Autor Thema: Rüdiger Safranski  (Gelesen 3540 mal)

Offline Anita

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #15 am: 28. August 2010, 18:36 »
Ich kenne Safranski natürlich aus dem philosophischen Quartett  :klatschen: (Da darf man halt auch mal fernsehen ohne Reue  :zwinker: )
Die "Romantik" hat er mir näher gebracht, gefiel mir sehr gut! Seine Nietzsche-Bio habe ich nicht beendet, weil ich von Nietzsche bisher nur den "Zarathustra" gelesen habe, und die Bio sehr Werk getreu ist.
Im Oktober werde ich mich Schopenhauer zuwenden und Safranskis-Bio wird dabei sein  :smile:

LG
Anita
« Letzte Änderung: 28. August 2010, 18:40 von Anita »
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Nietzsche in "Also sprach Zarathustra"

Offline thopas

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #16 am: 29. August 2010, 11:09 »
Goethe und Schiller - Geschichte einer Freundschaft war auch sehr gut zu lesen, fast ein bißchen zu kurz...

Ich habe mir vor längerer Zeit noch die E.T.A. Hoffmann-Biographie von Safranski gekauft, bin aber noch nicht dazugekommen, sie zu lesen.

Viele Grüße
thopas

Offline Steffi

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #17 am: 29. August 2010, 12:34 »
Im Moment lese ich auch die "Romantik". Mir gefällt, dass er vieles sehr gut ineinanderfließen lässt, sei es Literatur, Philosophie oder geschichtliches. So werden die Zusammenhänge klar und trotzdem ist es noch einigermaßen leicht zu lesen.

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline JMaria

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #18 am: 29. August 2010, 18:02 »
Ich habe mir vor längerer Zeit noch die E.T.A. Hoffmann-Biographie von Safranski gekauft, bin aber noch nicht dazugekommen, sie zu lesen.
 

geht mir auch so :-)

Gruß,
Maria
Aktuell:

Offline christabel

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #19 am: 31. August 2010, 10:47 »
Ich habe von Safranski die Schillerbiographie und das Buch zur Freundschaft zwischen Goethe/Schiller gelesen. Absolut empfehlenswert!! Mit Sicherheit sind die Biographien von ihm mit das Beste, was in der Kategorie auf dem Markt ist..... gerade durch den philosophischen Aspekt, den er einbringt.
Lesen ohne Denken verwirrt den Geist, und Denken ohne Lesen macht leichtsinnig. 
Lache nie über die Dummheit der anderen. Sie ist deine Chance. (W. Churchill)

Offline Lost

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #20 am: 31. August 2010, 17:02 »
Ich habe von Safranski die Schillerbiographie und das Buch zur Freundschaft zwischen Goethe/Schiller gelesen. Absolut empfehlenswert!! Mit Sicherheit sind die Biographien von ihm mit das Beste, was in der Kategorie auf dem Markt ist..... gerade durch den philosophischen Aspekt, den er einbringt.

Wie doch die Meinungen auseinander gehen  :rollen:

Ein Schleimer, ein Einschleimer mit Sprachgewandtheit, dafür halte ich Safranski.

Offline Anita

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #21 am: 31. August 2010, 19:20 »
Ein Schleimer, ein Einschleimer mit Sprachgewandtheit, dafür halte ich Safranski.

Echt? Wie kommst du darauf? Nur so vom Gefühl, oder gibt es irgendwelche Belege? Solche Worte hätte ich jetzt eher aus einer anderen Ecke vermutet  :breitgrins:
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Nietzsche in "Also sprach Zarathustra"

Offline Friedrich-Arthur

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #22 am: 31. August 2010, 21:03 »
Ein Schleimer, ein Einschleimer mit Sprachgewandtheit, dafür halte ich Safranski.

Echt? Wie kommst du darauf? Nur so vom Gefühl, oder gibt es irgendwelche Belege? Solche Worte hätte ich jetzt eher aus einer anderen Ecke vermutet  :breitgrins:

Ja Lost, wie kommst du darauf? Aber gut, jeder darf natürlich seine/ihre Meinung haben.

Also ich fand die Nietzsche- und Schopenhauer-Biographien von Safranski genial. Die waren schon sehr eigenständig. Die Heidegger-Biographie lese ich noch und bin erstaunt, wie Safranski diese Zeit heraufbeschört, in der Heidegger einzubinden ist. Wie das Schleimige dahinzu passt, kann ich aber nicht beurteilen. Hast du zu philosophenquartettig gewertet? Aber auch dann noch...

FA
Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.

Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline Lost

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #23 am: 1. September 2010, 07:36 »
Ein Schleimer, ein Einschleimer mit Sprachgewandtheit, dafür halte ich Safranski.

Echt? Wie kommst du darauf? Nur so vom Gefühl, oder gibt es irgendwelche Belege? Solche Worte hätte ich jetzt eher aus einer anderen Ecke vermutet  :breitgrins:

Ja Lost, wie kommst du darauf? Aber gut, jeder darf natürlich seine/ihre Meinung haben.

Also ich fand die Nietzsche- und Schopenhauer-Biographien von Safranski genial. Die waren schon sehr eigenständig. Die Heidegger-Biographie lese ich noch und bin erstaunt, wie Safranski diese Zeit heraufbeschwort, in der Heidegger einzubinden ist. Wie das Schleimige da hinzu passt, kann ich aber nicht beurteilen. Hast du zu philosophenquartettig gewertet? Aber auch dann noch...

FA

Von S. habe ich vor langen Jahren das Buch über Schopenhauer, vor wenigen Jahren das Nietzsche Buch und vor zwei Jahren das über die Romantik gelesen. S. gehört zu den Alleserklärern, was eigentlich uns Physikern vorbehalten ist, und trägt seine "Gelehrsamkeit" wie eine Monstranz vor sich her. In Romantik beutet er eigentlich überwiegend Biographien von Romantikern aus, säuselt vorwiegend ästhetische Gemeinplätze vor sich hin und muss natürlich dem Zeitgeist folgen und die Romantik  sowohl in der Nazizeit, als auch in der Studentenbewegung wirksam werden lassen. Dabei kann man eine so nebulöse Angelegenheit auch auf den Automobilbau und die Klimakatastrophe anwenden, wenn man es mit der ihm vertrauten Beliebigkeit macht, und natürlich auch auf die Vorlieben der schäbigen Bildungsbürgerreste für gebildete Lektüre. Die hat er entdeckt, das muss man ihm lassen. Es geht ihm schließlich um Beliebtheit, sonst würde er ja ein zentrales Element der Romantikwirkung, nämlich die intellektuelle Steigbügeltheorie für den modernen Antisemitismus, nicht so nebensächlich behandeln.
Meine Kinder, diese Monster haben mir noch die CDs mit seinen Ergüssen über den Goethe-Schiller Briefwechsel geschenkt, die ich jetzt zu 2/3 gehört haben (das ist man seinen Kindern schuldig) und die Schillerbiographie liegt noch ungelesen zu Hause. In seinem Werk über die Briefe wird auch jeder F... zu einem ästhetischen Erlebnis hochstilisiert und sein Schwelgen in den Äußerungen unseren beiden Unübertrefflichen lässt natürlich jeden, der schon von ihnen gehört hat, zum Spezialisten für den unproblematischen Teil der deutschen Kultur werden. Auch in seinen "Biographien" suggeriert er alles lässt sich verstehen, wagt keine klaren eigenen Standpunkte, und alles ist zum Nutzen eigener Erhöhung geeignet.

Zwei Mal habe ich mich auf einen Sessel festbinden lassen, um das philosophische Quartet zu erleben. Ich weiß schon gar nicht mehr welche Themen die "Luftgeister" behandelt, bzw. uns erst erklärt haben. Jedenfalls ist das Gesülze für mich endlich die Gelegenheit gewesen Langeweile kennen zu lernen.

Oh ja, ihr habt es mit Emotionen zu tun, wenn ich mich zu solchen faden Platzanweisern für die Nation äußere.


Offline scheichsbeutel^

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #24 am: 1. September 2010, 12:16 »
Irgendwann sollte ich mir tatsächlich einen Safranski zu Gemüte führen. Schreibt er nun Anspruchsvolles oder bloß einen Schopenhauer für Arme, Romantik für die Mittagspause?

Im philosophischen Quartett hat er jedenfalls bei mir wenig Sympathiepunkte gewonnen, wenngleich ich mich nicht wegen Safranski, sondern wegen des unsäglichen Sloterdijks fesseln und knebeln lassen müsste (der - neben inhaltlich Fragwürdigem - offenbar nicht in der Lage ist, auch nur einen einzigen kurzen Satz ohne Stoibersche Interjektionen von sich zu geben).

Grüße

s.

So nebenher: So ein emotionales Posting ist oft das Schlechteste nicht ;)

Offline Lauterbach

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #25 am: 1. September 2010, 12:59 »
Irgendwann sollte ich mir tatsächlich einen Safranski zu Gemüte führen. Schreibt er nun Anspruchsvolles oder bloß einen Schopenhauer für Arme, Romantik für die Mittagspause?

Im philosophischen Quartett hat er jedenfalls bei mir wenig Sympathiepunkte gewonnen, wenngleich ich mich nicht wegen Safranski, sondern wegen des unsäglichen Sloterdijks fesseln und knebeln lassen müsste (der - neben inhaltlich Fragwürdigem - offenbar nicht in der Lage ist, auch nur einen einzigen kurzen Satz ohne Stoibersche Interjektionen von sich zu geben).

Grüße

s.

So nebenher: So ein emotionales Posting ist oft das Schlechteste nicht ;)

Mir geht es mit Sloterdijk ähnlich, ich finde ihn auch kaum zu ertragen. :grmpf:

Zu Safranski kann ich nur sagen, das ich zwei Versuche gestartet habe, einmal mit Heidegger und dann mit
der Schiller Biographie. Und beides mal habe ich nach 100 Seiten aufgehört zu lesen, wobei ich noch nicht
einmal genau sagen kann was mich gestört hat. Ist jetzt auch schon länger her.

Gruß, Lauterbach

Offline Anna Magdalena

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #26 am: 1. September 2010, 13:37 »
wegen des unsäglichen Sloterdijks [...] (der - neben inhaltlich Fragwürdigem - offenbar nicht in der Lage ist, auch nur einen einzigen kurzen Satz ohne Stoibersche Interjektionen von sich zu geben)

Stoiber schnauft bei seinen Interjektionen wenigstens nicht so fürchterlich.  :rollen:

Irgendwann sollte ich mir tatsächlich einen Safranski zu Gemüte führen. Schreibt er nun Anspruchsvolles oder bloß einen Schopenhauer für Arme, Romantik für die Mittagspause?

Auf alle Fälle schreibt er viel. :breitgrins: Ich habe sein Buch „Wieviel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und das Lebbare“ im Schrank stehen und werde demnächst wohl auch überprüfen müssen, ob der böse Lost mit seinem Urteil über Safranski Recht hat.

Gruß
Anna



Offline scheichsbeutel^

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #27 am: 3. September 2010, 13:10 »
wegen des unsäglichen Sloterdijks [...] (der - neben inhaltlich Fragwürdigem - offenbar nicht in der Lage ist, auch nur einen einzigen kurzen Satz ohne Stoibersche Interjektionen von sich zu geben)

Stoiber schnauft bei seinen Interjektionen wenigstens nicht so fürchterlich.  :rollen:


Stoiber fehlt zum Phänotyp des echt bayrischen Ministerpräsidenten auch die entsprechende Leibesfülle, wohingegen Sloterdijk eine solche durchaus vorweisen kann. Da geht's denn ohne Schnaufen nicht ab, wobei der apoplektische Franz Josef zwar beim Atemholen auch unter seiner beachtlichen Körperlichkeit litt, aber immerhin ganze Sätze in einem akzeptablen Zeitrahmen von sich geben konnte.

Off topic: Bei Stoiber - naja, auch bei Sloterdijk - habe ich manchmal den Eindruck, man könne ihnen beim Denken zusehen, es rattert und rumpelt im Oberstübchen wie weiland bei den mechanischen Flippern.

Grüße

s.

Edit: Im ersten Satz Präteritum in Präsens geändert; das klang wie ein Nachruf auf die beiden ...
« Letzte Änderung: 3. September 2010, 13:37 von scheichsbeutel^ »

Offline Lost

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #28 am: 3. September 2010, 13:56 »

Präteritum in Präsens


Klingt irgendwie nach einem katholischen Segensspruch  :zwinker:

Offline scheichsbeutel^

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Re: Rüdiger Safranski
« Antwort #29 am: 3. September 2010, 14:17 »

Präteritum in Präsens


Klingt irgendwie nach einem katholischen Segensspruch  :zwinker:

Amen. Langvergangenes Ministrantendasein. Wer bei der Wandlung das Glöckchenbimmeln vergisst, wird anschließend als erster halbnackt durch die Sakristei gejagt ... Da bekommt das Bibelwort zwecks zauberischer Hostientransformation "das ist mein Leib ..." gleich eine ganz irdische Bedeutung.