Autor Thema: Schreiben im Gefängnis  (Gelesen 3651 mal)

donna

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Re: Schreiben im Gefängnis
« Antwort #15 am: 21. September 2006, 18:15 »
hallo Xenophanes,
das ist eine akzeptable Sicht  :smile:

...ich frage mich bloss ob wir alle hier Bastyan weitergebracht haben, er/sie reagiert überhaupt nicht  :zwinker:
Gruss
donna

Offline sandhofer

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Re: Schreiben im Gefängnis
« Antwort #16 am: 21. September 2006, 19:25 »
Hallo zusammen!

...ich frage mich bloss ob wir alle hier Bastyan weitergebracht haben, er/sie reagiert überhaupt nicht  :zwinker:

Ich bin Optimist und glaube prinzipiell zuerst ans Schlechte im Menschen  :breitgrins: - ich nehme daher an, es handelte sich hier um ein Rätsel bzw. eine Hausaufgabe, die es zu lösen galt. Da ich die Frage aber unabhängig davon nicht uninteressant fand, habe ich sie mal stehen lassen.  :zwinker:

Grüsse

Sandhofer
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

donna

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Re: Schreiben im Gefängnis
« Antwort #17 am: 22. September 2006, 21:06 »

Ich bin Optimist und glaube prinzipiell zuerst ans Schlechte im Menschen  :breitgrins: - ich nehme daher an, es handelte sich hier um ein Rätsel bzw. eine Hausaufgabe, die es zu lösen galt. Da ich die Frage aber unabhängig davon nicht uninteressant fand, habe ich sie mal stehen lassen.  :zwinker:

Grüsse

Sandhofer

hallo,
das ist wirklich die beste Einsstellung, so bleiben einem viele Enttäuschungen erspart  :breitgrins:
...und die Frage ist auch interessant, auch wenn ich sie nicht gestellt habe, habe ich wieder einmal etwas dazu gelernt (was mir in meinem "Weiterbildungskurs" nicht passiert ist - hehe, habe heute den letzten Abend geschwänzt!!!)
Grüsse
donna

Offline schneeflocke

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Re: Schreiben im Gefängnis
« Antwort #18 am: 30. März 2008, 11:37 »
uhhhhhh - tolles thema:

einer der berühmtesten serienmörder in österreich: johannes "jack" unterweger:

jack unterweger - der sohn einer wiener prostituierten - erschlug eine 18jährige deutsche mit einer stahlrute. das resultat: lebenslang..... im gefängnis fängt er an zu lesen und zu schreiben (angeblich hat er die hauptschule abgebrochen)... und so schreibt er seinen roman: "fegefeuer oder die reise ins zuchthaus".
das buch hat erfolg.... er hält lesungen.... wird begnadigt und ist ein positivbeispiel der resozialisierung. was damals niemand wusste ist, dass er monate später seinem drang - dem morden - wieder nach geht.......

Offline Tia

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Re: Schreiben im Gefängnis
« Antwort #19 am: 30. März 2008, 16:02 »
Hallo,

meiner erster Gedanke eben: Giacomo Casonova! Hm, stimmt aber, glaub ich, gar nicht  :breitgrins:. Aus irgendwelchen Gründen hat sich in meiner Erinnerung die Idee eingenistet, Casanova hätte unter anderem auch im Gefängnis geschrieben. Allerdings befürchte ich, dass es sich hierbei lediglich um ein Produkt meiner Fantasie handelt, ausgelöst vermutlich durch das schöne "Meine Flucht aus den Bleikammern von Venedig", in dem es dann zumindest ja doch auch um seine Gefangenschaft geht.

Tatsächlich im Gefängnis entstanden ist aber "Die Festung" von Henry Jeager. Leonora Christina Ulfeldt schrieb ebenfalls in Gefangenschaft. Aber Weltliteratur...?

Schöne Grüße
Tia

Offline finsbury

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Re: Schreiben im Gefängnis
« Antwort #20 am: 31. März 2008, 20:05 »
Hallo,

da Schneeflocke  :winken: den Thread wieder aufgewärmt hat, möchte ich noch zu der anfänglichen Diskussion um Wilde etwas hinzufügen: Der Brief, von dem sandhofer und Donna schreiben,ist ein wichtiges Dokument für die Wilde-Forschung, aber kaum Weltliteratur, auch wenn er einen hochtrabenden Titel trägt: De profundis.
In diesem Text mische Wilde - zum Teil wohl ungerechte - Vorwürfe gegen seinen Liebhaber Lord Alfred Douglas mit Entwürfen für sein zukünftiges Leben - so steht es in seiner Biografie, denn selber habe ich den  Brief noch  nicht gelesen.  Seine Erlebnisse hat er später auch in der "Ballade vom Zuchthaus in Reading" verarbeitet.
HG
finsbury
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Offline R2D2

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Re: Schreiben im Gefängnis
« Antwort #21 am: 2. April 2008, 21:57 »

Wobei Wilde m.W. im Gefängnis kein Werk mehr geschrieben hat, auf jeden Fall keinen "Klassiker der Weltliteratur" mehr ...

er hat den sehr, sehr langen Brief "De Profundis" im Knast geschrieben.

Offline Gronauer

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Re: Schreiben im Gefängnis
« Antwort #22 am: 3. April 2008, 08:19 »
Aber hallo,

die "120 Tage von Sodom" des Marquis de Sade wurden während dessen Haft in Vincennes und in der Bastille geschrieben. Ob das nun typische Gefängnisliteratur ist...?

Grüße,

Gronauer