Stimmt Dostoevskij, es gibt viele Wege, Bücher und Autor(inn)en zu entdecken, aber Lesungen mit anschließendem Gespräch und Buchsignierung, am besten mit Freunden oder Familie, sind doch etwas besonderes.
Mittlerweile befinde ich mich lesend im letzten Viertel des Romans "Die Einsamkeit des Astronomen" und bin begeistert. Seit langen habe ich keinen so anregenden und nachdenklich machenden, gleichzeitig aber mit viel Humor und menschlicher Wärme geschriebenen Roman und dazu eines noch recht jungen Autors gelesen. Ich bin so begeistert von dem Buch, dass ich mir andere Bücher Ulrich Woelks besorgen werde.
Was mich sehr beeindruckt bei Woelks "Sternwartenroman" sind die Gegensätze, die Extreme, die tolle Verknüpfung verschiedener sich immer wieder überschneidender Handlungsstränge, die nachdenklich machenden Textstellen, die dezente und leise aber treffende Kritik am Zeitgeist, die tollen Dialoge und besonders das gelungene Gewebe aus Wissenschaft (Physik), Kunst und Literatur UND menschlicher Beziehungen. Trotz des Anspruchs, den das Buch an die Leser(innen) stellt, liest sich der Roman sehr spannend und nachvollziehbar. Zusammen mit dem feinen Humor wird alles zum Lesegenuss. Ein unbedingt zu empfehlendes Buch. Jetzt höre ich aber auf zu schwärmen, zumindest hier...
Grüße, FA