Nach einem kurzen Durchblättern scheint es mir, als ob Frauen außer Emma keine große Rolle zu spielen. Die Mutter Giebenrath ist früh verstorben. Es wird erwähnt, dass Hans schon früher, vor Emma und vor Hermann, einem Mädchen nachgelaufen sei, dass es aber zu keiner näheren Begegnung gekommen sei.
Was Sexualität betrifft, scheint mir die homosexuelle Komponente (Kuss mit Hermann) deutlicher zu sein als die Liebe zu Frauen. Im kleinen, religiös geprägten Städtchen im Schwarzwald kann man eine profunde sexuelle Aufklärung nicht erwarten. Hans ist darin sehr unerfahren.
Die Erfahrung mit Emma löst in Hans ambivalente Gefühle aus. Lies die Stelle genauer durch. Eine "süße Angst" überkommt ihn, er ist in "angstvoller Wonne", sein Herz schlägt schneller, das Atmen wird ihm schwer, er spürt "Bangnis und süße Qual", mit Lust und "bösem Gewissen" betrachtet er Emma, er spricht und weiß selber nicht, was er eigentlich redet.
Beim ersten Kuss überfällt ihn eine tiefe Schwäche und verwandelt sich in "Todesmüdigkeit und Pein".
Auch am nächsten Abend werden zwiespältige Emotionen beschrieben: sie sind mit einem "süßen Grauen und einer tiefen, glücklichen Bangigkeit" und mehr wie eine Krankheit mit Fieber und Schwäche. Sogar von Tod ist hier die Rede. Hans wird müde, seine Aufmerksamkeit für die Natur (Berge, Nacht, Wind, Wasser) ist gesteigert.
Lies auch die Beschreibung seines Schlafes. Das Mädchen verursacht Albträume. Hans' Aufwachen ist "gepeinigt und erschöpft". Hans muss weinen.
Der Verlustschock ist sehr groß. Hans wird zornig, die Qual, die ihn befällt, hält tagelang an. Mit der bitteren Erfahrung kann er kaum umgehen, sie belastet ihn sehr.