Hallo,
ich höre eigentlich relativ selten Hörbücher, aber ich liebe gut rezitierte Gedichte. Im Moment höre ich gerade (mal wieder) "Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund"


Klaus Kinski ließt Villon, Goethe, Schiller und Wilde. Ich finde Kinski immer wieder toll und höre ihn mir sehr gerne an. "...mich hat das Elend so gepackt, dass mir was Nasses in die Augen kam..." - herrlich! Ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendein anderer Mensch so gut, gewaltig und überzeugend rezitieren könnte. Ich mag Kinskis Interpretationen allgemein sehr gern. "Die Bürgschaft" finde ich z.B. toll, das ist so dramatisch, atemlos, fast gehetzt. Ich fiebere jedes Mal aufs Neue mit, ob er es denn wohl noch rechtzeitig schaffen wird

(z.B. auf "Kinski spricht Schiller"). Bisher war ich bei Kinskis Interpretationen einzig von Villons "verehrt und angespien" (Die Ballade von den Vogelfreien) enttäuscht (zu finden z.B. auf "Kinski spricht Villon"). Da hätte ich mir die Umsetzung ganz anders vorgestellt und gewünscht.
Nachher will ich "Leonce und Lena" von Herbert Grönemeyer weiterhören:


Das ist so eine Art Mischung aus Hörspiel, Theaterstück und Musik und erinnert sehr an ein Musical. Es ist schon schön, nur hatte ich etwas anderes erwartet und muss mich wohl erst noch ein bisschen daran gewöhnen.
Schöne Grüße
Tia