Danke Maria.
Wie eng doch Freud und Leid manchmal beieinanderliegen. Ein trauriger Artikel. In der Tat ein treuer Mensch, der Schriftsteller Siegfried Lenz. Merkwürdigerweise und trotz Kritikerstimmen gefällt mir Lenz' Art Themen zu behandeln und auch sein Schreibstil und berühren mich die Themen, die er behandelt. Ich finde Siegfried Lenz einen zutiefst ehrlichen, überzeugenden, menschlichen und auch humorvollen Schriftsteller. Ob er erstklassig oder zweitklassig ist, will ich nicht beurteilen, das interessiert mich selbst nicht. Wer mich mit seinem Werk, hier besonders auch die Erzählungen, an sich gebunden hat und mein Herz gewonnen hat, dem bleibe ich als Leser treu. Lenz ist dies gelungen. Ich freue mich, dass ich keine Rechenschaft ablegen muss, warum ich Lenz' Bücher lese und meine Zeit auch Lenz' Werk widmen kann, ohne dies irgendwie als Verlust zu empfinden und seine Bücher mir etwas sagen und geben. Ich denke, dass andere Menschen auch so empfinden wie ich und dass Lenz doch einen einigermaßen leidlichen Anhängerkreis besitzt. Ich habe mich in meinem Leben auch schon mit erstklassigen Büchern abgequält, auch das gibt es... Seit alle Kritik Günter Grass' Wenderoman "Ein weites Feld" verriss und ich ihn dennoch für einen der besten Wenderomane schlechthin halte, bin ich mir bewusst, entweder keinen guten literarischen Geschmack, kein gutes literarisches Urteil zu besitzen, oder einfach grob fahrlässig gegen den Zeitgeist zu verstoßen. Ich misstraue sogar vielen Kritikern, aber es gibt Ausnahmen. Wichtiger noch als mein eigenes Urteil ist mir aber meine eigene Lesebegeisterung. Solange diese angefeuert ist, bin ich dabei. Deshalb freue ich mich auf das "Stadtgespräch" und später auf "Heimatmuseum"...
Einen schönen Wochenbeginn wünscht euch FA!