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  • Karl Immermann: Münchhausen: 7. Oktober 2008

Autor Thema: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken  (Gelesen 8049 mal)

Offline Zola

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Hallo zusammen!

Finsbury und ich möchten im Oktober Immermanns Münchhausen lesen. Hat noch jemand Lust mitzumachen?
Auf Amazon gibt es eine gute Leserrezension des Romans, die das Mitlesen vielleicht dem einen oder anderen schmackhaft machen könnte: http://www.amazon.de/gp/product/3446124357


»Was für ein schändliches Laster ist das Lügen! Denn erstens kommt es leicht heraus, wenn einer zu arg flunkert, und zweitens kann jemand, der sich's angewöhnt hat, auch einmal die Wahrheit sprechen, und keiner glaubt sie ihm dann.
Daß mein Ahnherr, der Freiherr von Münchhausen auf Bodenwerder einmal in seinem Leben die Wahrheit sagte, und niemand ihm glauben wollte, das hat bei dreihundert Menschen das Leben gekostet.«
»Wie?« riefen der Baron und seine Tochter aus einem Munde.
»Geschätzte Freunde und liebe Wirte, mäßiget Euer Erstaunen«, versetzte der Gast, indem er, wie ein Kaninchen, die Nasenflügel zitternd bewegte, und mit den doppelfarbigen Augen zwinkerte. »Nichts natürlicher, als das. Hört nur zu...


Den Text gibt's zum Reinschnuppern auch Online im Projekt Gutenberg: http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=1297&kapitel=2&cHash=54e25ee16fmuen1011#gb_found
« Letzte Änderung: 25. August 2008, 09:52 von Zola »

Offline finsbury

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #1 am: 29. April 2008, 17:53 »
Hallo zusammen,

ich schließe mich Zolas Wunsch nach Mitlesern an und kann nur betonen, dass es Spaß macht, Immermann zu lesen. Er ist äußerst unterhaltsam und bietet viel Zeitkolorit.
Bei amazon sind antiquarisch zwei Ausgaben erhältlich:
und .

HG
finsbury
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Offline Zola

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #2 am: 4. August 2008, 12:18 »
Als Vorbereitung lese ich gerade Gottfried August Bürgers "Münchhausen". Selten über so viel komprimierten Blödsinn gelacht.

Offline finsbury

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #3 am: 6. August 2008, 17:07 »
Hallo Zola,

ich hoffe, mit meinen beiden derzeitigen Lesrunden bald zu Rande zu kommen. Dann werde ich deine Pfaden folgen und auch den vorherigen Münchhausen lesen. Der macht ja, scheint's, auch Spaß! Willst du die Leserunde mal für Oktober eintragen? Scheint nicht so, dass wir noch Mitleser bekommmen.

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Offline Zola

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #4 am: 14. August 2008, 11:32 »
Hallo Finsbury!


ich hoffe, mit meinen beiden derzeitigen Lesrunden bald zu Rande zu kommen. Dann werde ich deine Pfaden folgen und auch den vorherigen Münchhausen lesen. Der macht ja, scheint's, auch Spaß!

In meiner Ausgabe (Europäische Buchgemeinschaft als Lizenz eines Verlages "Fleischhauer & Spohn") fand ich das Nachwort sehr erhellend. Einige Abenteuer kamen mir schon aus Lukians "Wahre Geschichte" bekannt vor, was mir im Nachwort auch bestätigt wurde.

Willst du die Leserunde mal für Oktober eintragen? Scheint nicht so, dass wir noch Mitleser bekommmen.

Die Leserunde habe ich für 1. Oktober eingetragen. Da ich an dem Tag erst vom Urlaub zurückkomme, werde ich aber wahrscheinlich erst am 2. oder 3.10. einsteigen können.
Die Mitleser finden wir vielleicht schon noch, wenn wir etwas Werbung machen ;-)
Auf Amazon findet sich eine interessante Rezension, die auch auf Parallelen zu E.T.A. Hoffmanns "Kater Murr" eingeht. Vielleicht kann das noch dem einen oder anderen Hoffmann-Fan das Buch schmackhaft machen:

"Karl Immermann ist eine der interessantesten Schriftstellerpersönlichkeiten zwischen Romantk und Realismus, und es ist schade, daß neben seinem "komischen Heldengedicht" Tulifäntchen (ein Vetter des "Atta Troll") nur der Roman "Münchhausen" einigermaßen leicht erhältlich ist. DER Roman? Eigentlich handelt es sich um ZWEI raffiniert ineinander verschachtelte Romane, nach Vorbild des "Kater Murr" von E.T.A. Hoffmann. (...)"


(zur vollständigen  Rezension)
« Letzte Änderung: 14. August 2008, 11:34 von Zola »

Offline finsbury

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #5 am: 22. August 2008, 16:52 »
Hallo Zola und weitere mögliche Immermann-Interssierte,

danke für den Link zu der zwar kurzen, aber schönen Rezension. Sie schürt meine Vorfreude. Ob ich allerdings tatsächlich den G.A. Bürger davor schaffe, muss ich inzwischen bezweifeln.

Außerdem habe ich -  ähnlich wie du - ein Problem mit dem 1. Oktober. Wir haben vom 1. bis zum 5. einen Urlaub gebucht, so dass ich erst ab frühestens dem 6. Oktober lesen kann. Ginge das auch für dich? Solange wir alleine bleiben, ist es wohl kein Problem, auch den Kalendereintrag so zu lassen.

Aber wir wollen natürlich nicht alleine bleiben.

Liebe Klassikerfans, wir können Immermann wirklich empfehlen:

Er schreibt kürzer und viel humorvoller als Gutzkow  :breitgrins: und verbindet Romantik mit Realismus (z.T. Ähnlichkeiten mit Georg Weerths Prosa). Eine liebens- und lesenswerte Mischung!
Vielleicht kann sich ja doch noch die eine oder der andere zu dieser Leserunde aufraffen?!

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Offline Knabe

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #6 am: 22. August 2008, 18:21 »
Ich kenne bisher weder Immermann, noch Georg Weerth, leider Gottes kenne ich auch keine vergleichbaren Texte, ich habe weder den Eulenspiegel gelesen noch den Simplicissimus, weder den Kater Murr noch das Narrenschiff, oder etwas Ähnliches dieser Art. Deswegen denke ich, lasse ich eine Leserunde zu Immermanns Münchhausen lieber, weil ich mich darin einfach zu wenig auskenne!

Vor einigen Tagen habe ich mir aber (auf die Empfehlung Zolas hin) G. A. Bürgers "Münchhausen" gekauft. Vielleicht werde ich ihn noch vor Oktober lesen, und mache mich dann u. U. an Immermann mit euch heran? Nun ja! Es ist noch ungewiss.

Gruß

Offline finsbury

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #7 am: 23. August 2008, 10:27 »
Hallo Knabe,

es wäre schön, wenn du mitlesen würdest. Du brauchst auch keine Bedenken zu haben,  dies sei nur eine Lektüre für Insider. Ich habe Immermanns "Epigonen" in jungen Jahren gelesen und sehr viel Spaß gehabt, denn der Autor ist sich nicht zu schade dafür, seine Leser zu unterhalten.
Georg Weerth ist übrigens ein leider zu Unrecht vergessener Autor des deutschen Vormärz, der sehr witzige,  satirische Romane über die deutschen Verhältnisse geschrieben hat:
"Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski" und "Fragment eines Romans".
Außerdem stammt  von ihm das ziemlich bekannte "Hungerlied".

(Auch für diesen Autor kann ich nicht genug die Lanze brechen. Wir Deutschen neigen dazu, politisch angehauchte Literatur als zeitgebundene Tendenzliteratur zu missachten und lassen wahre Perlen "links" liegen.)

Übrigens: wie bereits geschrieben, den Bürgerschen Münchhausen schaffe ich vorher wahrscheinlich auch nicht!

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Offline BigBen

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #8 am: 23. August 2008, 12:45 »
Kennt sich hier eigentlich jemand mit den verschiedenen Werksausgaben aus? Welche ist empfehlenswert?
"Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

Offline finsbury

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #9 am: 23. August 2008, 15:40 »
Hallo BigBen,

antiquarisch habe ich nach langer Suche endlich die "Epigonen" ergattert, in einer sehr empfehlenswerten Dünndruckausgabe aus dem Winkler-Verlag von 1981. Sie folgt der Erstausgabe von 1836 und enthält  Entstehungsgeschichtliches, Anmerkungen, eine Zeittafel und ein  ausführliches Nachwort. Mein "Münchhausen" ist ein Dünndruck-Insel-TB mit den gleichen Ausstattungsmerkmalen und macht ebenfalls einen seriösen Eindruck.

Eine Werksausgabe kenne ich nicht. Sicherlich ist auch keine aktuelle auf dem Markt.
Übrigens - falls du dich mit dem Gedanken des Mitlesens trägst - ich kann dir versichern, dass Immermann viel unterhaltsamer ist als Gutzkow. Außerdem steht er mit beiden Beinen auf dem Boden und lässt höchstens ironischerweise seine Personen schwafeln und Geistesritter gibt es auch nicht.

(Allerdings alles ohne Gewähr, meine "Epigonen-Lektüre" liegt mehr als 25 Jahre zurück.)

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Offline BigBen

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #10 am: 23. August 2008, 16:58 »
Es würde mich schon reizen mitzulesen. Nur stehen dem noch 7 SLW Bücher entgegen (u.a. Raabe "Abu Telfan" und Potocki "Die Handschrift von Saragossa").
Nach einiger Suche habe ich die Werkausgaben auf zwei eingeschränkt. Eine 20bändige (in 8 Bänden) von 1883ff. (herausgegeben von Robert Boxberger). Soll die vollständigste sein, die je erschienen ist. Und eine fünfbändige von 1971 (herausgegeben  von Benno von Wiese). Scheint auch recht vollständig (darauf basiert z.B. die Digitale Bibliothek). Leider bekommt man nirgendwo denn kompletten Inhalt zu sehen.
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Offline Giesbert Damaschke

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #11 am: 23. August 2008, 17:13 »
Kennt sich hier eigentlich jemand mit den verschiedenen Werksausgaben aus? Welche ist empfehlenswert?

Die wohl einschläigige ist die Ausgabe von Benno von Wiese. -- Ich habe eine sechsbändige Ausgabe von ca. 1910 von Werner Deetjen (Bongs Klassiker), die einem antiquarisch mitunter über den Weg läuft: Bd. 1+2: Münchhausen; Bd. 3+4: Epigonen, Bd. 5: Die Jugend vor fünfundzwanzig Jahren  / Düsseldorfer Anfänge; Bd. 6: Andreas Hofer / Tulifäntchen / merlin / Der Schwanenritter.
Giesbert Damaschke, München |  http://www.damaschke.de/

Offline BigBen

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #12 am: 23. August 2008, 18:29 »
Kennt sich hier eigentlich jemand mit den verschiedenen Werksausgaben aus? Welche ist empfehlenswert?

Die wohl einschläigige ist die Ausgabe von Benno von Wiese. --

Die ist es auch geworden. Bei ZVAB gibt es tatsächlich noch ungelesene Exemplare der Ausgabe.
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Offline Knabe

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #13 am: 23. August 2008, 22:30 »
Hallo finsbury,

danke für die 'Einladung', ich glaube aber jetzt entschlossen zu sein, nicht teilzunehmen.
Witzige Bücher reizen mich nicht so sehr.

Außerdem sehe ich gerade, dass Immermanns "Münchhausen" fast tausend Seiten schwer ist. Ich habe in den nächsten Wochen zwar viel Zeit, aber ich bevorzuge gerade andere Romane dieser Länge.

Also verzeih's mir bitte...!

Gruß

Offline finsbury

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Re: Karl Immermann: Münchhausen, eine Geschichte in Arabesken
« Antwort #14 am: 24. August 2008, 10:02 »
Hallo zusammen,

@Knabe, kann ich verstehen! Vielleicht wird's ein andermal was mit dem Immermann.

@ BigBen, wenn du zulangst,  dann aber vollständig! Bin schon gespannt, was du angelegentlich über die mir unbekannten und von mir unbesessenen Schriften zu posten weist.
Vielleicht schaffst du es ja doch trotz SLW an unserer Leserunde teilzunehmen.
(P.S: Zum Potocki gibt's aber doch keine-  hier oder im Nachbarforum - von mir übersehene ausgelobte Leserunde?! Daran würde ich nämlich gerne teilnehmen.

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finsbury
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