Autor Thema: Robert Musil  (Gelesen 2469 mal)

Offline xenophanes

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Robert Musil
« am: 4. Januar 2009, 19:04 »
Hallo!

Für alle die sich für den MoE Remix interessieren ( http://www.koellerer.de/moeremix.html ) der Hinweis, dass man die Folgen ab sofort beim BR auch laden kann:

http://www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/podcasts-pool-mann-ohne-eigenschaften-remix-ID1214839907926.xml

CK


Offline Sir Thomas

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Re: Robert Musil
« Antwort #1 am: 14. Januar 2009, 09:45 »
Hallo!

Für alle die sich für den MoE Remix interessieren ( http://www.koellerer.de/moeremix.html ) der Hinweis, dass man die Folgen ab sofort beim BR auch laden kann:

http://www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/podcasts-pool-mann-ohne-eigenschaften-remix-ID1214839907926.xml

Dort gibt es auch mehrere knapp einstündige Features über Musils Recherchen, Leben, Nachlass etc. Interessant sind auch die Beiträge mit zeitgenössischen Stimmen zum MoE. Eine wahre Fundgrube für Musil- und MoE-Freunde! Dafür muss man den Bayerischen Rundfunk sehr sehr loben!

Gruß

Tom   

Offline xenophanes

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Re: Robert Musil
« Antwort #2 am: 14. Januar 2009, 21:59 »
Dort gibt es auch mehrere knapp einstündige Features über Musils Recherchen, Leben, Nachlass etc. Interessant sind auch die Beiträge mit zeitgenössischen Stimmen zum MoE. Eine wahre Fundgrube für Musil- und MoE-Freunde! Dafür muss man den Bayerischen Rundfunk sehr sehr loben!
  

Habe ich auch gemacht, auf einem Symposium in Klagenfurt in Anwesenheit der Macher und in meiner Rezension  :smile:

CK


troll

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Re: Robert Musil
« Antwort #3 am: 8. Dezember 2009, 19:44 »
Musils sprachliche Originalität is wirklich phänomenal. Noch dazu überraschend humoresk. Könnte sich Thomas Mann fast ne Scheibe von abschneiden. Wobei es einem dort auch oft genug schmunzelt. Man hat ja sonst nicht viel zum Lachen.
Gruß vom troll

Freund Hermann

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Re: Robert Musil
« Antwort #4 am: 16. Februar 2010, 11:30 »
Den Mann ohne Eigenschaften habe ich seinerzeit trotz einiger Längen sehr genossen. Allerdings musste ich die Lektüre beenden, nachdem sich das inzestuöse Verhältnis Ulrichs zu seiner Schwester Agathe abzeichnete. Dennoch eine Frage: Laut meiner Recherche wurde das Buch nie ganz Ende geschrieben, jedoch soll es noch einen 3. und  4. Teil davon geben, die wohl anhand weiterer unzusammenhängender Kapitel lektoriell zusammengestellt wurden, weshalb ich gerne wüsste, ob auf diesem Wege ein einigermaßen glaubhaftes Endergebnis zustande gekommen ist und es sich deshalb lohnen würde, sich die beiden anderen Teile auch anzuschaffen.

freundliche Grüße
F. Hermann

Offline Sir Thomas

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Re: Robert Musil
« Antwort #5 am: 16. Februar 2010, 13:00 »
Den Mann ohne Eigenschaften habe ich seinerzeit trotz einiger Längen sehr genossen. Allerdings musste ich die Lektüre beenden, nachdem sich das inzestuöse Verhältnis Ulrichs zu seiner Schwester Agathe abzeichnete.

Hallo F. Hermann,

warum aufhören, wenn es interessant wird?  :zwinker:

Zu Deiner Frage. Ja, "Der Mann ohne Eigenschaften" ist nicht beendet worden. Ich habe auch "nur" die ersten beiden Teile (bzw. Bücher) gelesen und bin mir immer noch nicht darüber im Klaren, ob ich die umfangreichen Fragmente (mehr als das ist der große Rest wohl nicht), die als weitere Teile vorliegen, lesen soll.

Vielleicht sollten wir es mit dem MoE halten wie mit den Kafka-Werken "Der Process" und "Das Schloss": Sie sind vollkommene Literatur, auch oder gerade in ihrer Unvollständigkeit.

Viele Grüße

Tom

Freund Hermann

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Re: Robert Musil
« Antwort #6 am: 16. Februar 2010, 19:32 »
Zitat
warum aufhören, wenn es interessant wird?

Weil mich das einfach nicht interessiert!!! Ich hielt den MoE deswegen bis dahin so interessant, weil ich Nähres über die Entstehungsbedingungen des Nationalsozialismus aus Sicht des österreichischen Bildungsbürgertums zu erfahren hoffte.

Gruß
« Letzte Änderung: 16. Februar 2010, 21:59 von Freund Hermann »

Offline sandhofer

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Re: Robert Musil
« Antwort #7 am: 16. Februar 2010, 21:33 »
Nun ja - Der Mann ohne Eigenschaften ist nun halt kein Sachbuch. Ausserdem: Wer sagt, dass Ulrichs Verhältnis mit seiner Schwester nicht eben genau zu den "Entstehungsbeding[ung]en des Nationalsozialismus aus Sicht des österreichischen Bildungsbürgertums" gehört?
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Freund Hermann

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Re: Robert Musil
« Antwort #8 am: 16. Februar 2010, 22:15 »
Zitat
Wer sagt, dass Ulrichs Verhältnis mit seiner Schwester nicht eben genau zu den "Entstehungsbeding[ung]en des Nationalsozialismus aus Sicht des österreichischen Bildungsbürgertums" gehört?

Eben! Und wer sagt, dass alles was auf Wikepedia über den Autor geschrieben steht richtig ist? Und wer sagt, wer sagt, wer sagt noch alles und was wo wie wann und warum? Am besten ohne dass man jemanden überhaupt kennt. Und woher warum das alles? So sagt man dann am besten gar nix mehr, bloß ändert auch das natürlich überhaupt nichts. Bloß weil der und der und der das und das sagt. Weil der und der darf das ja. Behaupten dass dieser und jener vielleicht so und so ist, ohne dass wer auch bloß im Traum daran denkt. Weil er kann sich ja nicht wehren, wenn der und der das und das sagt, damit mit dem und dem bloß nie jemand spricht und dieser oder jener vor Einsamkeit durchdreht. Weil der und der das und das einfach behauptet. Ohne dass es den geringsten Anhaltspunkt dafür gibt. Außer dass der und der vielleicht irgendwo mal das und das gesagt hat. Die Frage bleibt dann nur warum? Vielleicht bloß weil er das und das nicht richtig findet? Oder auch nur, weil äh...naja.

Nacht

Ps: Der dritte Teil ist überschrieben : Ins tausendjährige Reich (die Verbrecher); evtl könnte diese ein Hinweis sein
« Letzte Änderung: 16. Februar 2010, 22:23 von Freund Hermann »

Offline scheichsbeutel^

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Re: Robert Musil
« Antwort #9 am: 16. Februar 2010, 22:17 »
Wer sagt eigentlich, dass der MoE überhaupt die Enstehungsbedingungen des Nationalsozialismus (aus wessen Sicht auch immer) zu analysieren unternimmt? Man hat Musil vielmehr vorgeworfen, dass er zu Zeiten des NS an einem k. k. Roman arbeitete, einem Roman, der den Untergang der bürgerlichen Welt vor dem 1. Weltkrieg zum Thema hatte.

Dass mutet ähnlich an wie bei Kafka, dem auch prophetische Gaben unterstellt wurden; einfach Kaffeesudleserei a posteriori: Alle mögliche Bücher werden als prophetische Hinweise auf eine Zeit interpretiert, von der die Erzähler zuvor kaum etwas ahnten oder wussten. Der Dichter als Seher und Prophet, als Seismograph zukünfter politischer Entwicklungen. Wobei er wie alle Seher (selbst jener von Uderzo und Goscinny) seine Wahrheit post festum untergejubelt bekommt.

scheich'sbeutelsche Grüße

Offline scheichsbeutel^

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Re: Robert Musil
« Antwort #10 am: 16. Februar 2010, 22:38 »
Ps: Der dritte Teil ist überschrieben : Ins tausendjährige Reich (die Verbrecher); evtl könnte diese ein Hinweis sein

genau der, den du nie gelesen hast  :breitgrins:

Offline JMaria

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Antw:Robert Musil
« Antwort #11 am: 29. November 2011, 12:06 »
Hallo zusammen,

der japanische Germanist Nanao Hyasaka erforschte seit Jahrzehnten die Erinnerungsorte, Schauplätze und Lebensumstände des österreichischen Romanciers. Jetzt gibt es eine Buchveröffentlichung, die nicht nur für Musilianer interessant sein könnte:

Robert Musil und der genius loci. Die Lebensumstände des ""Mannes ohne Eigenschaften


MoE wartet bei mir auch noch darauf gelesen zu werden.

Gruß,
Maria
Aktuell:

Offline Sir Thomas

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Antw:Robert Musil
« Antwort #12 am: 29. November 2011, 12:20 »
Robert Musil und der genius loci. Die Lebensumstände des ""Mannes ohne Eigenschaften


Vielen Dank, Maria! Aber warum sind diese Bücher immer so unverschämt teuer?  :grmpf:

LG

Tom

Offline sandhofer

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Antw:Robert Musil
« Antwort #13 am: 29. November 2011, 15:56 »
Vielen Dank, Maria! Aber warum sind diese Bücher immer so unverschämt teuer?  :grmpf:

Weil auch japanische Germanisten für ihre jahrelange Arbeit bezahlt werden möchten?  ;)
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Sir Thomas

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Antw:Robert Musil
« Antwort #14 am: 29. November 2011, 16:16 »
Vielen Dank, Maria! Aber warum sind diese Bücher immer so unverschämt teuer?  :grmpf:

Weil auch japanische Germanisten für ihre jahrelange Arbeit bezahlt werden möchten?  ;)

Germanisten arbeiten? Ich dachte, es handele sich um ein Hobby ...  :breitgrins:  :wegrenn: