derzeit mit "Ein fliehendes Pferd" und bin überrascht über den trockenen Humor. Gefällt mir. Es steckt natürlich mehr in der Geschichte, als nur Humor, doch da ich nicht wusste, was mich bei Walser erwartet, war ich angenehm überrascht. Welches Buch von ihm würdet ihr mir als Nächstes empfehlen?

Viele Grüsse
Maria
« Letzte Änderung: 25. Juni 2006, 11:16 von JMaria »
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Offline Friedrich-Arthur

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Re: Martin Walser 1957
« Antwort #7 am: 27. Juni 2006, 20:24 »
Hallo Maria,

sein vom Nachtlied aus Nietzsches "Also sprach Zarathustra" entlehnter autobiographischer Roman "Ein springender Brunnen" ist sehr zu empfehlen, da er sehr schön geschrieben ist, Walser als einen erinnerungsstarken Autoren kennen lernen lässt. Aber bis auf den Titel, das brunnenartige Strömen des Erzählflusses des Romanes und Walsers Liebe und Bekenntnis zur Nietzschelektüre ist nichts oder sehr wenig von Nietzsche enthalten. Es ist Walsers Aufarbeitung der eigenen und damit verbundenen deutschen Geschichte. Er musste sich den Vorwurf des Revisionismusses gefallen lassen, aber fast jedes Buch Walsers lockt öffentlich irgendeinen "-ismus" hervor. Ich selbst bin nicht sehr geschichtsstark, wenn auch nicht unbelesen auf diesem Gebiete, musste Walser dennoch oft zustimmen. Vielleicht machten es nicht die Fakten, sondern die Wichtungen, und der bereits blanke Nerven zeigende Literaturbetrieb, dass dies Buch in ein solches Licht geriet. Vielleicht wurden die Auswirkungen des Versailler Vertrages zu eng gesehen, aber unberechtigt sind Walsers Ansichten dazu nicht. Unlängst las ich bestätigende Beiträge von amerikanischen Journalisten. Zu überbewertet finde ich dies alles, das Buch wurde bewusst in der Öffentlichkeit auf einige Fakten reduziert, die dazu noch nicht einmal falsch sind und es wurde das Element der Fiktion aus den Augen gelassen und besonders auch die Verschiebung von Geschichtswahrnehmung im Laufe der Geschichte selbst. Als Beispiel der Versailler Vertrag: er wurde ganz sicher von Walsers Mutter und deren Generation anders gewertet, als von Walser selbst, geschweige denn von uns. Aber der Roman ist ein geschichtliches Dokument aus Sicht der "Flakhelfergeneration", zu der auch Martin Walser gehört. Ist man/frau von deutschsprachiger Nachkriegsliteratur "begeistert", sollte dieser Roman nicht ausgelassen werden und es sollte nicht vergessen werden, dass Walser eine andere Kindheit hatte, als wir.

Weiterhin ist auch "Halbzeit" unbedingt zu empfehlen, da es wie kein zweites Buch die Mechanismen, das Denken und die Wirkungen der Wirtschaftswunderzeit aufzeigt und auch heute noch so aktuell ist. Das Buch - ich darf dies gerade in der Zeit der Fußball-WM nicht unterlassen zu schreiben - hat natürlich nichts mit Fußball zu tun. Der Roman ist ein schonungsloses Vergrößerungsglas über dem Gepflecht des Wirtschaftswunders. Vieles Feingewebte ist zu entdecken. Manche Textabschnitte sind wunderbar geschrieben, einfach zum wiederholten Lesen einladend. Walser griff alles auf, ohne Angst anzuecken (wie für ihn typisch).  Ich glaube einmal gelesen zu haben, dass Walser als ein "Chronist der jungen Bundesrepublik" bezeichnet wurde; dem muss man zustimmen, wenn man/frau "Halbzeit" oder auch "Ehen in Philippsburg" gelesen hat. Es bleibt eines meiner Lieblingsbücher von Walser.

"Ehen in Philippsburg" gehört zur selben Trilogie, wie "Halbzeit" und bewegte mich besonders wegen der darin beschriebenen Abtreibung. Ein sehr kritisches Buch, wenn auch nicht moralisierend geschrieben.

"Ein fliehendes Pferd" fand ich auch toll, ein Buch, dass sogar MRR ausbündig und wiederholt lobte.

Meine Empfehlungen sind "Ein springender Brunnen" und "Halbzeit". Das sind zusammen schon fast tausend Seiten...

Grüße, FA
« Letzte Änderung: 27. Juni 2006, 20:31 von Friedrich-Arthur »
Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.

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Offline JMaria

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Re: Martin Walser 1957
« Antwort #8 am: 30. Juni 2006, 23:30 »

"Ehen in Philippsburg" gehört zur selben Trilogie, wie "Halbzeit" und bewegte mich besonders wegen der darin beschriebenen Abtreibung. Ein sehr kritisches Buch, wenn auch nicht moralisierend geschrieben.

"Ein fliehendes Pferd" fand ich auch toll, ein Buch, dass sogar MRR ausbündig und wiederholt lobte.

Meine Empfehlungen sind "Ein springender Brunnen" und "Halbzeit". Das sind zusammen schon fast tausend Seiten...

Grüße, FA

Hallo Friedrich-Arthur
vielen Dank für deine Antwort und deinen weiteren Tipps. Ich werde mir "Ein springender Brunnen" besorgen.

 :winken:

Maria
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Offline Friedrich-Arthur

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Offline Friedrich-Arthur

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Re: Martin Walser 1957
« Antwort #10 am: 16. Juli 2006, 19:39 »
Der neue Walser mit dem Titel Angstblüte ist da und wird auch gleich umfangreich besprochen. Es ist wie immer ein neuer Walser und doch auch ein alter. Mal sehen... FA
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Offline JMaria

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Re: Martin Walser 1957
« Antwort #11 am: 1. August 2006, 13:55 »
Hallo Maria,

diese Wahl (Ein Springender Brunnen) wirst du sicher nicht bereuen!
 
Grüße, FA

Hallo FA
und du hattest recht, Friedrich-Arthur. Ich habe es nicht bereut.

Zitat von: Friedrich-Arthur
Zu überbewertet finde ich dies alles, das Buch wurde bewusst in der Öffentlichkeit auf einige Fakten reduziert, die dazu noch nicht einmal falsch sind und es wurde das Element der Fiktion aus den Augen gelassen und besonders auch die Verschiebung von Geschichtswahrnehmung im Laufe der Geschichte selbst. Als Beispiel der Versailler Vertrag: er wurde ganz sicher von Walsers Mutter und deren Generation anders gewertet, als von Walser selbst, geschweige denn von uns.

und man darf auch nicht vergessen, er erzählt es aus der Perspektive des heranwachsenden, pupertierenden Jungens. Dieser Linie blieb Walser treu und mischte kein neueres Wissen hinein. Seine detailgetreuen Beschreibung sind wirklich wie ein springender Quell bzw. Brunnen.

Danke für den Tipp.

bis dann
Maria
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Offline finsbury

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Re: Martin Walser 1957
« Antwort #12 am: 31. August 2006, 17:40 »
Hallo zusammen,

habe den neuen Walser, die "Angstblüte" zu lesen begonnen.

Es geht um einen ca. siebzigjährigen Anlageverwalter, dessen bester Freund scheinbar stirbt und der sich dann wohl auch noch unglücklich verliebt.

Am Anfang war ich nur gelangweilt und genervt, weil es mir eher um Selbstbespiegelung von in Aspik gealterten Lifestyle- Protagonisten zu gehen schien, aber jetzt wird es ganz lustig, weil auch der satirische Walser deutlicher herauskommt: Seine Darstellung der Talkshow "Zu Gast bei Gundi" ist schon klasse.

Insgesamt habe ich aber noch nicht begriffen, warum ich mich mit diesen öden Fassadenheinis abgeben soll, die nicht wissen, wofür sie noch ihr Geld ausgeben sollen oder mit welchen hohlen Sprüchen sie ihr geistige Leere verdecken können.

Auch wenn das Ganze ironisch gemeint ist, fragt sich doch, welche Relevanz es hat, sich mit dieser Art Leute, selbst satirisch - auseinanderzusetzen.

Vielleicht kommt der tiefere Sinn ja noch, bin erst auf Seite 78.

HG
finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
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Offline mombour

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Re: Martin Walser 1957
« Antwort #13 am: 2. September 2006, 12:09 »
Hallo finsbury,

für mich ist der Roman nur eine Enttäuschung, eine große Langeweile. Es stimmt, der Teil um Gundis Fernsehsendung ist noch etwas amüsant, obwohl ich meine, gerade auch hier hätte Walser noch mehr daraus machen können.

Es geht u.a. um die Philosophie der Geldvermehrung als Ersatzreligion (vgl hierzu Seite 244). Dort heißt es z.B.:

Zitat
Wenn der Zins dann wieder verzinst wird, wenn  also der Zinseszins erlebt wird, steigert sich die Vergeistigung ins Musikgemäße.

Was hat das mit Musik zu tun? Hier wird Geldvermehrung als eine Ersatzreligion aufgebauscht.
Zitat
Spürbar wie Gott
meint Walser.

Es geht wohl darum, dass sich ein alter Herr (Karl von Kahn) an diesem Materialismus euphorisch anturnen lässt, wird aber durch einen Freund betrogen und von einer Dame auch, die ihn verführt.

Peinlich ist die Sexszene auf Seite 249/250. Dort zeigt sich die Erbärmlichkeit, wie Martin Walser damit überhaupt nicht zurechtkommt. Peinlich nicht wegen der Szenerie, sondern, weil Walser banal und sehr unerotisch schreibt; das könnte jeder Gymnasiast.

Ich habe den Roman nicht zu Ende gelesen.

Liebe Grüße
mombour
« Letzte Änderung: 2. September 2006, 13:22 von mombour »

Offline finsbury

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Re: Martin Walser 1957
« Antwort #14 am: 2. September 2006, 16:41 »
Hallo mombour,

danke für deine Stellungnahme. Na dann steht mir ja wenig Gutes bevor. Habe im Moment eine Lesepause wegen des Leserundenbuches eingelegt.

Ich werde das Buch aber auf jeden Fall zu Ende lesen. Das mache ich mit so gut wie allen Büchern, auch wenn es noch so lange dauert. Außerdem gehe ich am nächsten Freitag zu einer Walser-Lesung, weil ich den Autoren mal sebst erleben möchte. Ich bin gespannt, was er dann über sein Werk sagt.

HG
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