Autor Thema: Literatur und Internet  (Gelesen 7971 mal)

Offline Sir Thomas

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Re: Literatur und Internet
« Antwort #15 am: 20. Februar 2009, 18:18 »
Unter der Überschrift "Was das Internet weiß, ist meist banal" äußert sich der ehemalige Internetunternehmer Andrew Keen im heutigen Feuilleton der FAZ zur "Stümperkultur" des Internets:

„Die Literaturindustrie steht vor riesigen Herausforderungen durch die Internetkultur. […] Die bedrohte Kultur ist jene, die wir den Schriftstellern, Filmemachern, Musikern und Journalisten verdanken. […] Was mir Sorge bereitet, ist die […] Amateurisierung der Kultur. Zum einen hat der von Amateuren ins Netz gestellte Inhalt nicht die Qualität dessen, was Profis machen. Zum anderen entzieht all das dem Spezialistentum die wirtschaftliche Grundlage.“

Ein schönes Wochenende von

Tom 

Offline Dostoevskij

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Re: Literatur und Internet
« Antwort #16 am: 17. April 2010, 08:50 »
Moin, Moin!

Ein ärgerliches Schisma: Internet und Literatur gehen nicht zusammen? Unsinn! Warum sich Schriftsteller das Netz nicht vergällen lassen dürfen. Von Alban Nikolai Herbst.
Keep reading, Markus Kolbeck
Leipziger Bücherlei http://www.buecherlei.de/

Freund Hermann

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Re: Literatur und Internet
« Antwort #17 am: 17. April 2010, 10:26 »
Tagchen,

also meine Frau findet, es gibt viel zu viel ziemlich gute Literatur bloß im Internet. Aber eben ziemlich wenig konstruktive Seiten, die einigermaßen erfolgversprechende Autoren zusammenfassen. Ich weiß nicht inwiefern es zum Bsp. möglich ist, Texte zum Ausdrucken in einem ansprechenden Layout zur Verfügung zu stellen. Oder sich von einer Seite aus, eigene Kurzgeschichten oder Gedichtsammlungen zusammenzustellen, die, ausgedruckt auch ein persönliches Weihnachtsgeschenk ergeben könnten. Wer weiß, ob sich nicht eines Tages ein paar Bekloppte fänden, die pro beschriebene Seite sogar ein paar Cent dafür berappen. Aber das Dienstleistungsgewerbe hält in diesem Bereich natürlich erst Einzug, wird aber sicherlich Mittel und Wege erfinden, damit Einkünfte zu erzielen.

Grüße

Offline Marlino

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Antw:Literatur und Internet
« Antwort #18 am: 24. Mai 2011, 18:38 »
Ich finde die Sache mit den E books grundsätzlich spannend. Wenn diese Dinger eine gute Qualität haben, die dem Lesen eines "echten" Buchs entspricht - warum nicht?

Es ist übrigens ähnlich in der klassischen Musik und Tonträger. Ich habe mir neulich eine externe Festplatte gekauft: 2 Terrabyte, vermutlich gehen da etwa 4000 Klassik CDs drauf. Das ist doch für einen jungen Menschen eine tolle Sache, der wenig Geld hat und in einer kleinen Studentenbude hockt. Ich denke mit Grauen daran, wie es wäre, umziehen zu müssen, mit all diesen irrsinigen Mengen an Büchern und CDs. Dieses Problem werden Menschen zukünftiger Generationen nicht haben, die haben alles in einem kleinen Kasten drin.

Mich würden Ebooks auch sehr interessieren, nur scheinen die noch recht teuer zu sein. So bei 50 Euro für ein Ebook würde ich aber vermutlich schwach. Wenn man dann sozusagen noch eine große Bibliothek kostenlos dazu geliefert bekäme.

Und was das Internet betrifft: Ich sehe es nicht so, daß es schlichtweg ein Medium "zweiter Wahl" wäre. Aus guten Foren etwa lerne ich mehr als aus manchem Feuilleton. Sicher sind Foren nicht redaktionell überwacht und es findet sich auch mancher Blödsinn. Das ändert aber nichts daran, daß gerade Foren Orte gewisser Qualität sein können. Natürlich gibt es anderseits auch wieder Foren schlechterer Qualität, wo hemmungslos herumschwadroniert wird ( "Die Merkel denkt ja doch nur an ihre eigene Geldbörse" oder so was). Dieses Forum hier finde ich recht gut und ich kenne einige sehr gute Foren zur klassischen Musik ( ich selber schreibe im Hififorum, aber es gibt auch Cappriccio und das Taminoforum). Oder ein Forum wie Philosophie-Raum. Mir geben diese Foren sehr viel - was macht es, wenn sie nicht redaktionell überwacht werden, wenn "gute Leute" in diesen Foren schreiben?

Gruß Martin


Offline Sir Thomas

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Antw:Literatur und Internet
« Antwort #19 am: 25. Mai 2011, 07:42 »
So bei 50 Euro für ein Ebook würde ich aber vermutlich schwach.

 :entsetzt: Schock und schwere Not! Mir stehen die Haare zu Berge! Ich hoffe, Dein schmerzfreier Preis bezieht sich nicht auf ein einzelnes e-book, sondern einen e-book-reader.

LG

Tom

Offline Poppea

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Antw:Literatur und Internet
« Antwort #20 am: 25. Mai 2011, 12:39 »
Da wird es demnächst hingehen. In den USA wurden gestern bzw. vorgestern zwei neue e-bookReader vorgestellt. Beide mit Touchscreen mit Infrarot-Technologie, Wifi, 6" Bildschirm und Pearldisplays. Im Prinzip mit der Technologie der SonyReader allerdings ohne den PDF-Reflow und mit schlechterer Firmware. Preise: $129 und $139.

Die ersten einfachen Reader (Tastenbedienung) sind in den USA bereits auf $99 gefallen. In einem, allerspätestens in zwei Jahren sind wir bei ca. 60€ für einfache Geräte, die dementsprechend wenig Spaß machen angelangt.

Wer allerdings etwas mehr ausgibt und bedenkt, dass er die gemeinfreien Klassiker umsonst bekommt, somit also durchaus auch Geld für Bücher und Platz einspart, der kann sich heute schon an einem guten Reader erfreuen  :smile:

Offline Lost

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Antw:Literatur und Internet
« Antwort #21 am: 25. Mai 2011, 12:42 »
Da wird es demnächst hingehen. In den USA wurden gestern bzw. vorgestern zwei neue e-bookReader vorgestellt. Beide mit Touchscreen mit Infrarot-Technologie, Wifi, 6" Bildschirm und Pearldisplays. Im Prinzip mit der Technologie der SonyReader allerdings ohne den PDF-Reflow und mit schlechterer Firmware. Preise: $129 und $139.

Die ersten einfachen Reader (Tastenbedienung) sind in den USA bereits auf $99 gefallen. In einem, allerspätestens in zwei Jahren sind wir bei ca. 60€ für einfache Geräte, die dementsprechend wenig Spaß machen angelangt.


Fadengeheftet?

Offline JMaria

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Antw:Literatur und Internet
« Antwort #22 am: 25. Mai 2011, 13:16 »
Die ersten einfachen Reader (Tastenbedienung) sind in den USA bereits auf $99 gefallen. In einem, allerspätestens in zwei Jahren sind wir bei ca. 60€ für einfache Geräte, die dementsprechend wenig Spaß machen angelangt.

 

bereits im Juni 2011 kündigt Weltbild einen neuen E-Book-Reader an für 79,99 Euro. Natürlich kein E-Ink Display! Farbdisplay, geringe Akku-Laufzeit.

"TrekStor Weltbild eBook-Reader"
http://www.boersenblatt.net/444423/

Gruß,
Maria
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