Autor Thema: Suche dicke Schinken  (Gelesen 5514 mal)

Offline xenophanes

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #30 am: 17. Mai 2009, 10:44 »
Hm.. also auf Anhieb fallen mir da (bei der zeitlichen Beschränkung) diese Bücher ein - ich hoffe, sie wurden noch nicht genannt:

  • George Eliot: Middlemarch - zwischen 800 und 900 Seiten (je nach Ausgabe)

Lese ich eben. Hat in meiner Ausgabe (Manesse) mehr als 1100 Seiten  :zwinker:

CK

Offline Fuu

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #31 am: 17. Mai 2009, 15:15 »
"So weit die Füße tragen" von Josef Martin Bauer (423 Seiten) :zwinker:

LG, Fuu
Richte nicht, damit du nicht gerichtet wirst...ja, wenn man aber einander nicht richten soll, haben die Menschen nichts, um sich zu unterhalten.
                       Maxim Gorkij

Offline Sir Thomas

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #32 am: 26. April 2010, 11:57 »
Hermann Broch: Die Schlafwandler

Ich entdecke soeben
(http://www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/sendungen2009-1-hermann-broch-die-schlafwandler-1918-huguenau-oder-die-sachlichkeit-3-br-ursendung-ID1228148384582.xml)
und fange an, mich für dieses Werk zu interessieren. Wie lohnend ist die Lektüre?

Broch ist bei mir ein paar Jahre her; ich erinnere mich aber an eine durchaus befriedigende Lektüre ... :winken:

Passend dazu das Radiofeature "Der Kriegstourist" über Hermann Brochs letzten Teil der Schlafwandler-Trilogie.

Anhören und downloaden auf den Seiten des Bayerischen Rundfunks:
http://www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/pool-meyer-eva-der-kriegstourist-ID1271934668436.xml

Es grüßt

Tom

Offline JMaria

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Re: Suche dicke Schinken
« Antwort #33 am: 15. August 2010, 15:32 »
Hallo zusammen,

heute las ich in 2666 von Roberto Bolaño folgendes über "größere Werke" und ich stell es hier mal rein ...

Vorgeschichte: es wird ein Apotheker erwähnt, der lieber Bartleby als Moby Dick, Eine Weihnachtsgeschichte statt Eine Geschichte aus zwei Städten usw... liest. Darüber macht sich Amalfitano, ein Philosophielehrer, folgende Gedanken:

....Nicht einmal die belesenen Apotheker wagen sich mehr an die großen, die unvollkommenen, die überschäumenden Werke, die Schneisen ins Unbekannte schlagen. Sie geben den perfekten Fingerübungen der großen Meister den Vorzug. Anders gesagt: Sie wollen die großen Meister bei eleganten Fechtübungen beobachten, aber nichts wissen von den wahren Kämpfen, in denen die großen Meister gegen jenes Etwas kämpfen, das uns allen Angst einjagt, jenes Etwas, das gefährlich die Hörner senkt, und es gibt Blutvergießen, tödliche Wunden und Gestank. (S. 283, gebundene Ausgabe, Hanser Verlag)


Der letzte Satz hat mich nun doch an "Salammbo" von Flaubert erinnert, das ich kürzlich mit Staunen, Schrecken und Begeisterung las.
2666 ist auch so ein Werk, in dem der Autor seine Hörner senkt und nicht vor Gestank zurückschreckt; jedoch nicht in ekligem, sensationssüchtigem Sinne.

Gruß
Maria
« Letzte Änderung: 15. August 2010, 15:36 von JMaria »
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