Autor Thema: Mai 2006: Heinrich Mann: Die Jugend des Henri IV.  (Gelesen 6118 mal)

Offline Stoerte

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Re: Die Jugend des Henri Quatre
« Antwort #30 am: 14. Juli 2006, 08:39 »
Nicht nur den Königsmörder-Mönch nennt er gegen Ende auch "den Braunen". Auch schön: "Nur ganz kleine Leute halten sich für große Männer, wenn eine verlogene und irrsinnige Massenbewegung sie auf den Gipfel trägt, wohin sie nicht gehören. Heil mein Führer! hört ein Herzog von Guise und möchte sich verkriechen..." - das könnte man als Anspielung auf den Anstreicher lesen.

Das Thema Massen wird ja mehrmals angerissen. Ob nun die Gerüchte stimmen und Hitler samt Komplizen "Die Psychologie der Massen" von LeBon gelesen hat und dadrauf also aufbaute oder nicht, die Massen bzw. deren psychologische Beeinflussung, etwa mittels damals neuer Technik, waren ein wichtiges Instrument der Nazis.

Gruß!

(Achso, werde Band zwei, also die Vollendung, wohl erst in 14 Tagen oder so beginnen.)
« Letzte Änderung: 14. Juli 2006, 08:51 von Stoerte »

Offline Zola

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Re: Die Jugend des Henri Quatre
« Antwort #31 am: 25. Juli 2006, 12:41 »
Hallo zusammen,

ich bin vor wenigen Tagen auch mit der "Vollendung" fertiggeworden. Ich muß das Buch noch etwas auf mich wirken lassen.
Mit seinen etwa 1800 Seiten war das der längste zusammenhängende Roman, den ich je gelesen habe.
Was ich versäumt habe und euch nur empfehlen kann, ist ein Personenregister anzulegen. Viele Personen tauchen fast den ganzen Roman hindurch auf, oftmals allerdings mit so großem Abstand oder eher als Hintergrundpersonen, dass es einem irgendwann schwerfällt sie auseinanderzuhalten. Dazu kommt auch noch, dass Mann sie oftmals spärlich beschreibt und ihre Charaktere nicht so ausgefeilt dargestellt werden. Das erschwert die Unterscheidung oftmals noch.

In der ersten Hälfte des Zweiten Teils gab es für mich eine ziemlich Durststrecke, die häufige Beschreibung von Schlachten und Liebesgeschichten ist natürlich für die Erzählung Henris Leben wichtig, aber auf mich wirkte das irgendwann nur noch wie Wiederholungen.

Henri war ein Kind seiner Zeit, aber auch ein großer Humanist. Ich denke das auszuarbeiten ist Heinrich Mann in dem Mammutwerk sehr gut gelungen.

Viele Grüße,
Zola

Offline Zola

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Re: Die Jugend des Henri Quatre
« Antwort #32 am: 2. August 2006, 20:00 »
Hallo,

vermutlich war das Glaubensbekenntnis der Hugenotten das "Confessio Galicana" (gilt nicht als sicher):

http://www.glaubensstimme.de/bekenntnisse/26.htm

Bekannt war in Frankreich zur Zeit Henris aber wohl auch das Zweite Helvetische Bekenntis aus dem Jahr 1562:

http://www.reformatio.de/bekenntnisse/ZweitesHelvetischesBekenntnis.pdf

Gefunden habe ich noch die Hugenottische Kirchenordnung von 1559:

http://www.glaubensstimme.de/bekenntnisse/bek006.html

Offline Zola

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Re: Die Jugend des Henri Quatre
« Antwort #33 am: 3. September 2006, 22:11 »
Hallo zusammen,

nur interessenhalber - habt ihr das Buch alle abgebrochen oder zwischenzeitlich doch noch zum Abschluß gebracht ?

Viele Grüße,
Zola