Moin, Moin!
Man darf nicht vergessen, daß es das Internet einmal nicht gab. Zweitausendeins war einst ein klassischer Versandhandel. Man bekam also alle zwei Monate das neue Merkheft und empfand das Angebot als wohltuende Ergänzung zum herkömmlichen Buch- und Musikhandel. Heute, da jeder eine Webseite hat, sieht man diese Qualitätsvorteile weniger deutlich. Seit meiner 10-bändigen Jean-Paul-Ausgabe für ehedem 199.- DM hat Zweitausendeins ein Stein bei mir im Brett. Punkt.
Um Versandkosten zu sparen, reichten wir uns damals das Merkheft herum. In den Studentenkreisen, die ich frequentierte, war das Ritual, das neue Heft zu bekommen und sofort sabbernd durchzuforsten, selbstverständlich. Irgendwie markiert gerade Zweitausendeins den entscheidenen Unterschied zwischen Internet (Datenbank) und Buch, d.h. Blättern in einem Katalog. Mir jedenfalls erscheint letzteres in diesem speziellen Fall vorteilhafter, als mich durch eine Datenbank zu quälen.