Ich finde die Sache mit den E books grundsätzlich spannend. Wenn diese Dinger eine gute Qualität haben, die dem Lesen eines "echten" Buchs entspricht - warum nicht?
Es ist übrigens ähnlich in der klassischen Musik und Tonträger. Ich habe mir neulich eine externe Festplatte gekauft: 2 Terrabyte, vermutlich gehen da etwa 4000 Klassik CDs drauf. Das ist doch für einen jungen Menschen eine tolle Sache, der wenig Geld hat und in einer kleinen Studentenbude hockt. Ich denke mit Grauen daran, wie es wäre, umziehen zu müssen, mit all diesen irrsinigen Mengen an Büchern und CDs. Dieses Problem werden Menschen zukünftiger Generationen nicht haben, die haben alles in einem kleinen Kasten drin.
Mich würden Ebooks auch sehr interessieren, nur scheinen die noch recht teuer zu sein. So bei 50 Euro für ein Ebook würde ich aber vermutlich schwach. Wenn man dann sozusagen noch eine große Bibliothek kostenlos dazu geliefert bekäme.
Und was das Internet betrifft: Ich sehe es nicht so, daß es schlichtweg ein Medium "zweiter Wahl" wäre. Aus guten Foren etwa lerne ich mehr als aus manchem Feuilleton. Sicher sind Foren nicht redaktionell überwacht und es findet sich auch mancher Blödsinn. Das ändert aber nichts daran, daß gerade Foren Orte gewisser Qualität sein können. Natürlich gibt es anderseits auch wieder Foren schlechterer Qualität, wo hemmungslos herumschwadroniert wird ( "Die Merkel denkt ja doch nur an ihre eigene Geldbörse" oder so was). Dieses Forum hier finde ich recht gut und ich kenne einige sehr gute Foren zur klassischen Musik ( ich selber schreibe im Hififorum, aber es gibt auch Cappriccio und das Taminoforum). Oder ein Forum wie Philosophie-Raum. Mir geben diese Foren sehr viel - was macht es, wenn sie nicht redaktionell überwacht werden, wenn "gute Leute" in diesen Foren schreiben?
Gruß Martin