Hallo zusammen,
mir geht’s gerade nicht so gut, doch hier mein kurzer Abschlußbericht:
Fazit ist, dass es für Edna keine Lösung gibt, dass sie aber auch nicht bewusst nach einer Lösung sucht. Ob sie dazu nicht in der Lage ist ?
Mir bleibt ihre Persönlichkeit ein bißchen fremd, ein bißchen eher wie ein Muster, eingebettet in die sinnliche Welt der Südstaaten.
Das "Erwachen" von Edna geht nicht so weit, daß sie mit jemandem über diese neuen, ihr bislang unbekannten Gefühle sprechen kann, noch nicht einmal mit sich selbst. Sie setzt sich nicht mit ihren Gefühlen auseinander, sie macht sich nicht bewußt, was dies alles für ihr Leben bedeutet, sondern sie nimmt das einfach alles so hin und läßt es auf sich zukommen. Das kann nicht gutgehen.
euren Eindrücken kann ich nur zustimmen.
Mein Fazit ergänzend wäre noch, dass einige Metapher in der Natur zu finden waren, auch die Musikstücken und die Literatur, die erwähnt wurde, fügte sich perfekt ins Bild. Es beginnt eigentlich schon im ersten Satz als von dem eingesperrten Papagei die Rede ist und draußen in Freiheit die Spottdrossel trällert... Das Meer haben wir bereits erwähnt ... usw.
Musik: Liebestod der Isolde, Chopin .....Auch las Edna Ralph Waldo Emerson. Im Wikipedia heißt es zu ihm auszugsweise:
„Sein erstes Buch, Nature, veröffentlichte er im Alter von 33 Jahren. In dieser Sammlung von Essays tritt er für seinen Glauben ein, dass Menschen in einfacher Art und Weise mit der Natur und natürlich mit sich selbst leben sollen.“ [http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Waldo_Emerson]
Harte Kritik bekam die Autorin von der Presse. Die harmloseste war noch im
The Mirror zu lesen, der abschließend schrieb
“cui bono“ (Wem nützt es? Wem dient es zum Guten?). Der St. Louis
Daily Globe-Democrat schrieb, dass es „kein gesundes Buch“ sei.
Interessant ist was Kate Chopin über die Protagonistin schrieb, als sie der Presse eine Antwort lieferte:
„Ich hatte eine Gruppe von Leuten zu meiner Verfügung und dachte, es könnte (für mich selbst) unterhaltsam sein, sie zusammenzuwürfeln und zu sehen, was geschehen würde. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass Mrs Pontellier das Spiel derart verderben und so auf ihren eigenen Untergang hinarbeiten würde, wie sie es schließlich tat. Hätte ich auch nur die leiseste Ahnung davon gehabt, dann hätte ich sie aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Aber als ich herausfand, was sie vorhatte, war das Spiel halb vorbei, es war schon zu spät.“
St. Louis, Mo., 28. Mai 1899 Kate ChopinGruß
Maria