Ich muss zugeben, dass ich durch die Uni mit
Berlin Alexanderplatz in Berührung gekommen bin, es aber schon auf den ersten paar Seiten relativ furchtbar fand. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass ich auf die Geschichte von Franz Biberkopf nicht mit zitternden Händen und freudentränennassen Augen gewartet habe, sprich, sie hat mich herzlich wenig interessiert. Auch
Wallenstein ist nicht gerade der Stoff, aus dem meine Träume gemacht sind.
Im Moment habe ich aber
Berge, Meere und Giganten begonnen, was mein Döblinbild bis jetzt doch radikal verändert hat. Ich bin zwar erst auf Seite 30 des 800-Seiten-Wälzers (ca. 200 Seiten davon sind allerdings Anmerkungen und Kommentar), aber die Sprache ist unglaublich schön und auch der Inhalt ist endlich über die Historie und das großstädtische Einzelschicksal (entschuldige, Franz B.) hinausgekommen. Wie gesagt, bis jetzt liest es sich sehr, sehr gut, richtig monumental. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

