Autor Thema: Gestern in der Oper  (Gelesen 19015 mal)

Offline xenophanes

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #15 am: 15. Oktober 2006, 12:57 »

donna

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #16 am: 16. Oktober 2006, 19:53 »
hallo Xenophanes,
habe heute die Eintrittskarten umgetauscht und die Frau hat gemeint: "Sagen Sie mir, was hier los ist, Sie sind heute schon die Vierte, die diese Vorstellung nicht sehen mag..."
Ich habe ihr geantwortet, dass wohl jeder Xenophanes kennt. :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:
sie hat mich nur komisch angeschaut und nix mehr gesagt. Ich sagte aber noch au revoir... :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:
Gruss
donna

Offline xenophanes

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #17 am: 17. Oktober 2006, 14:15 »
Ich habe ihr geantwortet, dass wohl jeder Xenophanes kennt. :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:
sie hat mich nur komisch angeschaut und nix mehr gesagt. Ich sagte aber noch au revoir... :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:

Hmm. Vielleicht unterschätze ich meinen Einfluss  :smile:


CK


donna

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #18 am: 20. Oktober 2006, 09:29 »
hallo,
habe zum Geburtstag die DVD-Aufnahme von den Salzburger Festspielen: La Traviata mit Netrebko geschenkt bekommen  :freu:
Hatte noch keine Zeit sie mir ganz anzuschauen und anzuhören...
War vielleicht jemand von euch live dabei ?
Ich habe mir einige Auszüge angehört und angesehen... denke, könnte mir ganz gut gefallen :zwinker:
liebe Grüsse
donna

Offline Hubert

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Vivaldis Motezuma
« Antwort #19 am: 9. Februar 2007, 00:10 »
Immer auf der Suche nach Aufführungen von Opern die nicht von Mozart, Wagner oder Verdi sind, habe ich jetzt eine tolle Barockoper erlebt. "Motezuma" von Vivaldi im Rokokotheater in Schwetzingen. Nicht nur tolle Ausstattung und Kostüme, sondern eine echte Entdeckung und ich frage mich wieder einmal, wieso immer die gleichen Opern gespielt werden wo es doch noch so viel zu entdecken gibt, allein Vivaldi hat über 50 Opern geschrieben.

Wer von euch hat überhaupt, von Händel einmal abgesehen, die Aufführung einer Barockoper gesehen?

Gruß

Hubert     

Offline xenophanes

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Re: Vivaldis Motezuma
« Antwort #20 am: 9. Februar 2007, 17:08 »
Wer von euch hat überhaupt, von Händel einmal abgesehen, die Aufführung einer Barockoper gesehen?
  

Monteverdis Poppea an den Salzburger Festspielen fällt mir spontan ein.

CK


Offline JMaria

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Re: Vivaldis Motezuma
« Antwort #21 am: 9. Februar 2007, 20:19 »
Wer von euch hat überhaupt, von Händel einmal abgesehen, die Aufführung einer Barockoper gesehen?

Gruß

Hubert     

Hallo Hubert,
nein, gesehen habe ich noch keine Aufführung einer Barockoper. Doch höre ich gerne  "L’Inimico delle Donne“ von Baldassare Galuppi. Ich habe mir die Liveaufnahme im Radio angehört: http://www.barocktage.at/medieninfo.asp (Stift Melk).

Ist "Faust" von Charles Gounod Barock?

Viele Grüße
Maria
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Offline Hubert

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Re: Vivaldis Motezuma
« Antwort #22 am: 13. Februar 2007, 01:57 »
Hallo Maria,
hallo xenophanes,

vielen Dank für die Antworten. Das ist ja mehr als ich erwartet habe - aber, alle genannten Aufführungen, sind Aufführungen im Rahmen von Festspielen (Barocktage Melk, Salzburger Festspiele oder Schwetzinger Winterfestival), anscheinend ist kein Opernhaus in der Lage, eine Barockoper in das laufende Programm aufzunehmen?   


Ist "Faust" von Charles Gounod Barock?

Leider nein. Das Ende der Barockmusik wird gewöhnlich mit dem Tod von J.S. Bach gleichgesetzt, also 1750. Gounod lebte von 1818 bis 1893, seine Oper Faust wurde 1859 in Paris uraufgeführt.

Viele Grüße

Hubert

Offline xenophanes

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Re: Vivaldis Motezuma
« Antwort #23 am: 13. Februar 2007, 08:12 »
Hallo!

vielen Dank für die Antworten. Das ist ja mehr als ich erwartet habe - aber, alle genannten Aufführungen, sind Aufführungen im Rahmen von Festspielen (Barocktage Melk, Salzburger Festspiele oder Schwetzinger Winterfestival), anscheinend ist kein Opernhaus in der Lage, eine Barockoper in das laufende Programm aufzunehmen?   

Die neue (dritte) Oper in Wien, das Theater an der Wien, will als Programmschwerpunkt Barockopern spielen. Mal sehen, ob sie das in die Tat umsetzen.

CK


Offline JMaria

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Re: Vivaldis Motezuma
« Antwort #24 am: 13. Februar 2007, 10:25 »
Hallo Maria,
hallo xenophanes,

vielen Dank für die Antworten. Das ist ja mehr als ich erwartet habe - aber, alle genannten Aufführungen, sind Aufführungen im Rahmen von Festspielen (Barocktage Melk, Salzburger Festspiele oder Schwetzinger Winterfestival), anscheinend ist kein Opernhaus in der Lage, eine Barockoper in das laufende Programm aufzunehmen?   


Ist "Faust" von Charles Gounod Barock?

Leider nein. Das Ende der Barockmusik wird gewöhnlich mit dem Tod von J.S. Bach gleichgesetzt, also 1750. Gounod lebte von 1818 bis 1893, seine Oper Faust wurde 1859 in Paris uraufgeführt.

Viele Grüße

Hubert

Hallo Hubert
hallo zusammen,

danke Hubert für den Hinweis zu "Faust".
Mich hat das Thema ebenso interessiert und ich habe eine Freundin in Zürich gefragt, wie es denn dort so mit Barockopern aussieht. Sie hatte den Eindruck, dass Barockopern hoch im Kurs stehen.

Letztes Jahr gab es "Orlando" in der männlichen Hauptrolle, Marijane Mijanovic, die auf Barockmusik spezialisiert ist. Meine Freundin war sehr begeistert. Das Bühnenbild hatte "Zauberberg"-Atmosphäre, denn es sah aus wie ein Sanatorium zu Beginn des 20. Jahrhundert. 

http://www.nzz.ch/2006/01/17/fe/articleDHSKC.html

und kürzlich  hatte "Semele" mit Cecilia Bartoli Premiere. Dafür hat sie leider keine Karten mehr bekommen.
Man könnte schon neidisch auf dieses Programm werden.

Wie du bemerkt haben wirst, sind das Opern von Händel. Vielleicht orientiert sich die Opernwelt ja doch mehr an Händel, als an Vivaldi. (Ich liebe seine Flötenkonzerte). Ich wußte nicht mal, dass Vivaldi Opern geschrieben hat.

Herzliche Grüße
Maria
 
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Offline Hubert

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Wiener Opernlandschaft
« Antwort #25 am: 14. Februar 2007, 14:34 »
Die neue (dritte) Oper in Wien, das Theater an der Wien, will als Programmschwerpunkt Barockopern spielen.

Hallo xenophanes,

das wäre ja mal ein Schritt in die richtige Richtung. Es fehlt dann nur noch ein (viertes) Opernhaus, das sich der zeitgenössischen Oper widmet. So weit ich mich an meine Wienbesuche erinnere, ist doch sowohl die Staatsoper als auch die Volksoper (hier zusätzlich Operette) hauptsächlich für Mozart, Wagner, Verdi zuständig?

Nein, im Ernst, ich beneide alle Wiener um das kulturelle Angebot.

Das Theater an der Wien, ist das Musicaltheater in dem mal Mozarts Zauberflöte die Uraufführung erlebte?, oder ein ganz neues Haus?

Grüße

Hubert   

Offline Hubert

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Händels Opern
« Antwort #26 am: 14. Februar 2007, 14:46 »
ich habe eine Freundin in Zürich gefragt, wie es denn dort so mit Barockopern aussieht. Sie hatte den Eindruck, dass Barockopern hoch im Kurs stehen.

Letztes Jahr gab es "Orlando" in der männlichen Hauptrolle, Marijane Mijanovic, die auf Barockmusik spezialisiert ist. Meine Freundin war sehr begeistert. Das Bühnenbild hatte "Zauberberg"-Atmosphäre, denn es sah aus wie ein Sanatorium zu Beginn des 20. Jahrhundert. 

http://www.nzz.ch/2006/01/17/fe/articleDHSKC.html

und kürzlich  hatte "Semele" mit Cecilia Bartoli Premiere. Dafür hat sie leider keine Karten mehr bekommen.
Man könnte schon neidisch auf dieses Programm werden.

Wie du bemerkt haben wirst, sind das Opern von Händel.

Hallo Maria,

ja auch die Züricher sind, wie die Wiener, um ihr Opernhaus zu beneiden. Händelopern kann man aber auch in Deutschland sehen. Vor allem bei den Händelfestivals in Göttingen (hier wird 2007 "Giulio Cesare in Egitto" gegeben),
http://www.haendel-festspiele.com/data/programm/index.php?IDD=34

Halle (2007: "Ariodante" und "Semele")
http://www.haendelfestspiele.halle.de/de/programm/

und Karlsruhe (leider diese Jahr keine Oper, obwohl ansonst gutes Programm).
http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm06_07/index.php?act=haendel_2007

Und bei den Festwochen für alte Musik in Innsbruck (auch immer eine Reise wert) gibt es 2007 "Acis e Galatea" von Händel sowie eine Oper von Telemann.
http://www.altemusik.at/deutsch/2007_oper.php

Liebe Grüße auch an Deine Freundin in Zürich

Hubert
« Letzte Änderung: 14. Februar 2007, 15:01 von Hubert »

Offline Hubert

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Vivaldis Werk
« Antwort #27 am: 14. Februar 2007, 15:13 »
Vivaldi. (Ich liebe seine Flötenkonzerte). Ich wußte nicht mal, dass Vivaldi Opern geschrieben hat.

Hallo Maria,

da kennst Du ja mehr von Vivaldi, als der Durchschnitt der Deutschen, die meinen Vivaldi hätte nur die "Vier Jahreszeiten" geschrieben. Tatsächlich war Vivaldi einer der produktivsten Komponisten aller Zeiten. Er soll über 40 Stücke für Chor und Orchester, 100 Werke nur für Orchester und 500 Konzerte für diverse Soloinstrumente und Orchester geschrieben haben. Zu letzteren gehören seine bekanntesten Werke, die als "Vier Jahreszeiten" bekannten Violinkonzerte und seine Flötenkonzerte, allen voran das Flötenkonzert in g-moll "La Notte"). Zu meinen persönlichen Lieblingen von Vivaldi gehören auch sein Hornkonzert in F-Dur, sein Trompetenkonzert in C-Dur und seine zwei Mandolinenkonzerte in C-Dur bzw. G-Dur.

Ja und dann soll er auch noch fast 100 Opern geschrieben haben, von denen heute immerhin noch 50 vorliegen. "Motezuma" wurde ja erst vor kurzem per Zufall wiederentdeckt.

Liebe Grüße

Hubert

Offline xenophanes

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Re: Wiener Opernlandschaft
« Antwort #28 am: 14. Februar 2007, 16:55 »
Hallo Hubert!

Es fehlt dann nur noch ein (viertes) Opernhaus, das sich der zeitgenössischen Oper widmet. So weit ich mich an meine Wienbesuche erinnere, ist doch sowohl die Staatsoper als auch die Volksoper (hier zusätzlich Operette) hauptsächlich für Mozart, Wagner, Verdi zuständig?
Nein, im Ernst, ich beneide alle Wiener um das kulturelle Angebot.

Es gibt in Wien schon einiges zur zeitgenössischen Oper, allerdings kein fixes Haus im Moment. Das wird sein Jahren diskutiert.

Die http://www.neueoperwien.at/ macht immer ganz gute Sachen und das sind die einzigen.

Die Wiener Staatsoper konzentriert sich in der Tat auf das klassische Repertoire, und streut ab und zu "Exotisches" ein. Zeitgenössisches ist im Programm aber nicht übertrieben viel. Die Volksoper konzentriert sich auf die leichtere Muße und kann man meist vergessen.

Ich bin 2000 wegen des kulturellen Angebots nach Wien gezogen und kann das allen zur Nachahmung empfehlen  :breitgrins:

CK


Offline JMaria

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Re: Vivaldis Werk
« Antwort #29 am: 17. Februar 2007, 15:52 »
Tatsächlich war Vivaldi einer der produktivsten Komponisten aller Zeiten. Er soll über 40 Stücke für Chor und Orchester, 100 Werke nur für Orchester und 500 Konzerte für diverse Soloinstrumente und Orchester geschrieben haben. Zu letzteren gehören seine bekanntesten Werke, die als "Vier Jahreszeiten" bekannten Violinkonzerte und seine Flötenkonzerte, allen voran das Flötenkonzert in g-moll "La Notte"). Zu meinen persönlichen Lieblingen von Vivaldi gehören auch sein Hornkonzert in F-Dur, sein Trompetenkonzert in C-Dur und seine zwei Mandolinenkonzerte in C-Dur bzw. G-Dur.

Ja und dann soll er auch noch fast 100 Opern geschrieben haben, von denen heute immerhin noch 50 vorliegen. "Motezuma" wurde ja erst vor kurzem per Zufall wiederentdeckt.

Liebe Grüße

Hubert

Hallo Hubert,
ich werde nach weiteren Werke von Vivaldi Ausschau halten. "La Notte" ist wirklich sehr schön. Ebenso gefällt mir das Flötenkonzert in f-dur "La Tempesta di Mare" oder auch "La Gardellino" in d-dur u.a.

neuentdeckt habe ich Tomaso Albinoni, Baldassarre Galuppi, Giuseppe Tartini. Zwar erst wenige Concertos, doch ich bin weiter auf der Suche :)

bis dann
Maria
« Letzte Änderung: 17. Februar 2007, 16:03 von JMaria »
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