Liebe Leute,
nun bin ich doch etwas erschrocken, was ich ausgelöst habe mit meiner flapsigen Aussage (beim Mailen muß man halt genau sein, weil man sich ja nicht mit dem gesamten Background kennt, was zu Misverständnissen führen kann, wie ich merke).
Ich wollte sagen, dass man aus seiner Kultur und Geschichte nicht "Rosinen picken" sollte, also nur die Dinge für sich reklamieren, die einem gefallen. Für mich heißt das, dass auch die Nazizeit dazugehört.
Ich habe mit Goethe und Beethoven nichts Besonderes im Sinn. Sie waren symbolisch für die positiven Seiten im Gegensatz zu Hitler und seine Vasallen gemeint.
Auch gehöre ich nicht zu denjenigen, die meinen "stolz auf Deutschland" (oder auf deutsche Kultur) sein zu müssen.
Allerdings meine ich, dass man, auch wenn man versucht, von seiner Kultur, Zeit, Geschichte usw. unabhängig zu werden, doch partiell gebunden bleibt. Man merkt das spätestens, wenn man länger im Ausland ist.
Ich halte es auch für sinnvoll, dem nachzugehen, woher man kommt (persönlich, gesellschaftlich, kulturell). Aber auch das nicht selektiv nur mit den Teilen, die einem gefallen.
Ich hoffe, nun ist es klarer geworden, was ich meinte.
Emma