Autor Thema: Deutscher Buchpreis  (Gelesen 1859 mal)

Offline JMaria

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Re: Deutscher Buchpreis
« Antwort #15 am: 5. Oktober 2010, 15:24 »
Hallo zusammen,

Melinda Nadj Abonji gewinnt den Deutschen Buchpreis mit ihrem Integrationsroman: "Tauben fliegen auf".
NZZ.ch

ob sie sich auch noch den Schweizer Buchpreis holt? Das wäre dann wohl einmalig.

Gruß,
Maria
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Offline sandhofer

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Re: Deutscher Buchpreis
« Antwort #16 am: 5. Oktober 2010, 20:12 »
Melinda Nadj Abonji gewinnt den Deutschen Buchpreis mit ihrem Integrationsroman: "Tauben fliegen auf".

Seufz - ja, der Ammann-Verlag ... :sauer:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline JMaria

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Deutscher Buchpreis 2011
« Antwort #17 am: 2. Oktober 2011, 18:26 »
Hallo,

was haltet ihr von der diesjährigen (2011) Shortlist:

 
Jan Brandt, Gegen die Welt (DuMont, August 2011)
 
Michael Buselmeier, Wunsiedel (Das Wunderhorn, März 2011)
 
Angelika Klüssendorf, Das Mädchen (Kiepenheuer & Witsch, August 2011)
 
Sibylle Lewitscharoff, Blumenberg (Suhrkamp, September 2011)
 
Eugen Ruge, In Zeiten des abnehmenden Lichts (Rowohlt, September 2011)
 
Marlene Streeruwitz, Die Schmerzmacherin (S. Fischer, September 2011)
 

Ich kenne keins der Bücher, mag aber die frische Art von Sibylle Lewitscharoff letzten Roman.
Thematisch hingezogen fühle ich mich zu Buselmeiers "Wunsiedel".

Gruß,
Maria
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Offline sandhofer

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Antw:Deutscher Buchpreis 2011
« Antwort #18 am: 2. Oktober 2011, 19:22 »
was haltet ihr von der diesjährigen (2011) Shortlist:

Nichts, ich habe sie nicht mal beachtet, ehrlich gesagt. Nachdem mich die letztjährige Gewinnerin

Melinda Nadj Abonji gewinnt den Deutschen Buchpreis mit ihrem Integrationsroman: "Tauben fliegen auf".
NZZ.ch

ob sie sich auch noch den Schweizer Buchpreis holt?

die ja dann auch den Schweizer Buchpreis holte, doch sehr enttäuscht hat, kümmere ich mich nicht mehr um diese beiden Preise ...
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline mombour

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Antw:Deutscher Buchpreis 2011
« Antwort #19 am: 2. Oktober 2011, 19:58 »
Hallo

Angelika Klüssendorf, Das Mädchen (Kiepenheuer & Witsch, August 2011)
 
Hallo,

Der Roman von Angelika Klüssendorf ist lohnende Lektüre. Die Autorin beherrscht die Kunst der Lakonie, was ich sehr schätze. Ich mag einfach Autoren, die mit wenig Worten viel ausdrücken können. Klüssendorf erzählt über Verwahrlosung innerhalb einer Familie in der DDR, einer Familie die völlig aus der sozialen Struktur herausgefallen ist. Innerfamilliäre Gewalt, die Kinder werden tagelang in der Wohnung eingeschlossen. Das Mädchen entwickelt Strategien, der Hölle zu entkommen. Ein grundehrliches Buch, weil es solche Zustände in der DDR u.a. auch gegeben hat, so etwas aber auch im Rest der Repulik gab und heuzutage auch noch gibt. Man denke auch an die Verwahrlosung von Kindern in rumänischen Kinderheimen, worüber vor Jahren Berichte durch unsere Fernseher liefen.

Zur Lektüre braucht der Leser etwas Nervenstärke.

Meiner literarischen Auffassung nach ein Stück guter deutscher Literatur, die man wahrlich heutzutage schon suchen muss.  Möge sie den Preis gewinnden. Viel besser als damals Arno Geiger.

Liebe Grüße mit wärmsten Empfehlungen
mombour
« Letzte Änderung: 2. Oktober 2011, 23:32 von mombour »

Offline Lost

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Antw:Deutscher Buchpreis
« Antwort #20 am: 2. Oktober 2011, 22:52 »
In Frankfurt hatte ich mir eine Vorstellung der "Shortlist" (netter Name für die angeblich besten deutschen Romane dieses Jahres) angesehen. Dabei überraschte mich "Das Mädchen" auch. Ich lasse es zunächst lesen, werde mich diesem Buch jedoch auch bald zuwenden. Auch die Bemerkungen der Autorin machten einen motivierenden Eindruck auf mich. Favorit bleibt für mich allerdings weiter der Roman "Gegen die Welt".

Offline JMaria

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Antw:Deutscher Buchpreis
« Antwort #21 am: 11. Oktober 2011, 12:54 »
Hallo zusammen,

gestern wurde der Gewinner bakanntgegeben:

Eugen Ruge für seinen Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts".

http://www.boersenblatt.net/458628/
„Eugen Ruge spiegelt ostdeutsche Geschichte in einem Familienroman. Es gelingt ihm, die Erfahrungen von vier Generationen über fünfzig Jahre hinweg in einer dramaturgisch raffinierten Komposition zu bändigen. Sein Buch erzählt von der Utopie des Sozialismus, dem Preis, den sie dem Einzelnen abverlangt, und ihrem allmählichen Verlöschen. Zugleich zeichnet sich sein Roman durch große Unterhaltsamkeit und einen starken Sinn für Komik aus“, so die Begründung der sieben Jury-Mitglieder.

Gruß,
Maria
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Offline Lost

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Antw:Deutscher Buchpreis
« Antwort #22 am: 11. Oktober 2011, 20:26 »
Diesmal hatte ich richtig vermutet und das Buch schon im Vorfeld gekauft ( des Thema wegens). Lieber hätte ich später aber "Das Mädchen" als Sieger gesehen.