Da ich zu Musik nicht joggen kann und das Geräusch fließenden Schweißes nun so irre unterhaltsam auch nicht ist, habe ich mir das Hörbuchhören angewöhnt.
Bis gestern: Anton Reiser von K. Ph. Moritz, diskret gekürzt, hervorragend gelesen und so spannend, dass ich mitunter sogar noch ne Extrarunde joggte, um nicht mitten in einem Kapitel aufhören zu müssen. Ich bin immer noch ganz begeistert!
Derzeit: Herzzeit. Briefwechsel Bachmann-Celan. Zum Großteil Beziehungsdiskussionen, die Außenstehende eigentlich nicht viel angehen. Dort, wo es um Publikationsvorhaben, Autorenklatsch und Lesungen geht, bekommt man aber einen ganz interessanten Einblick in die Literaturszene der fünfziger Jahre. Ein besonderes Gimmick ist ein Nachwort zu den Plagiatsvorwürfen, die Claire Goll gegen Celan erhoben hatte (sie hatte Celan - vermutlich zu Unrecht - beschuldigt, Gedichte ihres sterbenden Mannes gestohlen zu haben). Leider werden die Celanschen Briefe von einer ziemlich nöligen Tenorstimme gelesen, die Bachmann-Stimme (Johanna Wokalek) ist aber sehr gut und angenehm.
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Editiert wegen Schusselfehlern.