Autor Thema: Christoph Martin Wieland  (Gelesen 8580 mal)

Offline Giesbert Damaschke

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Christoph Martin Wieland
« am: 4. September 2008, 16:20 »
Zitat
Wissenschaftler: Wieland für die deutsche Literatur wiederentdecken
Der Jenaer Literaturwissenschaftler Klaus Manger im Gespräch
© Die Berliner Literaturkritik, 04.09.08

Von Ingo Senft-Werner

JENA (BLK) – Der Dichter und Übersetzer Christoph Martin Wieland (1733-1813) wird nach Überzeugung des Jenaer Literaturwissenschaftlers Klaus Manger weiterhin unterschätzt. „Wir haben es mit einem Giganten zu tun, der jedoch in Schulbüchern oder Bibliotheken kaum vertreten ist“, sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. An diesem Freitag (5. September 2008) jährt sich der Geburtstag des Dichters zum 275. Mal. Wieland, der in der Nähe von Biberach in Baden-Württemberg geboren wurde, zählte zu den engen Freunden Johann Wolfgang von Goethes. Er gehört zu den wichtigsten Vertretern der Aufklärung und Wegbereitern der Weimarer Klassik.

Weiterlesen: http://www.berlinerliteraturkritik.de/index.cfm?id=19272
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Offline JMaria

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Christoph Martin Wieland
« Antwort #1 am: 4. September 2008, 21:27 »
Zitat
Wissenschaftler: Wieland für die deutsche Literatur wiederentdecken
Der Jenaer Literaturwissenschaftler Klaus Manger im Gespräch
© Die Berliner Literaturkritik, 04.09.08

Von Ingo Senft-Werner

JENA (BLK) – Der Dichter und Übersetzer Christoph Martin Wieland (1733-1813) wird nach Überzeugung des Jenaer Literaturwissenschaftlers Klaus Manger weiterhin unterschätzt. „Wir haben es mit einem Giganten zu tun, der jedoch in Schulbüchern oder Bibliotheken kaum vertreten ist“, sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. An diesem Freitag (5. September 2008) jährt sich der Geburtstag des Dichters zum 275. Mal. Wieland, der in der Nähe von Biberach in Baden-Württemberg geboren wurde, zählte zu den engen Freunden Johann Wolfgang von Goethes. Er gehört zu den wichtigsten Vertretern der Aufklärung und Wegbereitern der Weimarer Klassik.

Weiterlesen: http://www.berlinerliteraturkritik.de/index.cfm?id=19272

Hallo zusammen,

Jan Philipp Reemtsma, ein großer Literaturförderer, wirbt schon seit Jahren für eine Wiederentdeckung Christoph Martin Wielands. Im Oktober 08 kommt neu heraus:

Agathodämon


Gruß
Maria
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Offline Giesbert Damaschke

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Christoph Martin Wieland
« Antwort #2 am: 5. September 2008, 00:52 »
Agathodämon
ah, gleich mal notieren.

(Ich hab das während des Studiums alles gelesen - und kann mich an kaum noch was erinnern. Es ist ein Elend.)
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Offline sandhofer

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Christoph Martin Wieland
« Antwort #3 am: 5. September 2008, 07:18 »
Agathodämon

Hallo JMaria!

Du tust meinem Portemonnaie gar nicht gut, nein ... :grmpf: :breitgrins:



Edit: Und überhaupt ... ich habe Wieland nun einen eigenen Thread gegönnt ...  :zwinker:
« Letzte Änderung: 5. September 2008, 07:20 von sandhofer »
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Giesbert Damaschke

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #4 am: 5. September 2008, 11:36 »
Man kann Wielands Sämmtliche Werke (Leipzig 1853-1858) in der Arno-Schmidt-Referenzbibliothek als PDF bekommen:
http://www.gasl.org/as/referenz/alles.php#Wieland__00_Inhalt

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Offline xenophanes

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #5 am: 5. September 2008, 18:57 »

Ich habe den Reprint der Gesammelten Werke für ca. 100 Euro vor einigen Jahren antiquarisch gekauft.

CK

Offline Knabe

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #6 am: 6. September 2008, 00:19 »
Man kann Wielands Sämmtliche Werke (Leipzig 1853-1858) in der Arno-Schmidt-Referenzbibliothek als PDF bekommen:
http://www.gasl.org/as/referenz/alles.php#Wieland__00_Inhalt


Danke für den Hinweis!

Schade nur, dass seine Korrespondenzen mit anderen Autoren darin nicht vorhanden sind.

Aber im Inhaltsverzeichnis sind einige interessante Titel, wie:

"Bonifaz Schleichers Jugendgeschichte, oder kann man ein Heuchler seyn, ohne es selbst zu wissen." (27)


Gruß

Offline Giesbert Damaschke

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #7 am: 6. September 2008, 10:19 »
Ich habe den Reprint der Gesammelten Werke für ca. 100 Euro vor einigen Jahren antiquarisch gekauft.

tja, wer zu spät kommt, den bestrafen die Antiquare ;-). Die Ausgabe war seinerzeit spottbillig (wie billig, weiß ich jetzt nicht mehr, aber so billig, dass ich sie mir als Student ohne langes Nachdenken gekauft habe).
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Offline xenophanes

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #8 am: 6. September 2008, 13:35 »
Ich habe den Reprint der Gesammelten Werke für ca. 100 Euro vor einigen Jahren antiquarisch gekauft.

tja, wer zu spät kommt, den bestrafen die Antiquare ;-). Die Ausgabe war seinerzeit spottbillig (wie billig, weiß ich jetzt nicht mehr, aber so billig, dass ich sie mir als Student ohne langes Nachdenken gekauft habe).

Ich überlege gerade, es könnten auch noch 100 DM gewesen sein. Egal, jedenfalls habe ich selten diese Summe so gut investiert  :zwinker:

CK


Offline Giesbert Damaschke

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #9 am: 6. September 2008, 14:00 »
Ich überlege gerade, es könnten auch noch 100 DM gewesen sein. Egal, jedenfalls habe ich selten diese Summe so gut investiert  :zwinker:
ich habe mal rasch beim ZVAB nachgeschlagen, der erste Anbieter, auf den ich stieß, wollte sogar 200 Euro für die Ausgabe. Das ist schon eine rechte Frechheit, die kostete seinerzeit deutlich unter 100 DM (irgendwie spukt mir das 48 DM im Kopf herum, aber das will nichts heißen).
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Offline BigBen

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #10 am: 29. September 2008, 08:41 »
Ich kämpfe mich im Augenblick durch: "Das große Lesebuch" von Christoph Martin Wieland (Fischer Klassiker)


Das ist das erste Mal, das ich was von Wieland lese und ich kann mir absolut keinen Reim darauf machen. Manche Sachen sind locker, leicht und mit großem Vergnügen zu lesen (Abderiten, Teile des Agathon, Essays über die Philosophen und über die Vernunft). Andere Sachen sind dunkel und trübe (Agathodämon, Aristipp, die meisten der Essays). Manchmal ist seine Sprache präzise und gut zu lesen. Oft wird er aber geschwätzig und pappt dem Leser ellenlange nichtaufdröselbare Schachtelsätze an die Backe. Ich habe noch nicht ganz herausfinden können, ob sich die jeweilige Stile auf die jeweiligen Epochen seines Werkes beziehen, oder ob er einfach so hin und her gesprungen ist. Ich schwanke, ob ich Wieland großartig oder grauenhaft finden soll. Und ich fürchte, die letzten paar Seiten des Lesebuchs werden mir da auch nicht wirklich weiterhelfen.  :sauer:
"Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

Offline BigBen

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #11 am: 30. September 2008, 07:48 »
So, ich bin mit dem Lesebuch durch. Und ich habe für mich entschieden, daß Wieland (vorerst) nichts für mich ist. Der schreibt nicht in meiner Gewichtsklasse. Offenbar fehlt mir zuviel antikes Wissen, um ihn zu verstehen.
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Offline finsbury

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #12 am: 1. Oktober 2008, 05:56 »
Hallo BigBen!
So, ich bin mit dem Lesebuch durch. Und ich habe für mich entschieden, daß Wieland (vorerst) nichts für mich ist. Der schreibt nicht in meiner Gewichtsklasse. Offenbar fehlt mir zuviel antikes Wissen, um ihn zu verstehen.
das ist aber schade!
Seinerzeit habe ich den Agathon gelesen: Das war etwas langwierig, da zum Teil langatmig und wie du schriebst, stark antik durchsetzt, für mich auch zu viel schöne Seele (im weiteren, nicht nur goetheschen Sinne), aber ...

"Der Sieg der Natur über die Schwärmerey oder Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva" ist ein so komisches und nett erzähltes Buch, ein kleiner feiner deutscher Don Quichote, das solltest du nicht vollständig von deiner LkLm (= LIste kommender Lesemöglichkeiten) streichen!


Außerdem scheinen mir die "Abderiten", die ich allerdings noch nicht gelesen habe, etwas ähnlich Schönes zu sein. Und ein antik-mythologisches Wörterbuch hast du doch zur besseren Verständlichkeit sicher zur Hand?!

Wieland gefällt mir auch als Mensch,  soweit ich seine Biografie kenne, sehr gut. Zum Beispiel seine tolerante Haltung gegenüber dem jungen Goethe, nachdem dieser seine Dramenfarce - Götter, Helden und Wieland - veröffentlicht hat, finde ich menschlich sehr groß.
Nachdem ich letztes Jahr zum zweiten Mal sein Gut bei Weimar besuchte und mir dort einmal wieder die schöne und gut strukturierte Ausstellung ansah, ist er wieder näher in meinen Focus gerückt, allerdings ohne dass ich dem bisher neuere Lesetaten folgen ließ  :redface:!

HG
finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)

Offline sandhofer

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #13 am: 1. Oktober 2008, 06:54 »
Ein kleiner Lesetipp - ein Büchlein, das mir nicht wenig Spass gemacht hat: Hans-Jürgen Perrey - Die große Wut des Christoph Martin Wieland: Novelle.

 :klatschen:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline BigBen

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Re: Christoph Martin Wieland
« Antwort #14 am: 1. Oktober 2008, 08:00 »
Wieland hat hier offenbar sehr viele Verteidiger. Naja, ich habe ihn ja auch nicht ganz aus meiner zukünftigen Lektüre verbannt, nur weit nach hinten verschoben. Vielleicht, wenn ich älter und reifer bin, habe ich einen besseren Zugang zu ihm.

Und ein antik-mythologisches Wörterbuch hast du doch zur besseren Verständlichkeit sicher zur Hand?!

Daran fehlt es nicht. Ich sammle Enzyklopädien und Lexika. :zwinker: Aber, Lesen ist für mich ein Großteil Unterhaltung. Da möchte ich nicht ständig nachschlagen müssen.

@sanhofer: Danke für den Tip. Ich bin gestern schon über den Leserundenvorschlag gestolpert. Vielleicht mache ich sogar mit.
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