Autor Thema: Suche dicke Schinken  (Gelesen 5508 mal)

Offline klopskerl

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Suche dicke Schinken
« am: 17. Februar 2009, 12:40 »
Ich möchte Euch nochmal um Eure geschätzte Hilfe ersuchen.

Als ein Freund des dicken Romans (vorzugsweise aus dem 18., 19 und meinetwegen noch dem beginnenden 20. Jahrhundert) möchte ich Euch um ein paar Vorschläge bitten, die, sagen wir mal, miminum 700 Seiten stark sind.

Es sollten schon Klassiker sein, möglichst keine Trivialliteratur.

Folgendes, das diesem Anspruch genügt, kenne ich bereits:

Tolstoi - Krieg und Frieden, Anna Karenina, Auferstehung
Dostojewski - Schuld und Sühne, Karamasoff, Dämonen
Hugo - Die Elenden
Scholochow - Der stille Don
Dumas - Graf von Monte Cristo
Mann - Buddenbrooks
Grass - Blechtrommel
Cervantes - Don Quijote
Grimmelshausen - Simplicicimus Teutsch
Mitchel - Vom Winde verweht

Was empfehlt Ihr mir?
Alle glücklichen Familien gleichen einander.
Alle unglücklichen Familien sind auf ihre Weise unglücklich.

Offline BigBen

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #1 am: 17. Februar 2009, 13:11 »
Die Seitenzahl ist zwar kein Qualitätskriterium, aber wenn Du schon mal danach fragst  :zwinker: :

Im November werden wir eine Leserunde zu  Eugène Sue - Die Geheimnisse von Paris (2000 Seiten) haben.
Letztes Jahr lasen wir hier Karl Ferdinand Gutzkow: Die Ritter vom Geiste (3600 Seiten).
Gutzkows "Zauberer von Rom" ist von einem ähnlichen Umfang. Immermanns "Münchhausen" hat, wenn ich mich recht erinnere, ~900 Seiten.
"Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

gemaro

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #2 am: 17. Februar 2009, 13:16 »
So aus dem Stehgreif fällt mir ein:

Lawrence Sterne - Tristram Shandy
Henry Fielding - Tom Jones
Alessandro Manzoni - Die Verlobten
Herman Melville - Moby Dick
Giovanni Boccaccio - Decameron
Marcel Proust - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (fällt ev. aus Deinem Zeitrahmen)

Nachtrag:
C. M. Wieland - Agathon
Geschichten aus 1001 Nacht (die Cacluttaer Ausgabe in der Übersetzung von Enno Littmann hat ca. 5000 Seiten)
« Letzte Änderung: 17. Februar 2009, 13:25 von gemaro »

Offline klopskerl

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #3 am: 17. Februar 2009, 13:21 »
Mehr, mehr, mehr:)
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Offline Gronauer

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #4 am: 17. Februar 2009, 13:55 »
Melville: Mardi und eine Reise dorthin (2 Bände, insg. 1100 Seiten)
Meyern: Dy Na Sore (etwa 1000 Seiten)
Schnabel: Die Insel Felsenburg (je nach Edition etwa 800 bis 1000 Seiten)
Wieland: Aristipp (rund 700 Seiten)
Jean Paul: Titan (objektiv nicht ganz 700 Seiten, subjektiv aber viel mehr)
Goethe: Wilhelm Meister (Lehrjahre und Wanderjahre)


Reicht das bis zur Rente?

Gruß,

Gronauer

gemaro

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #5 am: 17. Februar 2009, 14:00 »
Wenn "subjektive 700" Seiten auch zählen, dann werf ich noch Iskandarname von Nizami dazu (678 S.)  :zwinker:

scardanelli

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #6 am: 17. Februar 2009, 14:38 »
...empfehle auch noch
Laurence Stern, Tristram Shandy (zudem sehr amüsant)
Gottfried Keller, Der grüne Heinrich
René Schickel, Das Erbe am Rhein
Rober Musil, Mann ohne Eigenschaften
Peter Weiss, Ästhetik des Widerstands
Uwe Johnson, Jahrestage
usw...

gemaro

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #7 am: 17. Februar 2009, 15:00 »
@scardanelli: mit Weiss und Johnson bist Du jetzt aber schon mitten im 20. Jahrhundert.
(wobei "Ästhetik des Widerstands" IMHO sogar auf "gefühlte 2000 Seiten" kommt) :zwinker:
Ich hab mich schon nicht mehr getraut den Ulysses und den MoE hinzuschreiben.

Offline Giesbert Damaschke

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #8 am: 17. Februar 2009, 15:31 »
Im Prinzip kann man da alle "viktorianische Schinken" reinnehmen: Bulwer, Dickens, Collins ... alles so um die 800 bis 1500 Seiten.
Giesbert Damaschke, München |  http://www.damaschke.de/

Offline Lost

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #9 am: 17. Februar 2009, 15:55 »
Da passt auch Heinrich Mann mit Henry IV und leider nicht der Stechlin von Fontane, aber Döblins 1918.

Offline mombour

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #10 am: 17. Februar 2009, 16:47 »
Alfred Döblin: Wallenstein
Albrecht Schaeffer: Helianth
Hermann Broch: Die Schlafwandler
Thomas Mann: Joseph und seine Brüder
Lion Feuchtwanger: Josephus-Trilogie
Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel! / Von Zeit und Strom

Was soll daran gut sein, nur dicke Schinken zu lesen.
« Letzte Änderung: 17. Februar 2009, 18:40 von mombour »

Offline klopskerl

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #11 am: 17. Februar 2009, 19:35 »
Was soll daran gut sein, nur dicke Schinken zu lesen.

An sich nichts. Bei guten Büchern (die ich trivialerweise dann als solche einstufe, wenn sie mich unterhalten) finde ich es gelegentlich schade, dass sie zu schnell zu Ende sind.
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Offline mombour

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #12 am: 17. Februar 2009, 19:57 »

. Bei guten Büchern (die ich trivialerweise dann als solche einstufe, wenn sie mich unterhalten)

Thomas Wolfe und der andere Thomas haben mich gut unterhalten :breitgrins:

scardanelli

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #13 am: 17. Februar 2009, 20:03 »
Was soll daran gut sein, nur dicke Schinken zu lesen.

An sich nichts. Bei guten Büchern (die ich trivialerweise dann als solche einstufe, wenn sie mich unterhalten) finde ich es gelegentlich schade, dass sie zu schnell zu Ende sind.

...das ist aber ein generelles "Problem" beim Lesen, dass man etwas nicht mehr ungelesen machen kann...
...dennoch, es gibt auch die Freude des Wiederlesens (und dabei Neues entdeckend)...

Offline Stoerte

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #14 am: 17. Februar 2009, 20:06 »
Dostojewski - Schuld und Sühne, Karamasoff, Dämonen
Von seinen dicken Schinken fehlt dir noch Der Idiot.