Hallo zusammen,
ich habe jetzt auch das fünfte Buch fertiggelesen (mit dem ersten Buch hatte ich am 9.Mai letzten Jahres angefangen). Es war zwar weitgehend sehr interessant und kurzweilig, brachte aber stilistisch oder inhaltlich nichts Neues. Im Nachwort meiner Ausgabe steht, dass das fünfte Buch vermutlich gar nicht von Rabelais selbst geschrieben wurde, sondern vom Verleger aus Skizzen oder einzelnen Kapiteln, die Rabelais bereits fertiggestellt hatte, zusammengestellt und fertiggeschrieben wurde. Große Veränderungen im Geschichtsablauf, die zu interessanten Wendungen der Handlung hätten führen können, wie der Tod eines Protagonisten oder die Hochzeit von Panurge oder Pantagruel oder eine Reise zum Mond oder in die Unterwelt fanden nicht statt, stattdessen ging die Seereise zu abenteuerlichen Inseln, von der auch schon das vierte Buch handelte, in derselben Form weiter. Ein letzter Höhepunkt war aus meiner Sicht noch die Beschreibung der Eroberung Indiens durch Bacchus. Das Zusammentreffen mit dem Orakel der Flasche, immerhin Ziel der sich über zwei Bücher erstreckenden Reise, fand ich nicht besonders herausragend.
(Nach Lektüre des fünften Buchs, vor allem der Episode mit dem Orakel der Flasche, bekam ich den Eindruck, dass Douglas Adams' "Per Anhalter durch die Galaxis", das ich vor einigen Jahren mehrfach gelesen hatte, teilweise an "Garagantua und Pantagruel" angelehnt sein könnte.)
Viele Grüße,
Zola