Guten Morgen zusammen,
zunächst möchte ich mich für mein langes Schweigen entschuldigen, das z.T. beruflichem Ärger geschuldet war, z.T. aber auch dem Umstand, dass ich nach den Bekenntnissen nicht mehr sehr viel mit den Lehrjahren anfangen konnte. Dieses hektische Hinundher, wer jetzt wen heiratet oder auch nicht oder nur unter einer Bedingung; ein tragischer Tod in einer hochdramatischen Szene; Liebhaber, die Geschwister sind, eine Mutter, die keine Mutter ist...nee, das war nicht das Richtige für mich. Evtl. war das Ganze ironisch gemeint? Ich hatte aber schon den Eindruck, dass das alles ernst gemeint war.
Die Geschichte um Sperata und Augustin war mir auch etwas zu klischeebeladen, aber eine Formulierung hat mir doch sehr gut gefallen:
Auch fand man sie zuletzt unvermutet erblaßt und ohne Empfindung, sie öffnete die Augen nicht wieder, sie war, was wir tot nennen.
Ein Satz, der mir in Erinnerung bleiben wird. Er drückt sehr schön die Zweifel aus, ob mit dem Tod tatsächlich alles vorbei ist oder ob auf den Menschen, speziell auf Sperata, deren Leben ja sehr unschön verlaufen ist, nicht doch etwas Besseres wartet.
Nach Abschluss der Lektüre hat sich bei mir dann noch eine Frage aufgeworfen: Die Lehrjahre sind vorbei - aber ist Wilhelm tatsächlich reifer geworden? Auf mich machte es nicht den Eindruck. Selbst sein Glück mit Natalie haben ihm ja die anderen arrangieren und aufdrängen müssen. Aber vielleicht zeigt er ja in den Wanderjahren mehr Entschlossenheit. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Lektüre und gelobe auch Besserung, sprich regelmäßigere Postings

Viele Grüße
Manjula