Selbst schon eine Art Klassiker ist das Büchlein "Eine Bibliothek der Weltliteratur" von Hermann Hesse:


Das Buch ist gestern mit der Post eingetroffen und ich habe es gleich einmal gelesen. 43 Seiten sind ja wirklich schnell gelesen 
Viele der genannten Bücher kannte ich zumindest dem Namen nach, einige davon habe ich selber gelesen, aber einige Autoren und ihre Werke sind mir komplett unbekannt. Auf alle Fälle war es sehr schön zu sehen welche Bücher 1927auf dem Kanon der Weltliteratur gestanden sind.
Katrin
Das habe ich auch gelesen! Es hat ein paar hübsche Hinweise, die woanders eher nicht so vorkommen (zB die Baghavad Gita), aber ich finde es manchmal etwas verstaubt. Klar, HH hat hier auch seine persönlichen Vorlieben berücksichtigt und war in gewisser Weise auch ein Kind seiner Zeit, aber nachdem das ja auch schon eine Zeit her ist, ist es für mich kein repräsentativer, kanonischer Durchschnitt.
Aber gut, ich habe auch eine kritische Einstellung zum Kanon, es gibt Bücher, "die man gelesen haben muss", die mich einfach gar nicht interessieren und ja, ich bin ja nicht einmal ein großer Goethe/Schiller-Fan, obwohl ich dafür die Germanisten-Steinigung erhalten müsste..

Dafür gibt es zwei Epochen, die mich vermehrt reizen, nämlich die Romantik und die klassische Moderne (insbesondere Dekadenzliteratur), da habe ich dann auch mehr gelesen, als der Kanon "vorgibt" und werde auch weiterhin lieber Zeug aus diesen Zeiten lesen, als mich durch Herder zu quälen. Und ich bin kein großer Lyrik-Fan, da finde ich eigentlich nur Expressionismus und Dadaismus erträglich, was dann eigentlich auch wieder große Teile meiner "Lieblingsepochen" ausschließt..

Man sieht: es geht bei mir drunter und drüber und das finde ich eigentlich auch gut so.