Autor Thema: Gestern in der Oper  (Gelesen 19016 mal)

Offline xenophanes

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Morgen in der Oper
« Antwort #30 am: 19. Februar 2007, 10:34 »
Hallo!

Ich hätte reisebedingt eine Parsifal-Karte für die Wiener Staatsoper abzugeben: 8. April

Link zu dieser Aufführung:

http://www.wiener-staatsoper.at/Content.Node2/home/spielplan/spielplan_detail_werkbeschreibung.php?eventid=333411

Hat jemand Interesse?


CK


Offline chrischtian

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #31 am: 2. Februar 2008, 02:31 »
Ich war bis jetzt noch in keiner Oper, interessiere mich aber sehr dafür. Deswegen will ich mit ein paar Freunden sobald wie möglich eine Oper anschauen. Wir wollten ins Nationaltheater in München gehen, wissen aber noch nicht so recht was wir denn anschauen sollen.
Könnt ihr mir eine gute Oper als Einsteiger empfehlen, die nicht zu schwierig für den Anfang ist. Danke.
  :klatschen:
Alfred Döblin - Berlin Alexanderplatz

Offline Sir Thomas

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #32 am: 2. Februar 2008, 08:31 »
Könnt ihr mir eine gute Oper als Einsteiger empfehlen, die nicht zu schwierig für den Anfang ist.

Hallo chrischtian,

hier drei Opern, die sich meiner Meinung nach besonders zum Einstieg eignen:

Verdi- La Traviata
Bizet - Carmen
Mozart - Die Entführung aus dem Serail.

Mit Strauß- und vor allem mit Wagner-Opern solltest Du etwas warten. Sie sind eher ungeeignet für den Neuling.

Viele Grüße

Sir Thomas

Offline Steffi

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #33 am: 2. Februar 2008, 17:54 »
Hallo !

Mit Mozart kann man als Anfänger nichts falsch machen, die Musik ist doch sehr eingänglich.
Empfehlen würde ich auch noch Madama Butterfly von Puccini, allerdings habe ich die Inszenierung in Stuttgart gesehen, die mir sehr gefallen hat.

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline xenophanes

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #34 am: 2. Februar 2008, 20:26 »
Könnt ihr mir eine gute Oper als Einsteiger empfehlen, die nicht zu schwierig für den Anfang ist. Danke.[/size][/color][/font]  :klatschen:

DIE klassische Einstiegsoper ist Mozarts "Die Zauberflöte". Zusätzlich zu den genannten ist sicher auch Beethovens "Fidelio" geeignet.

CK

Offline Sir Thomas

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #35 am: 4. Februar 2008, 09:15 »
Noch ein kleiner Hinweis für den Opernnovizen: Ohne Opernführer geht es nicht. Ich greife gern auf den preiswerten Führer von Reclam zurück. Dort sind alle Werke aufgelistet, die auf den Bühnen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz mehr oder weniger regelmässig gespielt werden.

Es grüßt

Sir Thomas

Offline schokotimmi

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #36 am: 14. April 2008, 19:54 »
Hallo,

nach dem ich seit Jahren mal wieder in der Oper war und es mir wirklich Spaß gemacht hat, würde ich gern etwas öfter gehen.
Ich habe Ostern in Leipzig die Operette "Die lustige Witwe" gesehen und muss sagen, trotz "modernem" Touch im Bühnenbild fand ich es sehr gelungen.

Leider bin ich bei Opern ja ein totaler Laie und trage mich nun mit dem Gedanken an einen Opernführer. Reclam wurde ja schon erwähnt, wie steht ihr zu Harenberg - der soll ja sehr ausführlich sein. Kennt ihr vllt. beide und könnt mir etwas empfehlen?

Danke und Grüße
schokotimmi

Offline ikarus

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Re: Gestern in der Oper
« Antwort #37 am: 22. November 2009, 18:25 »
Hallo zusammen

Gestern besuchte ich eine Vorstellung von Verdis "Maskenball" am Mainfrankentheater in Würzburg. Und um es gleich vorweg zu nehmen, es war ein ziemlicher Reinfall.  :sauer:
Das Bühnenbild bestand aus zwei bühnenhohen, in der Mitte der Drehbühne sich kreuzenden, weißbespannten Gängen welche die Drehbühne in vier durch Türen verbundene Segmente teilten. Und von dieser Drehbühne wurde während des Spiels ausgiebigst Gebrauch gemacht, was zur Folge hatte, daß auch die Sänger ständig in Bewegung waren und dadurch eine große Unruhe erzeugt wurde.
Ein leidiges Thema sind für mich stets die mittlerweile üblichen deutschen Übertitelungen, welche oftmals geradezu sinnentstellend das Geschehen auf der Bühne zu erklären versuchen. So auch hier. Beispielsweise die Szene, als der oberste Richter die "Zauberin" Ulrica des Landes verweisen will, wird in der Übertitelung als Grund dafür angegeben "weil sie niederen Standes ist"; im Libretto dagegen heißt es sehr viel drastischer "weil sie aus dem schmutzigen Blut der Neger" stamme. Oder als des Königs Geliebte Amelia sich von Ulrica Rat holen will, singt sie laut Übertitelung lapidar "Ich habe Liebeskummer", was ja alles Mögliche bedeuten kann. Im Libretto steht dagegen sehr genau (sinngemäß aus dem Italienischen): "geheime Liebe quält mein Herz". Solche Schludrigkeiten finde ich immer sehr ärgerlich.
Nach dem Budenzauber mit dieser Magierin und damit am Ende des 1. Akts wäre ich jedenfalls schon reif für die Pause gewesen. Aber nichts da. Mit Karacho gings in den 2. Akt, welcher vollends zum bühnenbildnerischen Desaster geriet. Die Szene spielt um Mitternacht(!) in einsamer Gegend auf dem Galgenberg, wo die liebeskranke Amelia ein bestimmtes Kraut sammeln soll. Und wie sieht das Bühnenbild aus? Taghell erleuchtet und ein Doppelbett mit Kissen und Überwurf unter den baumelnden Gehängten. :grmpf: Keine Ahnung, was das sollte :rollen:
Zu Beginn des dritten Akts stand die Drehbühne dann endlich einmal still und sofort gewann das Spiel unglaublich an Intensität, und man bekam einen Eindruck davon, wie spannend dieser Opernabend hätte sein können. Leider wurde die Bühne aber dann doch wieder in Bewegung gesetzt.  :rollen:
Es war aber nicht alles schlecht  :smile: Die Sänger waren durch die Bank hervorragend, jedoch war das absolute Highlight das Philharmonische Orchester Würzburg. Jonathan Seers dirigierte stets sehr genau und aufmerksam.Die Abstimmung mit den Sängern war perfekt. Lediglich im dritten Akt dominierte manchmal das Blech etwas zu stark, was jedoch angesichts des dramatischen Geschehens auf der Bühne nicht allzusehr störte. Schade, daß dieser Dirigent Würzburg zum Ende der Saison schon wieder verlassen wird.
Somit ein eher enttäuschender, mitunter ärgerlicher Opernabend, aber wenn man die Augen zumachte ein Genuß  :smile:

Viele Grüße
ikarus





« Letzte Änderung: 22. November 2009, 18:29 von ikarus »
"Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand" (Erasmus von Rotterdam)

Offline Sir Thomas

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Antw:Gestern in der Oper
« Antwort #38 am: 14. Februar 2011, 09:22 »
Moderne Operninszenierungen sind manchmal hart an der Grenze dessen angesiedelt, was ich als originell oder geschmackvoll empfinde. Die jetzt letzmalig in Dortmund gespielte Gluck-Oper „Orpheus“ ließ diesbezüglich Schlimmes ahnen. Schon allein die Verkürzung des Originaltitels (Orpheus ed Eurydike) klang wie eine unausgesprochene Drohung und nach Solisten, die auf Leitern, Baugerüsten oder Ähnlichem herumturnen müssen. 

Ich war deshalb positiv überrascht, wie frisch und schnörkellos die Inszenierung des Spiels an der Grenze zwischen Leben und Tod angegangen wurde. Im Mittelpunkt der Bühne stand der Chor, die Solisten kreisten auf einer leicht erhöhten elliptischen Bahn um das Chorgeschehen und schlugen sich sehr tapfer. Orpheus und Eurydike entsprachen den Erwartungen, die Interpretation Amors hingegen war eine Überraschung: Mal als strenger Hohepriester, dann als seltsames Vogelwesen gekleidet, hatte sein Spiel etwas Dämonisches und Beunruhigendes. Die wenigen Auftritte, die Gluck ihm zusprach, hat der Dortmunder Amor jedenfalls optimal genutzt.

So macht Oper Spaß!

Eine schöne Woche wünscht

Tom

Offline Hubert

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Antw:Gestern in der Oper
« Antwort #39 am: 16. Februar 2011, 01:24 »
So macht Oper Spaß!

Hallo Tom,

danke, dass Du uns von Deinem Dortmunder Opernevent berichtet hast. Manchmal habe ich den Eindruck, dass das Ruhrgebiet, was die Dichte der Theater und Opernhäuser betrifft, Berlin oder Wien in nichts nachsteht. Kann das sein? Mein nächstes Theatererlebnis im Ruhrgebiet ist voraussichtlich im Schauspiel Bochum.

LG

Hubert 
« Letzte Änderung: 16. Februar 2011, 01:38 von Hubert »

Offline Sir Thomas

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Antw:Gestern in der Oper
« Antwort #40 am: 16. Februar 2011, 08:22 »
Manchmal habe ich den Eindruck, dass das Ruhrgebiet, was die Dichte der Theater und Opernhäuser betrifft, Berlin oder Wien in nichts nachsteht. Kann das sein?

Schon möglich, Hubert. Aber wir wollen bescheiden bleiben und daran erinnern, dass "Dichte" nicht alles ist und dass man Qualität oft mühsam suchen muss in dem Fünf-Millionen-Moloch zwischen Hamm und Duisburg.

LG

Tom 

Offline xenophanes

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Antw:Gestern in der Oper
« Antwort #41 am: 18. Februar 2011, 16:18 »
danke, dass Du uns von Deinem Dortmunder Opernevent berichtet hast. Manchmal habe ich den Eindruck, dass das Ruhrgebiet, was die Dichte der Theater und Opernhäuser betrifft, Berlin oder Wien in nichts nachsteht. Kann das sein? Mein nächstes Theatererlebnis im Ruhrgebiet ist voraussichtlich im Schauspiel Bochum.

Also in Wien gibt es drei Opernhäuser und eine freie Szene  :breitgrins:

Offline Hubert

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Opernszene Wien gegen Opernszene Ruhr
« Antwort #42 am: 19. Februar 2011, 01:34 »
Hi xeno,

liest Du hier nur punktuell mit? Sonst hättest Du ja wohl

„Also in Wien gibt es leider nur drei Opernhäuser“   :sauer: posten müssen und nicht

Also in Wien gibt es drei Opernhäuser und eine freie Szene  :breitgrins:

Guckst Du hier:

http://www.klassikerforum.de/index.php/topic,4337.0.html

Da habe ich schon fünf Opernhäuser im Ruhrgebiet aufgezählt und ich kenne das Ruhrgebiet möglicherweise noch weniger als Wien und dass die freie Szene dort größer ist als in Wien, davon kannst Du allemal ausgehen.

Aber Du kannst gerne die Wiener Opernhäuser hier vorstellen und versuchen, uns darzulegen, warum die Wiener Opernszene auch mit nur drei Opernhäuser die beste der Welt ist. Um allerdings mit einem Titel „Oper des Jahres im deutschsprachigen Raum“(Aalto 2008)  aufzuwarten musst Du vermutlich schon die ganzen österreichischen Opernhäuser aufzählen, imo hat diesen Titel als bisher einziges österreichisches Opernhaus Graz geschafft.     


Offline xenophanes

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Antw:Opernszene Wien gegen Opernszene Ruhr
« Antwort #43 am: 19. Februar 2011, 13:58 »
Aber Du kannst gerne die Wiener Opernhäuser hier vorstellen und versuchen, uns darzulegen, warum die Wiener Opernszene auch mit nur drei Opernhäuser die beste der Welt ist.

Wieso sollte ich? Jeder der etwas von Oper versteht, weiß dass die Wiener Staatsoper musikalisch eines der besten Opernhäuser ist, was an den dort spielenden Wiener Philharmoniker und dem erstklassigen Ensemble liegt.


Offline Hubert

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Antw:Opernszene Wien gegen Opernszene Ruhr
« Antwort #44 am: 19. Februar 2011, 15:10 »
Aber Du kannst gerne die Wiener Opernhäuser hier vorstellen und versuchen, uns darzulegen, warum die Wiener Opernszene auch mit nur drei Opernhäuser die beste der Welt ist.

Wieso sollte ich? Jeder der etwas von Oper versteht, weiß dass die Wiener Staatsoper musikalisch eines der besten Opernhäuser ist, was an den dort spielenden Wiener Philharmoniker und dem erstklassigen Ensemble liegt.

Ich bezweifle nicht, dass das Wiener Opernensemble erstklassig ist und über die Wiener Philharmoniker brauchen wir beide sicher nicht zu diskutieren. Es gibt aber auch andere Superlative der Wiener Staatsoper: unfreundlichstes Kassenpersonal, arroganteste Platzanweiser usw.

Warum solltest Du:

1.   Wie du weißt, ist das hier eigentlich ein Literaturforum und viele Mitglieder sind nur an Literatur oder sogar nur am Lesen interessiert – verständlich! Also warum nicht diese Mitglieder, die möglicherweise nicht alle so viel von Oper verstehen, wie Du,  auch auf andere Kultursparten aufmerksam machen oder sogar: - sie dafür begeistern
2.   Warum nicht mal für Deine Region? – Wien - Werbung machen, wenn Du von der Qualität der Wiener Opernszene überzeugt bist. Ich habe ja auch für das Ruhrgebiet, Werbung gemacht, obwohl das nicht meine Region ist, aber ich finde das Ruhrgebiet ist besser als sein Ruf und hat kulturell viel zu bieten.
3.   Warum nicht dem Klassikerforum mal was zurück geben für die Werbung die Du hier für Deinen Blog machst? 
4.   Du warst einer der, die sich heftig für eine Erweiterung dieses Literaturboards um weitere Foren eingesetzt haben. Wenn diese Foren aber nicht mit Leben gefüllt werden, schaden sie imo dem ganzen Board.