Hallo zusammen,
es ist wirklich ernüchternd, wie wenig Gedanken sich die Hersteller um Typographie machen. Die Programme zum E-Buch-Lesen für PDAs oder Web-Tablets können meist viel mehr, obwohl die entsprechenden Geräte gar nicht als E-Book-Reader konstruiert worden sind. Auf meinem mehrere Jahre alten Palm habe ich auch schon Blocksatz mit automatischer Silbentrennung, die man zwischen verschiedenen Sprachen umschalten kann, und die deshalb erstaunlich gut funktioniert (ich hatte auch mal den Mobipocket-Reader auf meinen Palm, da war die Silbentrennung katastrophal schlecht, wahrscheinlich weil da ein Algorithmus verwendet wurde, der gar nicht für deutsche Texte konzipiert worden war). Für Internet-Tablets wie das
Nokia N800 gibt es beispielsweise den kostenlosen
FBreader, der ebenfalls eine automatische Silbentrennung in mehreren Sprachen (u.a. Deutsch) hat.
Die Technik ist also schon längst da, man kann heutzutage auch problemlos Texte in arabischer, kyrillischer oder japanischer Schrift auf dem Computer darstellen. Einzelne Wörter in griechischer Schrift kommen ja auch in deutschsprachigen Klassikern öfter mal vor, so etwas sollte ein E-Book-Reader können, mein PC kann's schließlich auch, und der ist inzwischen bestimmt keine 400$ mehr wert.

Wenn ein E-Book-Reader das nicht kann, dann sollte er wenigstens so billig sein, daß man darüber hinwegsehen kann.
Interessant ist auch das Kleingedruckte (= "Amazon Kindle: License Agreement and Terms of Use") auf der Amazon-Website. Wenn man sich per Funk mit dem Amazonshop verbindet, werden Informationen übertragen, die den Inhalt und das Leseverhalten betreffen ("information related to the content on your Device and your use of it"). Außerdem:
Annotations, bookmarks, notes, highlights, or similar markings you make in your Device are backed up through the Service. Information we receive is subject to the Amazon.com Privacy Notice.
Da muß man also schon einiges Vertrauen zu dieser Firma haben.

Schöne Grüße,
Wolf