Autor Thema: Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit  (Gelesen 3679 mal)

Offline scheichsbeutel^

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Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« am: 13. Dezember 2009, 02:10 »
Naja, was ist schon Hochliteratur. Die Ausschnitte auf deiner Seite haben mich jedenfalls besser unterhalten als so mancher, der die Originalität und den Witz schon im Titel führt und dann doch nichts anderes als ein geschwätziger Langweiler ist. Werde mich also mal am Papagei und dem Zitronentisch versuchen.

Grüße

s.

der sich gerne unter seinem Niveau amüsiert  :zwinker:

Offline xenophanes

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Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #1 am: 13. Dezember 2009, 11:56 »
Naja, was ist schon Hochliteratur.

In Deinem Fall: Alles was keine Smileys enthalt?  :breitgrins:

CK


Offline scheichsbeutel^

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Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #2 am: 13. Dezember 2009, 16:08 »
Naja, was ist schon Hochliteratur.
In Deinem Fall: Alles was keine Smileys enthalt?  :breitgrins:

Da smilisiert man einmal im Beitrag und erntet Spott und Hohn  :cry:. Ich werf gleich einen Robert Schneider nach dir  :grmpf:


Offline mombour

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Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #3 am: 13. Dezember 2009, 16:30 »
Ich bin froh, wenn ich mich nicht andauernd mit Hochliteratur vollpumpem muss. Ich liebe auch mittelgradige Literatur, was auch immer das sein mag, und war damals, als ich den hochverehrten Julian Barnes las, ganz entzückt.

So. Das wars.

Liebe Grüße
von mombour, der z.Zt. mit Robert Merle in Malevil einen Atomschlag überleben muss. Aber keine Sorge, Weihnachten bin ich wieder im Hoch und lese den Don Quichote. :zunge:

Offline scheichsbeutel^

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Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #4 am: 13. Dezember 2009, 17:12 »
Ich bin froh, wenn ich mich nicht andauernd mit Hochliteratur vollpumpem muss.

Das Gefühl des "Müssens" habe ich überhaupt nie. Es ist einfach in der Regel so, dass mich etwa der MoE sehr viel besser unterhält als das, was gemeinhin unter Unterhaltungsliteratur figuriert. Ich muss mich nie zu einem Buch zwingen und eine gewisse Anstrengung beim Lesen macht einfach Spaß. Die Diskussion gab's im Großen Bücherforum ja des öfteren, dass jemand es als zu anstrengend empfindet, nach des Tages Mühen sich noch mit Klassikern zu beschäftigen. Ich fände das Gegenteil anstrengend, den Feierabend mit Mankell oder Coelho zu verbringen würde mir wenig Freude bereiten.

"Müssen" - aus welchem Grund auch immer, einem Bildungsideal oder eines Berufes wegen, hielte ich beim Lesen für schlimm (ein Professor an der Germanistik erzählte mir mal in einer stillen Stunde, dass er schon seit rund 20 Jahren kein Buch mehr aus reinem Vergnügen gelesen habe; das fand ich wirklich tragisch. Er hat seine Uni-Karriere auch bald darauf beendet - und ich nehme an, dass ihm die Bücher nun wieder mehr Freude bereiten.) Vielleicht glaubt man in der Jugend noch zu müssen (bei mir war es teilweise so, es war der Wunsch, einfach alles lesen, wissen zu wollen, Büchergier), heute neige ich immer mehr dazu, vieles außen vor zu lassen und bestimmte Bücher wieder und wieder zu lesen. Canetti hat einmal bezüglich der Malerei gemeint, dass er mit einigen wenigen Bildern in seinem Leben das Auslangen gefunden hätte. Mir geht's, älter werdend, ein wenig so mit der Lektüre: Lieber die Strudlhofstiege fünfmal lesen, als mich durch 20 Neuerscheinungen quälen. Wobei das wirklich ein Sache des Alters ist: Ich spüre, dass ich nicht mehr unendlich viel Zeit habe und will diesen Rest nicht mit Lektüre verbringen, bei der die Wahrscheinlichkeit, dass sie mich langweilt, groß ist.

Wobei ich vom mir unverständlichen Leseverhalten (etwa Dostoevskis) profitiere: Er trifft eine Art Vorauswahl für mich, aus manchem Zitat, Kommentar schließe ich, dass dies oder jenes vielleicht einen Versuch wert wäre (wie etwa der Barnes). Ich selber könnte aber niemals 15 oder 20 Bücher pro Monat lesen, das ist mit meiner Art des Lesens, die langsamer, bedächtiger ist, inkompatibel. Wobei sich bei mir auch die Lesegeschwindigkeit mit dem Alter verringert hat: Ich las mit Erstaunen von Leuten, die 40 Seiten pro Stunde schaffen. Wenn ich auf 20 komm ist's schon sehr viel.

Grüße

s.

Offline xenophanes

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Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #5 am: 13. Dezember 2009, 17:24 »
Das Gefühl des "Müssens" habe ich überhaupt nie. Es ist einfach in der Regel so, dass mich etwa der MoE sehr viel besser unterhält als das, was gemeinhin unter Unterhaltungsliteratur figuriert. Ich muss mich nie zu einem Buch zwingen und eine gewisse Anstrengung beim Lesen macht einfach Spaß. Die Diskussion gab's im Großen Bücherforum ja des öfteren, dass jemand es als zu anstrengend empfindet, nach des Tages Mühen sich noch mit Klassikern zu beschäftigen. Ich fände das Gegenteil anstrengend, den Feierabend mit Mankell oder Coelho zu verbringen würde mir wenig Freude bereiten.

Spricht mir aus dem Hirn!

CK


Offline scheichsbeutel^

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Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #6 am: 13. Dezember 2009, 19:15 »

Jetzt ist aber mal gut.  :zwinker: Mein Leseverhalten ist doch eigentlich völlig normal. Ich sitze (nach der OP) seit 8 Wochen zuhause und tue nichts anderes als Surfen, an meiner Webseite basteln und ab und zu mal lesen. Wenn ich 10 bis 12 Bücher im Monat schaffe, dann sind das alle 2,5 bis 3 Tage eines. 100 Seiten am Tag durchschnittlich. An Arbeitstagen eher mehr, weil ich mich dann nur aufs Lesen beschränke und meine Zeit nicht mit Videos, Streams und Web 2.0 verplempere wie an freien Tagen. Pro Stunde schaffe ich nicht mehr als 30 bis 40 Seiten. Da ich in den letzten Monaten eher seichteres Gegenwartsliteratur las, wars eben etwas mehr als üblich. Das wird sich ändern, weil ich davon im Augenblick nämlich die Nase voll habe und außerdem meinen SUB abbauen muß.

100 Seiten täglich würde bei meiner Lesegeschwindigkeit mindesten 5 Stunden bedeuten, wahrscheinlich 7 bis 8 Stunden. Selbst wenn ich so viel Zeit hätte - und ich habe mir mein Leben so eingerichtet, dass ich vergleichsweise sehr viel Freizeit habe, außerdem vom selben Übel geplagt bin wie du und mit Begriffen wie Lumboischialgie oder medio-lateraler Discusprolaps L3-L4, L5-S1 durchaus vertraut bin, daher in der Horizontalen viel Zeit mit Büchern verbringe; selbst wenn ich also diese 8 Stunden problemlos erübrigen könnte, so ist mein tägliches Aufnahmevermögen begrenzt und ich vermag zumindest über Tage ein solches Pensum nicht zu absolvieren.

Zudem "musst" du ja auch schon wieder ;). Das mit dem SuB versteh ich im übrigen auch nicht wirklich. Ich habe unter meinen rund 6000 Büchern selbstverständlich eine Menge ungelesener, ich habe Gesamtausgaben vieler Klassiker, Fachliteratur etc., die als potentielle Nachschlagwerke dienen, auf die ich - durch Diskussionen hier oder in realiter - zurückgreifen können will. Und ich gehe manchmal an den Bücherregalen vorbei und überlege mir, was denn ich davon lesen könnte. Das wandert dann auf den Schreibtisch oder ein spezielles Regal, verdümpelt dann wieder oder wird tatsächlich gelesen. (Im übrigen ist eine der dümmsten Fragen, die Besucher bei mir stellen, jene, die sich - die für die meisten unvorstellbare Menge an Büchern erblickend - nach dem "Status der Gelesenheit" erkundigen: "Und das hast du schon alles gelesen?" Allein die Frage zeigt, dass der Fragende vom Lesen wenig versteht  :smile:

Grüße

s.

der vermutet, dass sandhofer hier bald seines Amtes walten und das Ganze in einen eigenen Thread verfrachten sollte.

Offline sandhofer

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Re: Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #7 am: 13. Dezember 2009, 19:29 »
"Und das hast du schon alles gelesen?" Allein die Frage zeigt, dass der Fragende vom Lesen wenig versteht  :smile:

Ich habe zwar nur rund ungefähr einen Drittel Deines Volumens, kenne die Frage aber durchaus. Und pflege jeweils todernst mit "Jawoll!" zu antworten. Der Rest ist dann meist Schweigen.  :breitgrins:

der vermutet, dass sandhofer hier bald seines Amtes walten und das Ganze in einen eigenen Thread verfrachten sollte.

Erledigt ...  :winken:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

scardanelli

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Re: Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #8 am: 13. Dezember 2009, 20:00 »
Über meinen Schreibtisch hängt ein Zitat aus Hermann Brochs "Schlafwandler":

"Sagen Sie mal, aber ehrlich, lesen Sie wirklich den Haufen Bücher, den Sie in Ihrem Zimmer herumliegen haben?"
"Ja."
"Merkwürdig ... und  hat das irgendeinen Sinn und Zweck?"
"Nicht den geringsten."

-----
Aber sich auf solche unsinnigen Anstrengungen immer wieder einzulassen, ist m.E. die Größe des Menschen...

scardanelli

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Re: Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #9 am: 14. Dezember 2009, 06:47 »
Wie schrieb doch Wilhelm Raabe so schön: "Erst durch das Lesen lernt man, wie viel man ungelesen lassen kann."
(Meine Erfahrung bestätigt diese Erkenntnis.)
 :zwinker:

Offline Juvavist

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Re: Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #10 am: 15. Dezember 2009, 08:48 »
Und Julien Gracq schrieb dazu 1974 in "Lettrines II" (vgl. JG: "Witterungen II", Graz - Wien 2005, S.59):

"Mit zunehmenden Alter entsteht im Lauf der Lektüren unversehens eine Kluft zwischen den herausragenden Werken und allen anderen. Das Urteil ist von entscheidender Klarheit und unwiderruflich; mit zwanzig hingegen stiegen oder sanken meine Lieblingslektüren von einem Jahr zum anderen auf einer dicht besetzten Werteskala wie Börsenkurse."

(Als dieses Notat veröffentlicht wurde, war Julien Gracq 64 Jahre alt.)


Offline scheichsbeutel^

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Re: Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #11 am: 15. Dezember 2009, 12:54 »
Bei mir Zustand nach Sequesterentfernung L4-5 nach Bandscheibenprolaps. Ab morgen gehe ich für 14 Tage 4 Stunden am Tag wieder arbeiten. Die Rehabilitation war ok. Aber ich habe eine Fußheberschwäche, die möglicherweise nicht augeheilt werden kann und die meinen Gang beeinträchtigt und durch Fehlbewegung auf Dauer viele Gelenke. Lumboischialgie als Dauerleiden bleibt mir ebenfalls erhalten.

Nur kurz dazu, bevor uns sandhofer eine virtuelle geriatrische Klinik einrichtet (und er hat schon bezüglich des Still- und Schwangerschaftsthread im Schwesternforum allenthalben seine Skepsis bekundet): Erfahrungsgemäß bilden sich die meisten Fußhebeschwächen vollkommen zurück. Bei mir blieben Anfälligkeit und Schmerzen in beunruhigender Regelmäßigkeit. Dass du deine Tätigkeit als Krankenpfleger wieder aufnimmst, halte ich für ziemlich gewagt, da es kaum etwas gibt, das den Rücken den Rücken mehr belastet.

Um die Stunden-Seitenzahl hatte ich mich nie gekümmert. Eben testete ich mal, indem ich die letzten 66 Seiten des 455 Seiten umfassenden Roman "Im Haus der Großen Frau" von Meir Shalev las und dafür ziemlich exakt 2 Stunden brauchte. Demnach lag ich mit meiner Vermutung eines Stundenschnitts von 30 bis 40 Seiten nicht schlecht. Aber oft eher weniger, denn weiß, daß ich an Frühdiensttagen meist 18 Uhr zu lesen beginne (nachdem ich 1,5 bis 2 Stunden geschlafen habe) und regelmäßig bis 22 Uhr lese - sind also 4 Stunden - 25 bis 30 Seiten pro Stunde. Kommt aber aufs Buch an. Lese ich einenn Georges Simenon, werdens auch mal 50 bis 60, bei Herman Burger vielleicht 20, bei Arno Schmidt schätzungsweise nur 10 bis 15 Seiten.

Natürlich richtet sich die Lesegeschwindigkeit nach Art des Gelesenen, wobei es sich bei mir "ergibt", dass ich kaum Literatur lese, die sich schnell liest. Einfach weil - wie schon zuvor erwähnt - mir "anspruchsvolle" (was immer das genau ist) Bücher mehr Freude machen.

Ich kann das, wie oft schon beschrieben, nicht. Mir drückt es angesichts ungelesener Bücher im Haus die Luft ab. Damit muß ich mich arrangieren - und lernte das seit 1989 (der Beginn meiner Leselisten ist nicht zufällig), seitdem dieser Zustand herrscht, ganz gut.

Das nun versteh ich gar nicht. Die Lesegier und das Viellesen kann ich nachvollziehen (wobei ich mir selbst manchmal Zügel anlege, weil ich bei zu schnellem Lesen feststelle, dass ich zur Vergesslichkeit neige, das Ganze - bei mir - zu einem oberflächlichen Konsumieren versandet). Aber gerade die Tatsache, dass ich eine Menge Ungelesenes im Regal stehen habe, ist angenehm; wären da nur einige wenige (z. B. 50) ungelesene Bücher, würde mich das äußerst beunruhigen. Wie erwähnt: Hier stehen zahlreiche Nachschlagwerke und Gesamtausgaben von Klassikern; das geht von Platon über Goethe und Schopenhauer bis zu Th. Mann - und selbstverständlich lese ich die Weimarer Ausgabe nicht von Bd 1 bis 143. Und der Besuch in Antiquariaten zieht - bei entsprechend günstigen Preisen - allerlei irgendwo in der Zukunft liegende Lesevorhaben nach sich. Summa summarum: Da sammelt sich einiges an - und das zu meiner absoluten Beruhigung. (Zusätzlich viel Fachliteratur, die wohl rund die Hälfte meines Buchbestandes ausmacht: Auch die u. a. zu Nachschlagezwecken - oder aber das Buch wurde wegen eines einzigen Artikels angeschafft, der Rest bleibt vorläufig ungelesen.)

Grüße

s.

Offline sandhofer

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Re: Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #12 am: 15. Dezember 2009, 21:26 »
und selbstverständlich lese ich die Weimarer Ausgabe nicht von Bd 1 bis 143.

Andererseits: Das wäre mal eine Leserunde ...  :breitgrins:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen

Offline Giesbert Damaschke

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Re: Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #13 am: 15. Dezember 2009, 23:02 »
Die Lesegeschwindigkeit ist natürlich auch eine Frage des Trainings. Während des Studiums waren 100 Seiten pro Tag das Minimum, das tendierte eher in Richtung 200 bis 300, wenn ich die Nacht durchgelesen habe, habe ich auch schon mal 400 oder 500 Seiten gelesen (das waren natürlich Ausnahmen, aber etwa die "Flegeljahre", "Herzgewächse" oder Coopers "Satanstoe" in der Übersetzung Arno Schmidts habe ich so gelesen, also tagsüber begonnen, irgendwann so gegen 4.00 Uhr morgens beendet).

Heute bin ich froh, wenn ich mich überhaupt mal für zwei, drei Stunden aufs Lesen konzentrieren kann, was selten genug vorkommt, in den letzten Wochen überhaupt nicht. Da reicht meine Konzentration meist nur noch für Filme & Serien auf DVD (Fernsehen schaue ich so gut wie nie).

Was die ungelesenen Bücher angeht: von den rund 5.000-6.000 Büchern in meiner Wohnung habe ich ca. die Hälfte nicht gelesen. Aber ich würde die ungelesenen Bände vermissen (auch wenn ich seit einer kleinen Ewigkeit das Ziel "unter 1.000" habe).

Ich habe mir dann auch seit längerer Zeit ein Kaufverbot auferlegt: keine CDs, keine DVDs und keine Bücher. Das halte ich bei CD/DVD auch ziemlich konsequent ein, bei Büchern gibt’s immer mal wieder einen Kaufschub, der dann prompt recht teuer wird.

Um die Unterscheidung zwischen Hoch- und äh Niedrigliteratur kümmere ich mich rein gar nicht. Wenn mich ein Buch langweilt, lege ich es weg, ob das nun ein Klassiker ist oder ein Bestseller, ist mir wurscht. Meistens langweilen mich allerdings die Bestseller, weshalb ich auch eher selten dazu greife (die letzte große Ausnahme waren die Harry-Potter-Romane, die ich mehrfach mit großer Begeisterung gelesen habe).

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Offline Giesbert Damaschke

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Re: Hochliteratur / Lesegeschwindigkeit
« Antwort #14 am: 15. Dezember 2009, 23:08 »
Ach ja - von "müssen" halte ich bei der Lektüre überhaupt nichts, da regiert schamlos das Lustprinzip. Wobei auch komplexe ästhetische Strukturen sehr befriedigend sein können. Genauer: eigentlich sind nur die befriedigend, der Rest ist ein Knalleffekt, der einen nach kurzem Kitzel auf Dauer sehr unbefriedigt zurück lässt.
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