Autor Thema: "The Future of Reading"  (Gelesen 3254 mal)

Offline xenophanes

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Re: "The Future of Reading"
« Antwort #15 am: 25. November 2007, 22:13 »
Was wäre denn das europäische Pendant zu EVDO?

SIM Karte mit mindestens Edge Support würde ich sagen ...

CK

Offline Wolf

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Re: "The Future of Reading"
« Antwort #16 am: 25. November 2007, 23:38 »
Zitat von: giesbert
Weder UMTS noch Edge sind auch nur im Ansatz flächendeckend verfügbar.

Das ist aber bei EVDO auch nicht anders. Der Kindle benutzt dann einen langsameren Übertragungweg, der überall funktionieren dürfte, wo auch normale Mobiltelefone funktionieren. Entsprechende "langsame" Übertragungsverfahren gibt es auch bei uns (GPRS, HSCSD). Ein E-Book benötigt vergleichsweise wenig Speicherplatz, deshalb sind die Datenübertragungsraten auch nicht so kritisch, notfalls muß man nach dem Kauf halt einige Minuten abwarten, bis das Buch auf das Lesegerät übertragen worden ist.

Zitat von: giesbert
Von den Kosten mal ganz zu schweigen.

Für Amazon sind die in der nächsten Zeit wohl das Hauptproblem. :breitgrins:

In den USA übernimmt Amazon ja die Verbindungskosten, sogar das Surfen im Internet ist momentan kostenlos, allerdings behält sich Amazon vor, dafür in Zukunft Geld vom Kunden zu verlangen. Das werden sie vermutlich früher oder später auch tun. Aber der Besuch der Amazonwebsite wird wahrscheinlich weiterhin kostenlos bleiben, damit man dort hemmungslos einkaufen kann. ;-)

In Europa müßte Amazon dann auch Verträge mit Mobilfunkbetreibern abschließen, außerdem müßten genügend E-Books in den jeweiligen Landessprachen verfügbar sein. Das kostet natürlich einiges, deshalb probieren sie es jetzt wohl erstmal nur in den USA aus, um zu sehen, wie das Geschäft läuft.

Schöne Grüße,
Wolf

Offline Giesbert Damaschke

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Re: "The Future of Reading"
« Antwort #17 am: 26. November 2007, 02:49 »
Das ist aber bei EVDO auch nicht anders.
Nanu? Die schwärmen doch alle von der Überall-Verfügbarkeit?

Na, egal. Dann wird es Amazon so gehen wie Apple mit dem iPhone, außer T-Mobile gibt es keine Alternative, die haben (zumindest derzeit) als einzige ein einigermaßen dichtes Edge-Netz. Ein Grund mehr, warum das Teil floppen wird ;-)

Ich geh mal davon aus, dass der Zune hierzualnde eher auftauchen wird als der Kindle. Weder auf das eine noch das andere Gerät habe ich wirklich gewartet.

Eigentlich schade, dass ich mit meinem Rocket E-Book nichs mehr anfangen kann.
Giesbert Damaschke, München |  http://www.damaschke.de/

Offline Stoerte

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Re: "The Future of Reading"
« Antwort #18 am: 26. November 2007, 23:31 »
Die bessere Langform für DRM ist wohl Digital Restrictions Management. Zeug, das man einfach nicht haben will. Und für das man in Windows Vista unglaublich viel Rechenzeit verschwendet und letztendlich Funktionsstörungen riskiert. (Propaganda: http://badvista.fsf.org/what-s-wrong-with-microsoft-windows-vista)

Genau das, also DRM, ist auch, was für die Industrie über-cool an diesem tollen Device ist. Endlich kann man den doofen Käufern verbieten, dass sie Bücher verleihen oder gebraucht verkaufen oder sich anderweitig unartig benehmen.

Netter Nebeneffekt: Durch das tolle Update-Feature wäre es dann auch möglich, eine gerichtlich beanstandete Passage automatisch auszubessern.

Was macht man in 25 Jahren mit den erworbenen Werken, wenn die Industrie den x-ten Nachfolger der Technologie verkaufen will?

Dass es zu den Hardcover-Ausgaben auch gleich die Billig-Ebook-Variante gibt - das glaubt doch niemand. Ich denke nicht, dass der Druckprozess aufwendiger als ein Lektor usw. ist. Ist auch anderswo so, dass wer etwas zuerst haben will, auch mehr zahlt.

Und zur Technik: Wie robust ist das Gerät? Was passiert, wenn es mir runterfällt? Man kann sich anschauen, was eines von Panasonics tough books kostet, selbst half ruggedized hat schon einen stolzen Preis. Und ein Buch ist trotzdem zuverlässiger. Außerdem lohnt ein Diebstahl weit weniger.

Das Design ist  aber (zum Glück) eh das Letzte. Warum so eine Tastatur. Oder besser: Warum überhaupt eine Tastatur? Eine Lese-Gerät mit WLAN, für PDFs und Internet-Zeitung usw., mit einem Design wie das leider wohl auch nicht- empfehlenswerte iPhone - das wäre eine nette Idee. Aber das Ding? Für 400 Euro?

(Am Rande: Zu dem Buzzword "wisdom of the crowds", das in dem Artikel ebenfalls erwähnt wird, gibt es einen schönen Essay "digital maoism".)

Offline Giesbert Damaschke

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Re: "The Future of Reading"
« Antwort #19 am: 27. November 2007, 03:25 »
Was macht man in 25 Jahren mit den erworbenen Werken, wenn die Industrie den x-ten Nachfolger der Technologie verkaufen will?
Solange muss man gar nicht warten. Die Texte, die ich mir vor ca. 10 Jahren für mein Rocket E-Book gekauft habe, sind weg. Mein Account bei Gemstar ist futsch, meine dort verwaltete "Bibliothek" (waren nur drei, vier Titel zum Testen) auch etc. etc. DRM steht für "digitaler Riesenmurks".

Zitat
Dass es zu den Hardcover-Ausgaben auch gleich die Billig-Ebook-Variante gibt - das glaubt doch niemand.
da macht uns ja gerade England vor, wohin die Reise geht: Hardcover sterben aus.

Zitat
Warum so eine Tastatur. Oder besser: Warum überhaupt eine Tastatur?
Zur Eingabe von URLs im Browser, Bestellen von Titeln, SMS etc. Nur: das sind vielleicht großzügig gerechnet 5% der Nutzung diese Gerätes. Dafür werden dann pimaldaumen 40% der verfügbaren Fläche vergeudet. Ganz schlechte Lösung.
Giesbert Damaschke, München |  http://www.damaschke.de/