Autor Thema: Günter Grass  (Gelesen 22644 mal)

Offline Sir Thomas

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Re: Günter Grass
« Antwort #90 am: 1. Juni 2008, 19:37 »
vielleicht doch noch Germanistik oder Literaturwissenschaften studieren? :zwinker:


Hallo josmar,

das kann nicht schaden, aber nützt es? Ich habe vor vielen Jahren vor genau dieser Frage gestanden. Das Ergebnis: Ich hab ein "arbeitsmarktorientiertes" Studium absolviert, um nicht im schlimmsten Fall als promovierter Taxifahrer zu enden.

Nachdenkliche Grüße

Sir Thomas

Offline Giesbert Damaschke

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Re: Günter Grass
« Antwort #91 am: 1. Juni 2008, 20:24 »
(Damit hab ich meinen Vater immer erschreckt, der sich nie so recht vorstellen konnte, was der Bub da seltsames studiert. "Und was bist Du dann, wenn Du fertig bist?" - "Arbeitslos, Papa". Ich habe Germanistik & Philosophie studiert, weil ich es wollte. Nicht, weil ich mir davon irgendwelche Vorteile auf dem Arbeitsmarkt erhoffte. Dabei hätte es bei mir mangels Führerschein noch nicht mal zum promovierten Taxifahrer gereicht).
Giesbert Damaschke, München |  http://www.damaschke.de/

Offline Sir Thomas

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Re: Günter Grass
« Antwort #92 am: 1. Juni 2008, 20:55 »
Ich habe Germanistik & Philosophie studiert, weil ich es wollte. Nicht, weil ich mir davon irgendwelche Vorteile auf dem Arbeitsmarkt erhoffte.

Giesbert, das ist etwas, was ich nur bewundern kann. Ich kenne den einen oder anderen, der auch in der Studienwahl ausschließlich seinen Neigungen folgte (z.B. Ethnologie in Kombination mit Philosophie) und damit nicht als Taxifahrer endete (das muss mal ausdrücklich erwähnt werden). Na ja, ich bin da wohl eher der kühle Calvinist: Tue Gutes, mehre Deinen Wohlstand - und damit Dein Ansehen im Jenseits  :breitgrins: 

(Mit G. Grass hat das jetzt nix mehr zu tun, daher ist von meiner Seite aus jetzt Schluß mit diesem Exkurs ...)

Äußerst diesseitige Grüße sendet

Sir Thomas

Offline xenophanes

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Re: Günter Grass
« Antwort #93 am: 1. Juni 2008, 23:15 »
Giesbert, das ist etwas, was ich nur bewundern kann. Ich kenne den einen oder anderen, der auch in der Studienwahl ausschließlich seinen Neigungen folgte (z.B. Ethnologie in Kombination mit Philosophie) und damit nicht als Taxifahrer endete (das muss mal ausdrücklich erwähnt werden).

Es gibt sogar besonders seltsame Fälle, die dann in der Mobilfunkbranche landen  :breitgrins:

CK

Offline xenophanes

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Re: Günter Grass
« Antwort #94 am: 1. Juni 2008, 23:21 »
Hallo!

Auch ich bin ein "Nur-Leser", der zunächst bestrebt ist, ein Buch aus sich heraus zu verstehen! Wenn dann daraus kontrovers argumentiert wird, ist es mir Recht!
Anscheinend ist das aber wohl nicht die "richtige" Herangehensweise an ein Buch, oder?

So werde ich es halten, wobei, vielleicht doch noch Germanistik oder Literaturwissenschaften studieren? :zwinker:

Ein tolles Studium, kann ich nur empfehlen. Man kann jahrelang hauptberuflich lesen  :smile:

Zur Frage wie man ein Buch lesen soll:

Die professionelle Herangehensweise ist um hohe Objektivität bemüht, soweit das der Gegenstand zulässt. Im Idealfall versteht man, wie ein Buch "funktioniert", d.h. welches Potenzial es warum hat, um gewisse Reaktionen bei den Lesern auszulösen. Kurz, man bemüht sich um eine vergleichsweise abstrakte Betrachtung.

CK

Offline sandhofer

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Re: Günter Grass
« Antwort #95 am: 2. Juni 2008, 07:29 »
Es gibt sogar besonders seltsame Fälle, die dann in der Mobilfunkbranche landen  :breitgrins:

Oder in Immobilienverwaltungs-Software machen ...  :breitgrins:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Madeleine

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Re: Günter Grass
« Antwort #96 am: 2. Juni 2008, 07:48 »
Hallo!

Auch ich bin ein "Nur-Leser", der zunächst bestrebt ist, ein Buch aus sich heraus zu verstehen! Wenn dann daraus kontrovers argumentiert wird, ist es mir Recht!
Anscheinend ist das aber wohl nicht die "richtige" Herangehensweise an ein Buch, oder?

So werde ich es halten, wobei, vielleicht doch noch Germanistik oder Literaturwissenschaften studieren? :zwinker:

Ein tolles Studium, kann ich nur empfehlen. Man kann jahrelang hauptberuflich lesen  :smile:

Zur Frage wie man ein Buch lesen soll:

Die professionelle Herangehensweise ist um hohe Objektivität bemüht, soweit das der Gegenstand zulässt. Im Idealfall versteht man, wie ein Buch "funktioniert", d.h. welches Potenzial es warum hat, um gewisse Reaktionen bei den Lesern auszulösen. Kurz, man bemüht sich um eine vergleichsweise abstrakte Betrachtung.

CK



Danke xenophanes für die klare Formulierung.
Danach kann sich auch der Laie zu richten versuchen.

Liebe Grüße, Madeleine.


Offline Lost

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Re: Günter Grass
« Antwort #97 am: 2. Juni 2008, 07:56 »


Zur Frage wie man ein Buch lesen soll:

Die professionelle Herangehensweise ist um hohe Objektivität bemüht, soweit das der Gegenstand zulässt. Im Idealfall versteht man, wie ein Buch "funktioniert", d.h. welches Potenzial es warum hat, um gewisse Reaktionen bei den Lesern auszulösen. Kurz, man bemüht sich um eine vergleichsweise abstrakte Betrachtung.

CK


Bei mir darf nur jemand an den Kühlschrank, wenn er den Carnot-Prozess erklären kann und mindestens 5 Formulierungen des 2. Haupsatzes der Thermodynamik kennt ;-)

Madeleine

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Re: Günter Grass
« Antwort #98 am: 2. Juni 2008, 08:54 »
Physiker wissen das alles und essen sicher trotzdem mit Genuss.

Und irgendwann in einem langen Leseleben möchte ich halt auch Literatur anders erleben und mich zumindest um einen anderen Zugang bemühen.
Die fließbandmäßig produzierten Vatikan-Thriller sind ja auch nicht das Alpha und das Omega.

Sind wir jetzt schon wieder im falschen Thread?

 


Offline Sir Thomas

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Re: Günter Grass
« Antwort #99 am: 2. Juni 2008, 09:17 »
Im Idealfall versteht man, wie ein Buch "funktioniert", d.h. welches Potenzial es warum hat, um gewisse Reaktionen bei den Lesern auszulösen.

Das klingt für mich mehr nach Lektorat und / oder Verlagsmarketing ...  :breitgrins:

Viele Grüße

Sir Thomas

Madeleine

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Re: Günter Grass
« Antwort #100 am: 2. Juni 2008, 09:38 »
Ja, Thomas, das ist dann schon die Hohe Schule, die müssen wir ja nicht lernen.
Aber ein bißchen über dem Durchschnitt wäre doch nicht schlecht.

Offline Sir Thomas

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Re: Günter Grass
« Antwort #101 am: 2. Juni 2008, 09:56 »
Aber ein bißchen über dem Durchschnitt wäre doch nicht schlecht.

Hallo, Madeleine,

warum so bescheiden? Ich empfinde Vieles in diesem Forum als "über dem Durchschnitt" liegend - unabhängig, ob es von Professionellen, Semiprofessionellen oder Laien stammt.

Liebe Grüße

Sir Thomas

Offline Vult

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Re: Günter Grass
« Antwort #102 am: 2. Juni 2008, 10:24 »
Aber ein bißchen über dem Durchschnitt wäre doch nicht schlecht.

Hallo, Madeleine,

warum so bescheiden? Ich empfinde Vieles in diesem Forum als "über dem Durchschnitt" liegend - unabhängig, ob es von Professionellen, Semiprofessionellen oder Laien stammt.


Ich schließe mich der Meinung von Sir Thomas an, in diesem Forum sind die Beiträge im allgemeinen als - über den Durchschnitt liegend zu bezeichnen. Selbst das Niveau der kleinen Sticheleien und unserer bibliomanischen Bunkermentalitäten  :winken: ist überaus hoch und oft so schön, äh, prosaisch!

 :smile:

Liebe Grüße

Peter

Offline JMaria

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Re: Günter Grass
« Antwort #103 am: 28. Juni 2010, 13:36 »
Hallo zusammen,

eins muß man ihm lassen, seine Titel machen neugierig. So auch der neue Roman, der am 3. September 2010 erscheint:

Grimms Wörter:


seine bedeutenden Werke wie die Blechtrommel kenne ich nicht.
"Das Treffen in Telgte" ist bisher mein Lieblingsbuch von ihm
"Im Krebsgang" fand ich geschichtlich interessant.
"Die Box" habe ich abgebrochen.

Gruß,
Maria
Aktuell:

Offline finsbury

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Re: Günter Grass
« Antwort #104 am: 28. Juni 2010, 18:46 »
eins muß man ihm lassen, seine Titel machen neugierig. So auch der neue Roman, der am 3. September 2010 erscheint:

Grimms Wörter:


[...]
"Die Box" habe ich abgebrochen.

Hallo Maria,

herzlichen Dank für den Hinweis. Ich lese Grass sehr gerne, und das einzige Buch, das mich bisher enttäuscht hat, das aber dann auch auf der ganzen Linie - ist die selbstverliebte und gekünstelte Altherren"box". Da hast du nichts verpasst! Der neue Roman scheint aber wieder interessant zu sein, zumindest thematisch.

finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)