Hallo Hubert,
das war in der Brüsseler Delvaux-Ausstellung, in der ich auch noch ein Modigliani-Porträt bestaunen durfte und einige belgische Expressionisten. Delvaux ist zwar Surrealist, aber es wurden Wechselbeziehungen mit anderen Künstler(Inn)en aufgezeigt.
Also die Puppen de Chiricos sagen mir nicht so zu (eines der Bilder), die Nachmittagsstimmungen finde ich aber gewaltig (das andere der Bilder).
Überhaupt diese eigentümlich schweren Farben, obwohl sie wenig Materie/Stofflichkeit besitzen (lasurhaft)... Wie soll ich das beschreiben?
Aber man erkennt diese Werke sofort, tritt dichter an sie heran, wobei sie erst etwas Kraft verlieren, fast schon gewöhnlich werden und bei genauem Hinschauen dann ihre ganze merkwürdige Magie und Anziehungskraft entfalten. Ist schon surreal und magisch, das finde ich.
Was Courbet und de Chirico verbindet, entzieht sich meinen Kenntnissen, auf jeden Fall können die Farben, der Pinselduktus, die Farbstruktur, die Themen usw. verschiedener nicht sein... Aber warum soll man anderes nicht schätzen und von ihm lernen?
Grüße, FA