Autor Thema: Suche dicke Schinken  (Gelesen 5513 mal)

Offline klopskerl

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #15 am: 17. Februar 2009, 20:13 »
Dostojewski - Schuld und Sühne, Karamasoff, Dämonen
Von seinen dicken Schinken fehlt dir noch Der Idiot.

Liegt schon bereit:)
Alle glücklichen Familien gleichen einander.
Alle unglücklichen Familien sind auf ihre Weise unglücklich.

Offline sandhofer

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #16 am: 17. Februar 2009, 21:00 »
Im Prinzip kann man da alle "viktorianische Schinken" reinnehmen: Bulwer, Dickens, Collins ... alles so um die 800 bis 1500 Seiten.

Ou ja ...
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline xenophanes

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #17 am: 17. Februar 2009, 23:30 »

Noch nicht genannt wurde:

Doderer: Strudlhofstiege; Dämonen.

CK


Offline mombour

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #18 am: 18. Februar 2009, 09:54 »
und Charles Robert Maturin: "Melmoth der Wanderer"
wurde auch noch unterschlagen :smile: .

Offline klopskerl

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #19 am: 18. Februar 2009, 12:24 »
Vielen Dank Euch allen!

Von den meisten Autoren habe ich noch nicht einmal gehört  :redface:
Alle glücklichen Familien gleichen einander.
Alle unglücklichen Familien sind auf ihre Weise unglücklich.

Offline xenophanes

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #20 am: 18. Februar 2009, 23:05 »
Vielen Dank Euch allen!

Von den meisten Autoren habe ich noch nicht einmal gehört  :redface:

Beneidenswert! Dann hast du noch großartige Entdeckungen vor Dir.

CK


scardanelli

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #21 am: 19. Februar 2009, 05:42 »
Nebenbemerkung: Der quantitative Umfang eines Buches ist keine Aussage über seine Qualität (jedenfalls nicht zwingend); vergessen darf man nicht, dass es auch Zeiten gab, in denen Bücher der Zensur unterlagen und z.B. in Preußen Bücher über 20 Druckbogen nicht der Vorzensur unterlagen - also hat man die Bücher vom Format her kleiner, aber insgesamt dicker gemacht...

gemaro

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #22 am: 19. Februar 2009, 09:25 »
Der quantitative Umfang eines Buches ist keine Aussage über seine Qualität

Oft wirkt sich ein großer Umfang sogar negativ auf die Qualität aus, denn nicht jeder Autor hat auch das Können ein umfangreiches Werk zu entwerfen. Bei manchen "dicken Schinken" wurde derart viel Füllmaterial reingepackt, dass die Freude an der Lektüre leidet.

Offline finsbury

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #23 am: 19. Februar 2009, 09:39 »
Hallo,

schon richtig, allerdings kann ich klopskerl gut  verstehen, denn auch ich schätze die guten Romane, die zusätzlich noch schön dick sind, da man dann lange was davon hat.

Deshalb ergänze ich:
Hernry James: Bildnis einer Dame
Alexandre Dumas: Die Bartholmäusnacht
                              Joseph Balsamo - Memoiren eines Arztes (auch unter dem Titel "Cagliostro" auf dem deutschen Markt veröffentlicht)
                              und natürlich seine Musketiere-Reihe
Adalbert Stifter: Der Nachsommer (hatte den noch keiner aufgeschrieben  :rollen: oder hab ich's überlesen?)
Fritz Reuter : Ut mine Stromtid (hochdeutsch als: Das Leben auf dem Lande erhältlich)
Heinrich Albert Oppermann: Hundert Jahre (dazu ist - glaube ich - BigBen der Experte)
Jean Paul: Hesperus oder 45 Hundsposttage
Karl Immermann: Die Epigonen (meiner Meinung nach deutlich besser als sein "Münchhausen").
Ach, und wenn man das 20. Jahrhundert dazu nehmen dürfte, fiele einem noch so viel mehr ein ....

HG
finsbury   
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)

Offline BigBen

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #24 am: 19. Februar 2009, 09:43 »
Heinrich Albert Oppermann: Hundert Jahre (dazu ist - glaube ich - BigBen der Experte)

Ich bin kein Experte, ich lese es nur seit letztem Jahr (bin aber irgendwie nach dem zweiten Buch hängengeblieben).
"Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

Offline thopas

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #25 am: 19. Februar 2009, 10:05 »
Hallo,

kann es sein, daß der Zauberberg noch gar nicht genannt wurde?

und Charles Robert Maturin: "Melmoth der Wanderer"
wurde auch noch unterschlagen :smile: .

Da gäbe es noch ein paar gothic novels mit hoher Seitenzahl, z.B. The Mysteries of Udolpho von Ann Radcliffe, aber ob man sich diesen Schinken antun muß?

Der quantitative Umfang eines Buches ist keine Aussage über seine Qualität

Oft wirkt sich ein großer Umfang sogar negativ auf die Qualität aus, denn nicht jeder Autor hat auch das Können ein umfangreiches Werk zu entwerfen. Bei manchen "dicken Schinken" wurde derart viel Füllmaterial reingepackt, dass die Freude an der Lektüre leidet.

In der Viktorianischen Zeit waren die dreiteiligen Roman-Schinken sehr beliebt (weiter oben schon von giesbert erwähnt), so daß viele Autoren gezwungen waren, ihre Werke aufzublähen, um die erforderliche Seitenzahl zu erreichen. George Eliot ist, wenn ich mich nicht irre, so ein Fall; in ihren Romanen sollen einige Längen vorkommen. Middlemarch wollte ich schon lange einmal lesen, The Mill on the Floss ist ein weiteres bekanntes Buch von ihr.

Viele Grüße
thopas

Offline Sir Thomas

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #26 am: 5. Mai 2009, 13:35 »
Hermann Broch: Die Schlafwandler

Ich entdecke soeben
(http://www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/sendungen2009-1-hermann-broch-die-schlafwandler-1918-huguenau-oder-die-sachlichkeit-3-br-ursendung-ID1228148384582.xml)
und fange an, mich für dieses Werk zu interessieren. Wie lohnend ist die Lektüre?

Viele Grüße

Tom

Offline sandhofer

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #27 am: 5. Mai 2009, 13:41 »
Hermann Broch: Die Schlafwandler

Ich entdecke soeben
(http://www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/sendungen2009-1-hermann-broch-die-schlafwandler-1918-huguenau-oder-die-sachlichkeit-3-br-ursendung-ID1228148384582.xml)
und fange an, mich für dieses Werk zu interessieren. Wie lohnend ist die Lektüre?

Broch ist bei mir ein paar Jahre her; ich erinnere mich aber an eine durchaus befriedigende Lektüre ... :winken:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

scardanelli

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #28 am: 6. Mai 2009, 04:47 »
Kleines Bonmot am Rande. Von Broch habe ich ein Zitat über meinem Schreibtisch hängen:

"Sagen Sie mal, aber ehrlich, lesen Sie wirklich den Haufen Bücher, den Sie in Ihrem Zimmer herumliegen haben?"
"Ja."
"Merkwürdig... und das hat irgendeinen Sinn und Zweck?"
"Nicht den geringsten."


aus: Die Schlafwandler

Offline Isadora

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #29 am: 17. Mai 2009, 03:16 »
Hm.. also auf Anhieb fallen mir da (bei der zeitlichen Beschränkung) diese Bücher ein - ich hoffe, sie wurden noch nicht genannt:

  • George Eliot: Middlemarch - zwischen 800 und 900 Seiten (je nach Ausgabe)
  • Adalbert Stifter: Witiko - über 900 Seiten
  • Christoph Martin Wieland: Geschichte des Agathon - fast 700 (Reclam-)Seiten
  • Ludwig Tieck: Franz Sternbalds Wanderungen - "nur" fast 600 (Reclam-)Seiten
  • Clemens Brentano: Godwi - ebenfalls
  • Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch - zwischen 600 und 650 Seiten
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