Hallo zusammen
@Fevvers, ich habe die letzten Gesänge mit deinen schönen Gedanken des Kriegsheimkehrers gelesen und das hat mir zur Verständnis viel gebracht.

@Ikarus: danke, daß du in der Lesechronik die Links zusammengefaßt hast, das war mir am Schluß eine große Hilfe .
@alle:
ich könnte nun nichts mehr anmerken, als das was schon erwähnt wurde. Die Kampfszenen a la Hollywood, hat mich an Zorro erinnert

hier ein Auszug:
...Da ließ er das Schwert aus seiner Hand zur Erde fallen, wankte um den Tisch herum, stürzte gekrümmt nieder und verschüttete die Speisen auf die Erde und den doppelhenkligen Becher. Da schlug er im Schmerz der Verzweiflung mit der Stirn auf den Boden, trat mit beiden Füßen gegen den Sessel und wippte ihn hin und her, und über seine Augen ergoß sich die Finsternis.Ist euch der Widerspruch ab und zu aufgefallen, den es über Odysseus gibt. Manchmal wird er als Günstling der Götter, dann wieder wird er als einer genannt, den die Götter hassen.
Im Nachwort gibt es auch tatsächlich eine Erklärung:
Nachwort/Auszug:
Tatsächlich wird die Gestalt des Odysseus nur in Ilias und Odyssee so hoch gerühmt und gepriesen, in der nichthomerischen Epik dagegen, dem sogenannten Kyklos, .... erscheint der Held häufig in ganz anderem Licht: stets auf seinen Vorteil bedacht, feige, hinterlistig, neidisch, rücksichtslos grausam, ohne Scheu vor Gewalttat, ein gemeiner Betrüger. Die kyklischen Epen griffen damit sicher auf alte Überlieferung zurück...Wie fandet ihr Athene? Auffallend fand ich, daß es eine Frau war, die vermittelte und hauptsächlich alles zum Guten wendete.
Nachtwort über Athene/Auszug:
Die Einheit des uns vorliegenden Epos zeigt sich am deutlichsten in der Rolle, die der letzte Dichter der Göttin Athene gegeben hat. Er bekam den Faden der Erzählung so fest und eindrucksvoll in den Griff, weil er den Ablauf des Geschehens so entschieden immer wieder in die Hand der Göttin legte......., sondern war für den Dichter zugleich Ausdruck seines Glaubens an die Führung des Menschen durch die Götter.Zwischen der Ilias und der Odyssee gibt es auch den Unterschied der Frömmigkeit des Schreibers. Was in der Ilias bejubelt wird (z.B. die Toten und der Sieg), wird in der Odyssee verpönt:
22. Gesant, 412 "Es widerspricht den Gesetzen der Frömmigkeit, wenn man über geschlagene Männer frohlockt."
es ist noch eine Aussage im Nachwort über die Gesänge wo der Dichter den Schweinehirten Eumaios persönlich anspricht. Die Erklärung ist sehr schlicht. Es gibt 2 Lieblingsfiguren des Dichters und diese spricht er dann persönlich an. Das wäre Patroklos aus der Ilias und Eumaios in der Odyssee.
Die wahre Heldin für mich war übrigens Penelope. 20 Jahre Freier abzuwehren und im eigenen Hausstaat auch noch Spione zu haben, und dennoch treu zu bleiben, hat meinen vollsten Respekt.
Viele Grüße
Maria