Ein Aspekt, der mir sehr gut gefällt, ist das Empfinden eines traumhaften, unwirklichen Erlebens. Kurz vor dem Aufbruch mit dem maroden Dampfer beschreibt Marlow seine Gefühle wie folgt:
„Mir kommt es vor, als versuche ich euch einen Traum zu erzählen – ein vergeblicher Versuch, weil das Erzählen eines Traums nie das Traumgefühl selbst weitergeben kann, jene Mischung aus Widersinn, Staunen und Verwirrung, gegen die man sich in verzweifelten Zuckungen auflehnt, jenes Gefühl, gefesselt zu sein vom Unfasslichen, das das eigentliche Wesen des Traums ist. [...] Nein, es ist unmöglich, das Lebensgefühl irgendeines Abschnitts in unserem Dasein weiterzugeben – das, was seine Wahrheit ausmacht, seinen Sinn, sein zartes, innerstes Wesen. Es ist unmöglich. Wir leben, wie wir träumen – allein ...“
Liebe Grüße
Tom