Autor Thema: Statistik Leseerfahrung  (Gelesen 8378 mal)

Offline xenophanes

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #30 am: 11. Dezember 2006, 12:48 »
Mit Hörbüchern habe ich meine Schwierigkeiten, was die Konzentrationsfähigkeit betrifft und mit dem Knopf im Ohr werde ich bestimmt keine Spaziergänge unternehmen.

Eine sehr fundamentalistische Einstellung  :zwinker:

Ich höre bei Spaziergängen aber auch nicht immer: Hängt sehr von der Art des Spaziergangs ab. Am meisten höre ich bei "erzwungen" Wegen ...

CK


Offline Jaqui

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #31 am: 11. Dezember 2006, 12:49 »
Lass dir mal von Jim Dale Harry Potter im Original vorlesen. Da hab ich mal einen Ausschnitt gehört. Exzellent. Das würde ich mir wohl mal anhören, aber das ist mir zu teuer.

Das ist auch so ein Problem. Das die Hörbücher so teuer sind.


@Leibgeber:  :breitgrins: Nein, nein, da wird es ja ständig dunkel, wenn man oben rum fährt.  :breitgrins: Außerdem kenne ich außer auf der Uni keinen einzigen.

Katrin

Offline sandhofer

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #32 am: 11. Dezember 2006, 12:59 »
Hallo zusammen!

@Sandhofer:

So ich es so verstehen ,dass die 3 Wochen für den Stifter-Roman zu lang sind ?

Nicht unbedingt. Aber generell habe ich den Eindruck, dass Arno Schmidt eine sehr langsame und intensive Lektüre meint. Wie überhaupt seine Statements zu irgendeinem Thema immer cum grano salis zu verstehen sind. Und es auch mir nie klar ist, wo er es nun ernst meinen könnte, und wo er seine Leser mehr oder weniger auf die Schippe nimmt.

OT, @giesbert: Witiko ist ja nicht gerade mein Liebling und ich bin zweimal daran gescheitert bis ich ihn nach nahezu einem halben Jahrhundert dann lesen konnte ... aber: "grauenhaft" halte ich doch für übertrieben. Aber selbstverständlich keine Lektüre, die ein Arbeiter dem andern empfiehlt. Obwohl ... man soll den Arbeiter nicht unterschätzen. (Und den Germanisten nicht über...  :zwinker: ).

Anderes OT: Nein, Hörbücher benütze ich nicht. Ich hänge - ohne Buddhist zu sein - der Meinung an, dass ich, wenn ich gehe, gehe und nicht etwas zuhöre, das mit der Umgebung und dem Gehen in keinem Zusammenhang steht. Und wenn ich S-Bahn fahre, fahre ich S-Bahn. Ohne Knopf im Ohr. (Und sei es nur deswegen, weil ich hören will, was hinter mir geht, steht, schleicht ... Dumme Angewohnheit ... in einem Dritt-Welt-Land erworben ... in einem Erst-Welt-Land als ebenso nützlich befunden ... )

Grüsse

Sandhofer

Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Zola

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #33 am: 11. Dezember 2006, 13:10 »
Soweit ich mich erinnere, soll Arnon Schmidt einmal gesagt haben, dass man in einem Leben ca. 3000 Bücher mit Gewinn lesen kann und dafür ca. 50 Jahre braucht. Die Auswertung meiner Leseerfahrung in den letzten 7 Jahren ergibt folgendes Bild (berücksichtigt sind die vollständig gelesenen Bücher, die abgebrochenen sind vernachlässigbar wenig):
Das sind natürlich alles abgerundete Mittelwerte:

33   Bücher / Jahr
373 Seiten / Buch
33   Seiten / Tag

Schon damit würden sich ca. 90 Jahre Durchschnittslesen ergeben um dem Schmidtschen Anspruch gerecht zu werden und dabei muss ich zugeben, dass ich mich an einige Bücher überhaupt nicht mehr erinnere, wenn ich meine Karteikarten der letzten Jahre durchsehe.

Einschätzungen und Erfahrungen von Euch interessieren mich !


Hallo,

auf 30 Seiten/Tag komme ich wohl auch, aber die meisten Bücher, die ich lese sind dicker  :breitgrins:

Manchmal frage ich mich auch, was die viele  Leserei effektiv bringt. Gerade stehe ich kurz vor Abschluß eines Erzählbands mit knapp 900 Seiten, den ich mit Unterbrechungen über das ganze Jahr las und ich kann mich kaum noch an die ersten Erzählungen dieses Buches erinnern...

Als Jugendlicher habe ich beim Lesen immer Musik gehört, das mache ich schon lang nicht mehr, trotzdem bleibt trotz bester Konzentrationsbemühungen oft viel weniger hängen als gewünscht.

Viele Grüße,
Zola

Offline xenophanes

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #34 am: 11. Dezember 2006, 16:06 »
Anderes OT: Nein, Hörbücher benütze ich nicht. Ich hänge - ohne Buddhist zu sein - der Meinung an, dass ich, wenn ich gehe, gehe und nicht etwas zuhöre, das mit der Umgebung und dem Gehen in keinem Zusammenhang steht. Und wenn ich S-Bahn fahre, fahre ich S-Bahn. Ohne Knopf im Ohr. (Und sei es nur deswegen, weil ich hören will, was hinter mir geht, steht, schleicht ... Dumme Angewohnheit ... in einem Dritt-Welt-Land erworben ... in einem Erst-Welt-Land als ebenso nützlich befunden ... )

Natürlich mache auch ich gerne urbane Erkundungen ohne Hörbuch im Ohr. Bei meiner täglichen Pendelei, die seit Jahren immer dieselbe ist, spüre ich aber keinerlei Verlust / Einschränkung durch ein Hörbuch. In Summe komme ich auf mindestens 400h Hörbücher pro Jahr ohne das mir diese Zeit irgendwie fehlt.

Ich höre ja vor allem Vorlesungen der Teaching Company, kürzlich 18h über "Rome and the Barbarians", im Moment 18h über die Geschichte Afrikas. Das gibt doch eine Menge Wissensmehrwert im Laufe der Monate auf den ich jetzt nicht mehr freiwillig verzichten würde.

CK

Bloom

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #35 am: 11. Dezember 2006, 17:21 »

[/quote]
Das gibt doch eine Menge Wissensmehrwert im Laufe der Monate auf den ich jetzt nicht mehr freiwillig verzichten würde.

CK

[/quote]

Ein gutes Argument gegen das Autofahren, oder : Stadtluft macht klüger   ;-)

Vielleicht bekomme ich ja Mal eine U-Bahn in meinen kleinen Ort gebaut, bevor ich in Rente gehe ;-)

Offline xenophanes

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #36 am: 11. Dezember 2006, 18:37 »
Ein gutes Argument gegen das Autofahren, oder : Stadtluft macht klüger   ;-)

Auto hatte ich noch nie ein eigenes  :smile:

CK


Offline Leibgeber

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #37 am: 11. Dezember 2006, 21:55 »
@Leibgeber:  :breitgrins: Nein, nein, da wird es ja ständig dunkel, wenn man oben rum fährt.  :breitgrins:

Verwende einen Grubenhelm mit Stirnlampe. Ist auch nützlich, falls es obenrum zu niedrig ist.  :breitgrins:

Zitat
Außerdem kenne ich außer auf der Uni keinen einzigen.

Was ist denn das für eine Uni, wo es noch einen Paternoster gibt ... ?

Es gibt wohl nicht mehr viele. Soweit ich weiß, dürfen die nicht mehr gebaut werden.
Und bestehende bleiben wohl nur erhalten, wenn das Gebäude - und der Paternoster, wohlgemerkt - denkmalgeschützt ist.

Eine interessante Reflexion über Paternoster - über den unglaublichen Kick nämlich, den das Oben- und Untenrumfahren beschert - findet sich übrigens in Heinrich Bölls Erzählung "Doktor Murkes gesammeltes Schweigen". Was der dort beschriebene, der im alten Kölner WDR-Funkhaus nämlich, für ihn sonst noch so symbolisierte, weiß ich nicht.  :wink: 

Können wir mal einen Thread machen, in dem wir literarische Belegstellen zu Paternostern sammeln?
Ich finde die Dinger sehr interessant, aber in der Ecke Literatur, die ich bevorzuge, spielen sie nicht so die Rolle.
Was wohl wäre Jean Paul zu Paternostern eingefallen ... oder erst Edgar Allan Poe ...
Ich vergesse das meiste, was ich gelesen habe, so wie das, was ich gegessen habe; ich weiß aber soviel, beides trägt nichtsdestoweniger zu Erhaltung meines Geistes und meines Leibes bei.
(G. C. Lichtenberg)

Offline Leibgeber

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #38 am: 11. Dezember 2006, 21:57 »
Manchmal frage ich mich auch, was die viele  Leserei effektiv bringt. Gerade stehe ich kurz vor Abschluß eines Erzählbands mit knapp 900 Seiten, den ich mit Unterbrechungen über das ganze Jahr las und ich kann mich kaum noch an die ersten Erzählungen dieses Buches erinnern...

Als Jugendlicher habe ich beim Lesen immer Musik gehört, das mache ich schon lang nicht mehr, trotzdem bleibt trotz bester Konzentrationsbemühungen oft viel weniger hängen als gewünscht.

Gibt es irgendwelche Mitmenschen hier, denen das NICHT so geht?
Lies mal mein derzeitiges Motto. Wenn es sogar DEM so ging ... :wink:
Ich vergesse das meiste, was ich gelesen habe, so wie das, was ich gegessen habe; ich weiß aber soviel, beides trägt nichtsdestoweniger zu Erhaltung meines Geistes und meines Leibes bei.
(G. C. Lichtenberg)

Offline alpha

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #39 am: 11. Dezember 2006, 22:12 »
Als Jugendlicher habe ich beim Lesen immer Musik gehört,

Solange man nur gleichgültiges Zeug liest, spricht auch nichts dagegen, daneben Musik zu hören... - Habe das längst aufgehört, nur noch für Fachliteratur greife ich hin und wieder auf die Kombination Lesen/Musik/(Denken?) zurück...


Grüsse
alpha
Genug. Will sagen: zuviel und zu wenig. Entschuldigen Sie das Zuviel und nehmen Sie vorlieb mit dem zu wenig!

Thomas Mann

Offline Jaqui

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Re: Statistik Leseerfahrung
« Antwort #40 am: 11. Dezember 2006, 22:24 »
Was ist denn das für eine Uni, wo es noch einen Paternoster gibt ... ?

Ja, einen Grubenhelm bräuchte ich definitv dafür.  :breitgrins:

Es ist das neue Institutsgebäude, das NIG in Wien. Es hat sieben Stockwerke und bis zum sechsten geht der Paternoster, den letzten Stock, die Mensa, erklimmt man nur zu Fuß. Na ja, vor dem Essen sollte man sich eh ein wenig bewegen.  :breitgrins:

Katrin