Autor Thema: April 2006: Siegfried Lenz - Stadtgespräch  (Gelesen 7592 mal)

Offline JMaria

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Siegfried Lenz: Stadtgespräch
« Antwort #30 am: 18. April 2006, 14:15 »
Hallo zusammen,

auch ich habe am Wochenende den Roman beendet.

Zitat von: Steffi
Bedrückend war auch, wie der Widerstand versucht, trotz des Abzugs der Soldaten, seine Existenz weiter aufrechtzuerhalten. Hat es mit Rache zu tun, als sie die Straße sprengen ? Es zeigt auch, wie schmal die Gratwanderung ist. Etwas vermisse ich die eindeutige Wertung des Autors oder ist sie mir bloß nicht aufgefallen ? Spricht sich Lenz nun für oder gegen den Widerstand aus ? Ich vermute, jeder Leser soll das für sich selbst entscheiden, aber es fällt mir schwer. Ohne konkrete Bezüge, ohne Hilfestellung von außen bleibe ich genauso verwirrt und hilflos wie der Ich-Erzähler.
 


geht mir ganz genauso. Ich bleibe hilflos zurück. Doch mit einer sogenannten Lösung, wäre ich vermutlich auch nicht zufrieden. Bei dieser brisanten Geschichte sollte der Leser verwirrt und hilflos zurückbleiben.
Denn irgendwie ist die Geschichte auch nicht abgeschlossen, solange es irgendwo auf der Welt ein Krieg herrscht. Das zeigt auch nochmals der letzte Satz:

Am Ende wird sich zeigen, ob die Geschichte je aufhören wird.

Ich habe mich zeitweise wie Tobias Lund gefühlt:

Ich spüre immer eine Art Gleiten, eine Art Abrutschen, wenn sich diese Einzelheiten anbieten, eine hilflose Schwere macht sich bemerkbar, so als wäre ich festgebunden an einen Anker, der langsam niedersinkt.

und im Endeffekt vergißt der Mensch sehr schnell Einzelheiten. Das zeigte sich auch daran, dass Daniel nicht mehr wußte wer über den Fjord schwamm und wer ihn durch die Berge schleppte. Gut, er war verletzt, aber symptomatisch war es für die ganze Geschichte.

und eine Person bemerkte im Roman, dass wenn sich Daniel gestellt hätte und die 44 Geiseln freigekommen wären, dann hätte man sie still angeklagt. So oder so.

Was mich erschreckte war Daniels Verhalten gegen Ende als er auf den Mann einstach. Was war da mit ihm los? Geistig gesund waren am Ende keine der Personen, was nach einem Krieg auch kein Wunder ist. Selbst Tobias konnte sich nicht aufraffen Arzt zu werden, wie er das eigentlich vorgehabt hatte.

ein aufwühlender Roman.

Viele Grüße
Maria
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Offline Friedrich-Arthur

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Siegfried Lenz: Stadtgespräch
« Antwort #31 am: 19. April 2006, 19:20 »
Hallo Steffi und Maria,

ich bin etwas zurückgefallen mit dem Lesen und Schreiben und - obwohl ich das "Stadtgespräch" noch längst nicht ausgelesen habe, so teile ich doch eure Feststellungen über diesen Roman. Er hat eine ungeheure Wucht. Er wühlt in der Tat auf!

Den ersten Absatz mit dem Rückblick auf das alte Lager macht Zeit relativ und bekräftigt die Vergänglichkeit aller Dinge, einschließlich der Erinnerungen. Das finde ich sehr schön von Lenz ausgedrückt. Als ob sich da der Sinn des Partisanenkampfes noch einmal stellt. Merkwürdig diese Textstelle so weit im Beginn des Romans zu schreiben. Aber sie leitet folgenreiche Begebenheiten ein...

Der innere Kampf und die Zerissenheit, die Hoffnung und die Hoffnungslosigkeit, die Loyalität gegenüber Daniel und die väterlichen Gefühle Olafs, dessen Sohn unter den 44 Geiseln ist, finde ich sehr eindringlich und menschlich beschrieben. Überhaupt ist fast jede Szene sehr geladen und eher hoffnungslos. Wie Lenz sie beschreibt, zeugt von seiner erzählerischen Meisterschaft, von seiner psychologischen Einfühlsamkeit und auchvon seinen eigenen Kriegserfahrungen. Da sind keine Worte unnötig oder zuviel, da ist alles präzise auf den Punkt gebracht. Selbst die Landschaftsbeschreibungen sind Rahmen und unterstreichen die Handlung, aber keine Auflockerungen. Lenz wertet nicht, er überlässt dies den Leser(innen). Gut, da sind wir manchmal etwas entwurzelt, aber das ist gut so, denn es fordert zum Nachdenken über den eigenen Standtpunkt heraus. Keine moralische Hilfestellung zu geben ist in diesem Falle angebracht. Das erschwert das Lesen, macht es aber intesiver und bringt dieses beklemmende Gefühl hervor, das wir alle festgestellt haben. Aber ist es denn nicht in der Realität so, dass wir fortwährend Entscheidungen fällen müssen, abwägen müssen und einen Standpunkt haben. Wie, wenn dies unter den Regeln und Einflüssen des Krieges fällt?
Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.

Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline Friedrich-Arthur

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Siegfried Lenz: Stadtgespräch
« Antwort #32 am: 19. April 2006, 19:37 »
Die nächste Szene, die mich sehr bedrückte, war die mit dem Jungen und dem Soldaten im Bus. Da will ich nicht drüber schreiben. Es zeigt aber sehr deutlich die Härte und auch Sinnlosigkeit dieses Krieges und ist so gestaltet, dass auch diese Szene in einer anderen Zeit und an einem anderem Ort spielen könnte.

Sehr gut fand ich von Lenz auch den Einwurf der Reflexion über die Veränderung des Bildes:
Zitat
...Vom Hörensagen, das heißt doch immer schon: verändert. Wir kennen das Bild, das wir uns von dir machten, was wir von deiner Geschichte fordern, ist das Bild des Mannes, für den du dich selbst hieltest...


Der Plan der Tunnelsprengung ist ein Aufschrei der Mutlosigkeit und der Zerissenheit. Das finde ich auch sehr bedrückend beschrieben...

Eine der stärksten Stellen finde ich darauffolgend den Verrat Christophs. Sie macht die ganze Geschichte noch komplizierter und fügt weitere wichtige Motive hinzu. Lenz schrieb hier ein Motivkompendium des Partisanenkampfes und des Besatzungskrieges und am Liebsten würde ich sehen, wenn mehr Menschen diesen Roman für sich entdecken würden und über den Krieg noch einmal nachdenken würden. Er stellt Menschen vor unmenschliche Entscheidungen, wie gerade auch das Beispiel Christophs zeigt. Hier wird wieder, so wie ich bereits bemerkte, der enge Handlungsspielraum zwischen Kollaboration und Widerstand deutlich. Ich werde diesen Text noch einmal lesen, er ist wirklich außergewöhnlich gut gechrieben...

Bis später und Grüße, FA
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Offline JMaria

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Siegfried Lenz: Stadtgespräch
« Antwort #33 am: 20. April 2006, 22:31 »
Zitat von: Friedrich-Arthur
 Eine der stärksten Stellen finde ich darauffolgend den Verrat Christophs. Sie macht die ganze Geschichte noch komplizierter und fügt weitere wichtige Motive hinzu. Lenz schrieb hier ein Motivkompendium des Partisanenkampfes und des Besatzungskrieges und am Liebsten würde ich sehen, wenn mehr Menschen diesen Roman für sich entdecken würden und über den Krieg noch einmal nachdenken würden. Er stellt Menschen vor unmenschliche Entscheidungen, wie gerade auch das Beispiel Christophs zeigt. Hier wird wieder, so wie ich bereits bemerkte, der enge Handlungsspielraum zwischen Kollaboration und Widerstand deutlich. Ich werde diesen Text noch einmal lesen, er ist wirklich außergewöhnlich gut gechrieben...

Bis später und Grüße, FA


Hallo Friedrich-Arthur
hallo zusammen,

dieser Teil der Geschichte ist sehr stark und hat mich tief berührt. Als Christoph nochmals zurück ging, um die anderen zu warnen und danach seinen Weg in den Tod ging. Tobias hatte ja den Eindruck, dass Christoph sich eine Chance ausmalte. Doch es kam anders.

dazu schrieb Zola:
Zitat von: Zola

Ich denke hier erkennt man auch, dass die Widerständler in erster Linie Zivilisten sind. Schießen haben sie wohl beim Militärdienst gelernt, aber die Nerven, die man für die Realität braucht, die fehlen ihnen.


kann ich mir so vorstellen.

Viele Grüße
Maria
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Offline Friedrich-Arthur

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Siegfried Lenz: Stadtgespräch
« Antwort #34 am: 21. April 2006, 18:48 »
Hallo Maria,

in diesem Roman kommt vieles anders, als die Leser(innen) es erwarten. Das finde ich sehr von Lenz durchdacht, er muss sehr viel über die Reaktionen der Leser(innen) nachgedacht haben. Das neue Kapitel, das mit dem Zug der Angehörigen zur Kommandatur beginn ist auch wieder reich an neuen Szenen über den Besatzungskrieg. So nüchtere Feststellungen von Tobias in seiner Reflexion über Daniel, wie
Zitat
...Du hast erfahren, Daniel, daß sie zur Kommandatur zogen, um für ihre Angehörigen zu bitten; du findest noch viele, die damals dabei waren auf dem baumlosen Platz...Bevor sie um deinen Tod baten, baten sie den Kommandanten um Großherzigkeit...
finde ich unglaublich gekonnt von Lenz zwischengestreut. So leichte und doch so ungeheuer bedeutende und dabei hoffnungslose Sätze...

Den Vergleich zwischen Freiherr von der Laube und dem alten Kommandanten Schlüter sagt viel über den Geist der Besatzungsarmee aus und darüber, dass diese sich keine Schwäche im menschlichen Sinne erlaubte. Freiherr von der Laube passt, trotz seiner Dick- und Querköpfigkeit in die Besatzungsarmee. Er verkörpert deren Geist in der von ihr geforderten Härte. Er verkörpert nicht den Nationalsozialismus, sondern den historisch preußischen Militarismus. Das finde ich bemerkenswert, denn genau dieser Militarismus rieb sich im Dritten Reich mit dem Nationalsozialismus, war mit teils ihm im Gegensatz, manchmal sogar in offener Konkurrenz, andererseits in Übereinstimmung oder gegenseitiger Vorteilnahme und machte den Nationalsozialismus militärisch erst möglich und anfangs so erfolgreich. Die Verstrickungen von Militarismus und Nationalsozialismus begannen wohl schon zu Zeiten des Kapp-Putsches, haben ihre Wurzeln noch früher im Keiserreich Bismarks und kamen bei der Machtübertragung Hindenburgs an Hitler vollends schicksalsvoll zusammen. Letztendlich bediente sich der Nationalsozialismus des Militarismus... Das Bild, dass Lenz schließlich von Freiherrn von der Laube, einschließlich des Verlustes von dessen Frau und seines Hauses im Bombenkrieg, zeichnet, ist überzeugend und typisch für die Offiziersfamilien im historischen preußischen Militarismus. Dies wird noch durch ein erweitertes Familienporträt unterstrichen. Mit diesem Kommandanten ist nicht zu spaßen, allein schon wegen seiner Überzeugung, Herkunft und Konsequenz...

Lenz hat sicher keine Prototypen und Allgemeinheiten bedient, das gibt seinem Roman eine große Glaubwürdigkeit und Wirkung. Die Moral wird nicht von Lenz bestimmt, die Moral muss sich die/der Leser(in) suchen. Das machen andere Schriftsteller auch, doch habe ich es noch nicht in diesem ausgeprägten Maße erfahren. Die Wucht der Motive, Feststellungen und Beschreibungen finde ich geradezu überwältigend!

Ich möchte über so vieles schreiben, deshalb geht es mit der Leserunde nicht so schnell voran. Ich finde diesen Roman wirklich beeindruckend (ich wiederhole mich...) und will ihn nicht zu schnell fertiglesen...

Grüße, FA
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Offline Steffi

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Siegfried Lenz: Stadtgespräch
« Antwort #35 am: 24. April 2006, 09:52 »
Hallo FA,

Zitat
Das finde ich bemerkenswert, denn genau dieser Militarismus rieb sich im Dritten Reich mit dem Nationalsozialismus, war mit teils ihm im Gegensatz, manchmal sogar in offener Konkurrenz, andererseits in Übereinstimmung oder gegenseitiger Vorteilnahme und machte den Nationalsozialismus militärisch erst möglich und anfangs so erfolgreich.


Interessant, diesen Zwiespalt habe ich zwar während des Lesens auch gespürt, konnte ihn aber nirgends einordnen. Als dritte Seite kommt dann noch der Quasi-Militarismus der Widerständler hinzu. Gerade dabei finde ich Christophs Tod so bezeichnend - zeigt es doch, dass der Mechanismus immer gleich funktioniert, egal, auf welcher Seite man steht. Christophs Tod dient zur Bestätigung und Aufrechterhaltung des Widerstands, dessen Apparatur genauso hierarisch gegliedert ist, wie die der Gegenseite.

Was mir auch noch auffiel, ist, dass Lenz nur wenigen Beteiligten ein wirkliches Gesicht gibt - Daniel z.B. bleibt seltsam distanziert und stumm.
Dadurch wird auch diese eingenartige, abgerückte Stimmung erzeugt.

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline Friedrich-Arthur

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Siegfried Lenz: Stadtgespräch
« Antwort #36 am: 27. April 2006, 23:05 »
Keine Angst, ich werde nicht politisch.

Der brutale und rassistische Mordversuch an Eremyas in Potsdam hat mich noch mehr, als die vielen anderen und ebenso verachtenswerten Übergriffe berührt, da Eremyas und wir im gleichen Semester zusammen studierten, im gleichen Wohnheim langjährige Nachbarn waren und im gleichen Studentencafé unser Bier zusammen tranken. Die persönliche Betroffenheit habe ich noch nie so nahe gespürt. Der Artikel im aktuellen "Stern" hat ein sehr treffendes Bild dieses Menschen vermittelt! Die Bilder haben mich sehr bewegt.

Ich musste dies nur loswerden und dieser Ordner schien mir der geeignetste, da vom Thema verwandteste. Alles, was dem "Stadtgespräch" vorrausging, fing auch so an. Einzelne Übergriffe auf Andersaussehende und -denkende unter Zusicht der Demokratie bis hin zum allzubekannten Mord- und Zerstörungsrausch, der Europa und die Welt aufzehrte, von dem aber scheinbar immer noch nicht genug gelernt werden konnte. Die Mechanismen der Verselbstständigung der Gewalt sind sehr schön im "Stadtgespräch" beschrieben. Ebenso die lähmende Starre und die Hilflosigkeit der Opfer und Betroffenden. Es ist ein Buch, dass ich deshalb besonders einigen Politikern und Meinungsbildnern empfehlen würde, aber auch sonst gern zur Lektüre anrate.

Seht ihr, ich bin nicht politisch geworden, sondern habe nur eine Empfindung niedergeschrieben, die mich besonders im Zusammenhang mit dem "Stadtgespräch" bewegte.

An ein Buch muss ich in diesem Zusammenhang immer wieder denken: Theodor W. Adornos "Minima moralia". Auch an andere, aber an dieses immer und unbedingt. Ich werde mir die "Minima moralia" wieder hervorsuchen und im Anschluss an diese Leserunde noch einmal darin lesen...

Morgen werde ich mich wieder der Leserunde widmen und auf die Mechanismen der Gewaltentfesselung achten, die Lenz im "Stadtgespräch" so wunderbar treffend nachgezeichnet hat, ich werde das Buch mit Disziplin weiterlesen und mir Zeit nehmen zum Schreiben...

Grüße in die Runde,

FA
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Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline Friedrich-Arthur

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Siegfried Lenz: Stadtgespräch
« Antwort #37 am: 28. April 2006, 13:53 »
Die Szene mit Jutta Nilsen, ihrem Kind und Ole Dagermann zeigen die Zerissenheit der Menschen während Besatzung, Kollaboration/ Widerstand/ Tatenlosigkeit und die Wirkung die der Hass besitzt, zu entfalten vermag und dass Hass und Gegenhass so dicht beieinanderliegen. Die blindmachende und brennende Glut des Hasses, der alles in seinem Feuer aufzehrt. Letztendlich richtet sich der Hass der Besetzten gegen eine Frau unter ihnen, die unschuldig ist, was immer ihr Mann - der dazu noch unter den Geiseln ist - getan haben mag. Wieviele unschuldige Frauen und deren Kinder mussten durch Hass und Vergeltung sterben? Wie viele von Ihnen wurden ausgegrenzt, zu unrecht bestraft, Opfer? War dies nicht immer so, ist es nicht immer noch so? und ich ahne, das es immer so bleiben wird. Der Hass gegen Frauen und auch Kinder ist schrecklich. Die Schwachen und Wehrlosen müssen am Meisten bezahlen in den großen Ereignissen der Weltgeschichte, die eine einzige Vergewaltigung von Minderheiten und Mächtige durch Mehrheiten und Schwächere darstellt. Besonders in Zeiten des Krieges und während Diktaturen. In der Masse zuzuschlagen, jemand, der/die gefesselt ist zu schlagen, ist dann plötzlich so einfach, jemand der/die unschuldig ist für eingenes Zukurzkommen zu strafen, liegt dann auf einer viel niedrigeren Hemmschwelle... FA
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