Hallo,
ich habe mich gestern abend eine Stunde mit dem Buch hingesetzt und überlegt: Soll ich oder soll ich lieber nicht

Alles in Hexametern, die Ilias kann ich mir ja schenken, aber die Odyssee auch noch ca. 500 Seiten. Es ist eine Sonderausgabe von 1967 nach dem Buch von 1953. Also keine Kurzfassung (ächz).
Ich hab ein bißchen geblättert, die Nachrede gelesen (war auch nicht sehr hilfreich), den 1. Gesang angefangen.
Wenn ich dieses Buch heute noch einmal lesen sollte, lese ich es mit den Augen der alternden Penelope, nicht mehr mit den Augen des jungen Mädchens, das fasziniert war von den Abenteuern des Odysseus und verwundert über die Liebe zwischen Penelope und Odysseus, die so lange anhalten konnte. Ich dachte damals, wieso bleibt Odysseus nicht doch lieber bei Nausikaa und den Phäaken, Penelope war für mich damals weit weg und uralt.
In Erinnerung ist mir auch die Szene geblieben, als Odysseus das Bett beschreibt, das er mit Penelope teilte.
Eigentlich eine interessante Angelegenheit, dieses Buch in solchen zeitlichen Abständen zu lesen. Wahrscheinlich werde ich - falls ich es wirklich lesen sollte - erst einmal feststellen, wie ich mich selbst in diesen Jahren verändert habe.
Ich habe festgestellt, dass ihr auch nicht so ganz verstanden habt, warum Penelope die Freier einfach so gewähren lässt, bin leider auch nicht zu einem besseren Ergebnis gekommen. Athene rät Telemach, die Freier aus dem Haus zu jagen. Wieso erst nach einer so langen Zeit?
Habt ihr euch auch schon gefragt, warum so viele Götter einfach zusehen, nur weil Poseidon - wie man so schön sagt - nicht sehr gut auf Odysseus zu sprechen ist.
Fazit meiner ersten Leseversuche: Ich bin gar nicht einverstanden mit den Göttern des Olymp! Früher war ich scheinbar doch ein bißchen toleranter....
Ingrid (weiß immer noch nicht, soll sie lesen oder nicht? Oder doch..., oder doch lieber nicht....
