Hallo,
ein feiner Reisebericht von
George Borrow: Wildes Wales (Wild Wales)


George Borrow (1803-1881) . Es heißt, er habe 35 Sprachen und Dialekte beherrscht. Ein erstaunlicher Mensch. Er hat Rußland, Portugal und Spanien durchwandert, also ein unermüdlicher Wanderer. In "Wildes Wales" reiste Barrow durch Wales, besteigt so manchen Berg (Berwyn Mountains und den Snowdon) und erkundet abgelegene Orte wie Llandovery. Im dortigen Castle Hotel kann man das Himmelbett besichtigen, in dem Borrow übernachtete.
Er folgte auch den Spuren Waliser Dichter mit einer Freude am Rezitieren derer Gedichte an den erkundeten Stätten. Eisenbahnen ließ er links liegen, er verachtete sie und diejenigen, die damit reisen und doch konnte er sich ihrer nicht ganz entziehen.
Ein kleiner Auszug, den Borrow zu seiner Tochter Henrietta sagt:
"Hier ... bist du auf dem höchsten Felsen des Snowdon, den die Waliser - vielleicht zu Recht - als den außergewöhnlichsten Fels der Welt betrachten. Das kommt in vielen ihrer alten, wildromantischen Geschichten gleich wie in einigen ihrer edelsten Gedichte zum Ausdruck, unter anderem im "Jüngsten Gericht" des berühmten Gronwy Owen: "Der Gipfel des Snowdon soll dem Erdboden gleichgemacht werden, und die Wasser werden darum murmeln und strudeln." ..... der allgemein Y Wyddfa genannt wird, was deutlich sichtberer Ort oder Berg bedeutet, und der im Winter meist mit Schnee bedeckt ist. Über diesen Schnee gibt es in der walisischen Sprache zwei kuriose Strophen, die bis auf den Buchstaben R nur aus Vokalen bestehen."
Mir hat das Lesen seines Berichtes viel Vergnügen bereitet.
Grüße von
Maria