Hallo zusammen,
ich bin vor wenigen Tagen auch mit der "Vollendung" fertiggeworden. Ich muß das Buch noch etwas auf mich wirken lassen.
Mit seinen etwa 1800 Seiten war das der längste zusammenhängende Roman, den ich je gelesen habe.
Was ich versäumt habe und euch nur empfehlen kann, ist ein Personenregister anzulegen. Viele Personen tauchen fast den ganzen Roman hindurch auf, oftmals allerdings mit so großem Abstand oder eher als Hintergrundpersonen, dass es einem irgendwann schwerfällt sie auseinanderzuhalten. Dazu kommt auch noch, dass Mann sie oftmals spärlich beschreibt und ihre Charaktere nicht so ausgefeilt dargestellt werden. Das erschwert die Unterscheidung oftmals noch.
In der ersten Hälfte des Zweiten Teils gab es für mich eine ziemlich Durststrecke, die häufige Beschreibung von Schlachten und Liebesgeschichten ist natürlich für die Erzählung Henris Leben wichtig, aber auf mich wirkte das irgendwann nur noch wie Wiederholungen.
Henri war ein Kind seiner Zeit, aber auch ein großer Humanist. Ich denke das auszuarbeiten ist Heinrich Mann in dem Mammutwerk sehr gut gelungen.
Viele Grüße,
Zola