Hallo liebe Ingrid,
habe für dich ein bisschen gegoogled.
Das scheint einen Bestseller vom Anfang des 20. Jahrhunderts zu sein.
Agnes Günther – der weibliche Simmel????
Hier eine Auswahl der Beschreibungen
Agnes Günther (1863-1911)
Der bis heute anhaltende Erfolg, den die bis dahin völlig unbekannte Langenburger Dekansfrau, die im heutigen Pfarrhaus lebte, mit ihrem Roman „Die Heilige und der Narr“ bei den deutschen Lesern erzielt hat, ist legendär. Sie machte die Region Hohenlohe bei Millionen von Lesern bekannt und gilt daher als „eine Wegbereiterin des Tourismus“ in Langenburg. Ihr Bestseller, ein 1913 veröffentlichtes, romantisches Melodram, in dem Liebe und Leben einer schönen Waisen aus fürstlichem Geblüt von der eifersüchtigen Stiefmutter zerstört werden, hat es sogar zu zwei Verfilmungen gebracht. Das Erscheinen des Romans hat die Dichterin nicht mehr erlebt. Nach schwerer Krankheit starb sie am 16. Februar 1911 in Marbach.
Geboren wurde Agnes Günther am 21. Juli 1863 in Stuttgart als Tochter Hermann Breunings und seiner Frau Mary Ann, geborene Barell, einer Engländerin. 1887 hatte Agnes den Vikar Rudolf Günther geheiratet, der einige Jahre später als Dekan nach Langenburg berufen wurde. Sie habe sich von Anfang an in das Hohenloher Land verliebt, schrieb Rudolf Günther über seine Gattin.
Agnes Günther
Schriftstellerin. * 21.7.1863 Stuttgart. + 16.2.1911 Marburg an der Lahn.
Ihr Buch "Die Heilige und ihr Narr", 100 Auflagen, erst 1913 nach ihrem Tod erschienen. Laut Brockhaus schwärmerischer Roman.
Agnes Günther kam 1863 in Stuttgart zur Welt und schrieb den ersten Bestseller Deutschlands . Ihr Roman „Die Heilige und ihr Narr“ sanierte damals den stark angeschlagenen Stuttgarter Steinkopf-Verlag. 150 Auflagen mit über einer Million Exemplaren wurden bis heute gedruckt. Die Lektüre des von der Kritik als weiblich und süßlich verpönten Romans hat Generationen von Mädchen und Frauen nachhaltig beeinflußt und zu Tränen gerührt. Faszinierend ist nicht nur der Erfolg des Buches, auch vor allem das Leben der Pfarrersgattin. Erst mit 52 Jahren griff sie zur Feder und schrieb noch auf dem Totenbett die letzten Zeilen ihres 600 Seiten Epos. In Langenburg, wo sie lange lebte, verehrt man sie heute noch. Hier sprießen Fan-Clubs aus dem Boden und ihre Bewunderer backen kleine Köstlichkeiten ,auch 'Seelchen' genannt, nach der weiblichen Hauptfigur des anrührenden Stücks.
Agnes Günther:
Lebte von 1891 – 1906 als Dekanatsfrau in Langenburg, und hätte besser Karl Julius Weber lesen sollen, aber statt dessen schrieb sie DEN ultimativen Kitschroman des beginnenden 20. Jahrhunderts, und hinterläßt mit „Die Heilige und ihr Narr“ eine gar erschröcklich traurige Geschichte um ein zartes Seelchen, spukende Schlösser, und vieles mehr, von dem ich leider nix mehr zu erzählen weiß, da mir beim Lesen dummerweise ab Seite 10 alles weitere Druckwerk durch Unmengen an Tränen unlesbar geworden ist......*-(
Und nach dem Verweis hast Du mich richtig neugierig auf dieses Buch gemacht:
Georgievitz-Weitzer, Demeter] : Das Okkulte in Agnes Günther: 'Die Heilige und ihr Narr' : erläutert an zahlrreichen, ähnlichen wohlbeglaubigten Tatsachen. Von G. W. Surya. Freiburg (Baden) : Lorenz, 1921. 157 S.
Ich mag diese alten leicht kitschigen Schauerromane. Wenn Du jetzt kein Interesse mehr an diesne Büchern hast, ich hätte welches..
Dabei habe ich auch noch diesen liebenswerten Artikel gefunden. Von den angesprochenen Autoren kenne ich die wenigsten. Ob es unseren Lieblingen in 80 Jahren genauso geht???
Besuch in einer Volksbücherei (1924)
http://www.stuttgart.de/stadtbuecherei/jubilaeum/texte/1900/besuch.htmlLG Dyke