Hallo zusammen,
ich habe gestern auch die ersten zwei Kapitel gelesen und schliesse mich finsbury an: Es liest sich wie Wasser! Es fängt auch spannend an, gleich mit einer Schlägerei, nach welcher die beiden Kontrahenten zusammen essen gehen. Abgesehen von der Schlägerei liefert der Anfang dann aber nur Beschreibungen.
Die Rotwelsch-Ausdrücke sind übrigens auch in der französischen Ausgabe erklärt, und in der Einführung heisst es, dass Sue die Ausdrücke zum Teil falsch brauchte, worauf dann allerdings seine Ausdrucksweise in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sei.
Hat Sue den Text für die Buchausgabe nicht mehr überarbeitet? Im zweiten Kapitel ist mir zum Beispiel aufgefallen, dass bei der Beschreibung der Sängerin plötzlich im Imperfekt erzählt wird, nachdem es im ersten Kapitel unmittelbar nach der Schlägerei ins Präsens gewechselt hatte. Stilmittel oder Nachlässigkeit?
Wie lang war wohl eine Tagesportion in der Zeitung? Hat jemand einen Hinweis darauf?
Mal sehen, wie lange sich Harry Potter hält?
Der Hype scheint ja ähnlich gewesen zu sein. Théophile Gautier beschrieb es so (Übersetzung von mir)
Ganz Frankreich beschäftigte sich während mehr als einem Jahr mit den Abenteuern des Prinzen Rodolphe, bevor es sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmerte. Kranke warteten mit Sterben, um das Ende der Geheimnisse zu erfahren.Winnetou habe ich auch nie gelesen, wir scheinen hier im Forum strikte Geschlechtertrennung zu haben

Vielleicht wären Dumas'
Les mohicans de Paris mal ein Ersatz dafür? (einer der Romane, die von den Geheimnissen von Paris inspiriert wurden, wie auch les misérables)
Gruss, Maja