Nabokov zitiert in der Reinszenierung des Schöpfungsmythos durch den Geschwisterinzest in "Ada oder Das Verlangen" die von mir genannte Passage aus Melvilles "Pierre oder Die Doppeldeutigkeiten" Letzteres nebenbei bemerkt ein ziemlich furchtbares Geschwalle. Man sieht schon die Anspielung im Titel, wobei schon der "Pierre" stark parodierend vorgeht, alles zusammen quasi ein monumentaler Intertextualitäts-Inzest + Ironie. (Vgl. Ada-online aus Auckland) Erstaunlich, dass wir in Bezug auf Büchner und Camus entschlüsselungsmäßig so extrem hinterherhinken. (Vgl. meine Links zu Vorstellung: "Wyozeck" bzw. Rezension: "Der Fremde".)
Mittlerweile wird mir klar, dass es sich bei den letzteren Werken (ansatzweise auch im "Hamlet" und "Don Carlos" im Gegensatz zu der patriarchalischen Idealisierung des (Geschwister)Izests um die Dramatisierung (des Mutter-Sohn-Inzests) mit abschließendem Ritualmord handelt. Vermutlich wäre auch Hauptmanns "Bahnwärter Thiel" hier einzuordnen.