Im Dezember letzten Jahres besuchte ich eine Autor(Inn)enlesung mit
Ulrich Woelk,
Monique Schwitter und
Robert Menasse und fand alle drei sehr überzeugend und kaufte entsprechend von allen je ein Buch. Bei Robert Menasse war es


, ein Abrechnungsbuch mit den 68ern, so kam es mir vor, ein Abrechungsbuch mit der "sexuellen Befreiung" im Besonderen, ein Abrechnungsbuch mit einer "Epoche" (mit seiner Epoche)... Ein sehr satirischer Roman, für den Protagonisten ohne viel Hoffnung (wobei es darauf ankommt, wie man selbst zum Text steht). Teilweise wird die Kritik beißend oder wird die Ironik heftig und übersteigert; aber wie der Text auch sei, er ist wunderbar geschrieben. Den Eindruck philosopischen Durchdenkens und Argumentierens wurde ich dabei aber nicht ganz los. Das Buch ausgelesen denke ich mir: es ist Zeit für etwas Neues, einen Neubeginn, nach einer abgerechneten Epoche darf und muss eine neue Epoche entstehen (und zwar unsere)... Kennt von euch jemand das Buch und hat eine Leseerfahrung darüber? Samstagsgrüße, FA