Autor Thema: amerikanische Literatur  (Gelesen 16268 mal)

Offline Sir Thomas

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Re: amerikanische Literatur
« Antwort #60 am: 7. Mai 2009, 12:11 »
"Der Marsch" von E.L. Doctorow

Stimmt! Davon habe ich gehört - vielen Dank für diese Erinnerung! Die Rezension der SZ und die Leseprobe des Verlags klingen vielversprechend.

Viele Grüße

Tom

Freund Hermann

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Re: amerikanische Literatur
« Antwort #61 am: 15. Februar 2010, 16:02 »
Hallo,

da ich gerade Empörung von Philip Roth zu Ende gelesen habe, krame ich einmal den Ordner zu amerikanischen Autoren hervor. Philip Roth gehört nach diesem Buch natürlich weiterhin zu meinen Favoriten. Auch Salingers Der Fänger im Roggen und natürlich auch Der menschliche Makel konnten mich begeistern.

mfG
F. Hermann

Offline Gronauer

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Antw:amerikanische Literatur
« Antwort #62 am: 20. Mai 2011, 12:46 »
"Amerikanische Literatur" ohne eine einzige Erwähnung von J.F. Cooper und Nathaniel Hawthorne, was für eine Leistung!  :breitgrins:

Mit Hawthorne habe ich mich im Laufe der beiden vergangenen Jahre angefreundet. "Der scharlachrote Buchstabe" und "Das Haus mit den sieben Giebeln" sind wirklich sehr gut. Das Etikett "schwarze Romantik" mag für einige frühe Erzählungen berechtigt sein (z.B. "Rappacini's Daughter"), in den Romanen weht aber ein ganz anderer, skeptischer Wind.


Offline JMaria

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Antw:amerikanische Literatur
« Antwort #63 am: 11. November 2011, 12:08 »
Hallo zusammen,

ich bin ganz begeistert vom Roman "Ragtime" von E.L. Doctorow ! Wie er anschaulich das New York der Jahrhundertwende (20. Jht) auferstehen lässt, ist grandios. Es werden weitere Romane von ihm sicherlich folgen.




Gruß,
Maria
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Offline finsbury

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Antw:amerikanische Literatur
« Antwort #64 am: 12. November 2011, 11:34 »
Hallo Maria,

"Ragtime" ist einer der Romane, den ich mal (1995) gelesen und sofort wieder vergessen habe. Ich habe weder etwas vom Inhalt noch von der Stimmung behalten. Könnte auch nicht sagen, warum das so ist.
Komisch ... .

finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)

Offline JMaria

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Antw:amerikanische Literatur
« Antwort #65 am: 13. November 2011, 17:27 »
Hallo Maria,

"Ragtime" ist einer der Romane, den ich mal (1995) gelesen und sofort wieder vergessen habe. Ich habe weder etwas vom Inhalt noch von der Stimmung behalten. Könnte auch nicht sagen, warum das so ist.
Komisch ... .

finsbury


Hallo finsbury,

ja, komisch  :breitgrins:
nein, im Ernst.

Mir gefällt, wie Doctorow mit den drei Erzählstränge jongliert und gleichzeitig ein New York zu beginn des 20. Jahrhundert heraufbeschwört und in der zweiten Hälfte des Buches mit Coalhouse Walker eine Art von Michael Kohlhaas einbringt.

Auf diesen Autor bin ich nun richtig neugierig geworden. Sicherlich werde ich ein weiteres Buch von ihm lesen. Reizen würde mich "Das Wasserwerk", zwar wird das Buch als schwächer definiert, aber mich spricht das Frankenstein-Motiv an, gerade jetzt im Herbst, schön schaurig (vielleicht.... kommt ja noch auf). :-)

Gruß
Maria
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Offline finsbury

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« Antwort #66 am: 13. November 2011, 18:41 »
Hallo  Maria,

auf meinem SUB liegt noch "Billy Bathgate", soll auch ein sehr bekannter Roman von ihm sein.

finsbury
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Meer in uns. (Kafka)

Offline Shirley

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Antw:amerikanische Literatur
« Antwort #67 am: 18. November 2011, 21:43 »
Wenn ich es mir genau überlege, habe ich doch mehr amerikanische Autoren gelesen, als mir bewusst ist. Am liebsten sind mir dabei nach wie vor

* Fitzgerald (insbes. Der große Gatsby, aber auch seine Erzählungen sind wirklich klasse)
* Bradbury
* Lovecraft (doch lieber als Poe, wobei der Vergleich nicht wirklich angemessen ist)
* Irving natürlich
* Henry James (als Exil-Amerikaner^^)  darf nicht fehlen
* Carson McCullers, wurde hier, glaube ich, noch nicht genannt. Tolle Frau!

Von Richard Yates habe ich auch einiges gelesen, finde aber, dass Zeiten des Aufruhrs schon sein bestes Werk war, wohingegen andere von ihm deutlich abfallen. Zu Updike kann ich nicht viel sagen, kenne einige Erzählungen von ihm, die in mir aber keinen Sturm der Begeisterung ausgelöst haben.

Herzlichst,
Shirley

Offline Sir Thomas

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Offline Lauterbach

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« Antwort #69 am: 27. Januar 2012, 10:57 »
Sherwood Andersons Kleinstadtklassiker "Winesburg, Ohio" ist gleich zweimal neu aufgelegt worden:

http://www.amazon.de/Winesburg-Ohio-Sherwood-Anderson/dp/371752268X/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1327651703&sr=8-3
http://www.amazon.de/Winesburg-Ohio-Sherwood-Anderson/dp/3895612324/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1327651703&sr=8-1


Hallo Maria,
gut das du daran erinnerst, das habe ich auch noch ungelesen auf meinem SUB liegen. Ich habs mir damals in Deutsch und Englisch
gekauft. Wird demnächst gelesen.

Gruß, Lauterbach

Offline JMaria

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Antw:amerikanische Literatur
« Antwort #70 am: 27. Januar 2012, 11:50 »
Sherwood Andersons Kleinstadtklassiker "Winesburg, Ohio" ist gleich zweimal neu aufgelegt worden:

http://www.amazon.de/Winesburg-Ohio-Sherwood-Anderson/dp/371752268X/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1327651703&sr=8-3
http://www.amazon.de/Winesburg-Ohio-Sherwood-Anderson/dp/3895612324/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1327651703&sr=8-1


Hallo Maria,
gut das du daran erinnerst, das habe ich auch noch ungelesen auf meinem SUB liegen. Ich habs mir damals in Deutsch und Englisch
gekauft. Wird demnächst gelesen.

Gruß, Lauterbach

Hallo Lauterbach,

Sir Thomas hat zwar die Neuübersetzungen entdeckt, doch ich kann dir "Winesburg Ohio" sehr ans Herz legen. Ich habs in der älteren Übersetzung von Hans Erich Nossack, Suhrkamp Verlag, gelesen.

ich habe jetzt mal im Netz gestöbert. Beides (siehe oben) sind Neuübersetzungen, die vom Schöffling Verlag scheint zusätzlich noch Illustrationen zu beinhalten. Textlich habe ich noch nicht verglichen, wer möchte, kann hier einen Blick in die Bücher werfen:

Manesse Verlag, neu übersetzt von Eike Schönfeld
http://www.randomhouse.de/Buch/Winesburg-Ohio/Sherwood-Anderson/e350189.rhd

Schöffling Verlag, neu übersetzt und mit einem Essay von Mirko Bonné
Mit zahlreichen Abbildungen
http://www.schoeffling.de/content/buecher/554.html


Edit:
hier die Anfänge der ersten Erzählung:

Suhrkamp, Hans Erich Nossack
Das Buch über das Groteske
Der Verfasser des Buches, ein alter Mann mit weißem Schnurrbart, hatte einige Schwierigkeiten, in sein Bett zu gelangen. Die Fenster des Hauses, in dem er wohnte, lagen hoch, und morgens, wenn er aufwachte, wollte er gern die Bäume sehen. So ließ er einen Schreiner kommen, der das Bett auf die gleiche Höhe mit dem Fenster bringen sollte.



Manesse, Eike Schönfeld
Das Buch des Grotesken
Der Schriftsteller, ein alter Mann mit weißem Schnurrbart, hatte Schwierigkeiten, ins Bett zu kommen. Die Fenster des Hauses, das er bewohnte, waren weit oben, und er wollte, wenn er morgens wach wurde, auf die Bäume blicken. Ein Tischler kam, das Bett so zu richten, daß es auf einer Ebene mit dem Fenster lag. 



Schöffling, Mirko Bonné
Das Buch vom Grotesken
Der Schriftsteller, ein alter Mann mit weißem Schnauzbart, hatte einige Schwierigkeiten, ins Bett zu gelangen. Die Fenster des Hauses, indem er wohnte, lagen sehr hoch, und er hatte die Bäume sehen wollen, wenn er morgens aufwachte. Deshalb hatte er einen Tischler bestellt, um das Bett auf gleiche Höhe mit dem Fenster zu bringen.



Gruß,
Maria
« Letzte Änderung: 27. Januar 2012, 12:02 von JMaria »
Aktuell:

Offline Lauterbach

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Antw:amerikanische Literatur
« Antwort #71 am: 31. Januar 2012, 00:14 »
Hallo Maria,
danke für die Hinweise zu den verschiedenen Übersetzungen. :winken:

Gruß, Lauterbach

Offline Steffi

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« Antwort #72 am: 31. Januar 2012, 10:13 »
Ich weiß nicht, ob Richard Yates schon genannt wurde. Ich habe gerade "Zeiten des Aufruhrs" gelesen und bin sehr beeindruckt ! Seine Schilderungen sind sehr detailliert, sehr gut beobachtet und er taucht tief in die Charaktere ein. Ihre Verzweiflung und auch die Kritik an der Gesellschaft, dieser Verlust vom Traum der Freiheit, sind intensiv spürbar. Beklemmend auch oder eben symptomatisch für unsere Gesellschaft, dass gerade der vermeintlich Geistesgestörte die Mittelstandsidylle entlarvt.
Gruß von Steffi

Offline Bluebell

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Antw:amerikanische Literatur
« Antwort #73 am: 20. Februar 2012, 14:47 »
Ich weiß nicht, ob Richard Yates schon genannt wurde. Ich habe gerade "Zeiten des Aufruhrs" gelesen und bin sehr beeindruckt ! Seine Schilderungen sind sehr detailliert, sehr gut beobachtet und er taucht tief in die Charaktere ein. Ihre Verzweiflung und auch die Kritik an der Gesellschaft, dieser Verlust vom Traum der Freiheit, sind intensiv spürbar. Beklemmend auch oder eben symptomatisch für unsere Gesellschaft, dass gerade der vermeintlich Geistesgestörte die Mittelstandsidylle entlarvt.

Ich habe vor nicht allzu langer Zeit die Verfilmung mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet gesehen und war sehr begeistert.
Die Schauspieler sind wirklich gut und machen viel aus, aber ich kann mir sogar vorstellen, dass vom Plot manches im Buch noch besser rüberkommt (weil einfach mehr Raum da ist, um es zu beschreiben). Ich denke schon, dass ich es noch lesen werde!
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Offline Steffi

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« Antwort #74 am: 24. Februar 2012, 17:23 »
Hallo Bluebell,

die Verfilmung habe ich noch vor mir. Ich möchte allerdings noch etwas Zeit verstreichen lassen, weil mir die Charaktere noch zu eindrücklich sind. Dennoch kann ich mir eine Verfilmung sehr gut vorstellen, da die Geschichte doch ziemlich dramatisch ist.
Gruß von Steffi