Autor Thema: Januar 2010 - Marcel Proust: Freuden und Tage  (Gelesen 7884 mal)

Offline JMaria

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #15 am: 9. Januar 2010, 14:43 »
Hallo zusammen,

ich lese die Querverweise sehr unterschiedlich. Manchmal sofort, wenn ich darauf stosse, manchmal erst nach dem lesen des Kapitels. Dabei kann es passieren, dass ich ein Kapitel nochmals lese, um mit der neuen Information das Gelesene auf mich nochmals wirken zu lassen. So im Unterkapitel "Oranthe", um den Erzählstil präziser wahrzunehmen. Der Hinweis, dass "Oranthe" somit zum Brennpunkt der "Fragmente" wird, fand ich sehr hilfreich. Ich bin immer noch im Kapitel Fragmente einer italienischen Komödie. Es ist als ob Proust seinen Leser über die Schulter schauen lässt und uns Vorstufen seine "Recherche" vorstellt.   

Leider bin ich nicht so schnell mit Lesen wie ich gerne sein möchte. 

Gruß,
Maria
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Offline Manjula

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #16 am: 11. Januar 2010, 07:45 »
Guten Morgen,

Es ist als ob Proust seinen Leser über die Schulter schauen lässt und uns Vorstufen seine "Recherche" vorstellt.  
Das meiste klingt wie vorbereitende Fingerübungen im Hinblick auf das Proustsche Großwerk "A la recherche ....".


Den Eindruck habe ich auch gewonnen. Die einzelnen Geschichten sind zwar sehr unterschiedlich, aber die Recherche hat ja auch sehr viele Facetten.

In der Geschichte "Violante..."   fand ich ebenfalls ein Streben. Ein Streben nach einem kunstvollen Leben. Volante wollte sich nicht der (mondänen) Welt entsagen.
Sie wird zum Kunstwerk.

Findest Du? Auf mich wirkte die Geschichte so, als wollte Violante zwar ein sinnerfülltes Leben, war aber zu schwach, um den Versuchungen der eleganten Welt (die sie am Schluss nicht einmal mehr genießt, aber aus Gewohnheit nicht lassen kann) zu entsagen. Es hat mich an den Erzähler der Recherche erinnert, der den Abschied von der "Gesellschaft" auch von einem Tag auf den anderen verschiebt. Im Gegensatz zu Violante hat er den Absprung aber geschafft. Vielleicht ist Violante eher Swann vergleichbar?

Ich bin ebenfalls im Moment bei den "Fragmenten". Sehr elegante Kurzaufnahmen voll von liebenswürdiger Ironie. Schön fand ich z.B. die Geschichte von dem Dichter, der sich so bemüht, nicht den Klischees zu entsprechen, dass er zu einem umso größeren wird.

Für die Erläuterungen bin ich übrigens auch dankbar, weil mir zum Selbstentdecken der Querverweise leider das Hintergrundwissen fehlt.

Euch einen schönen Wochenanfang!

Viele Grüße
Manjula
"Kunst soll keine Schulaufgabe und Mühseligkeit sein, keine Beschäftigung contre cœur, sondern sie will und soll Freude bereiten, unterhalten und beleben, und auf wen ein Werk diese Wirkung nicht übt, der soll es liegen lassen und sich zu andrem wenden."

Offline Steffi

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #17 am: 11. Januar 2010, 09:10 »
Heute morgen habe ich "Bouvard und Pécuchet" und  "Melancholische Sommertage in Trouville" gelesen. Beides hat mir sehr gut gefallen, mit am besten bisher.

Die Satire bei "Bouvard und Pécuchet" ist sehr aufschlussreich und schön auch, mit welcher Leichtigkeit sie geschrieben ist. Endlich kann ich nun auch mit dem Begriff Pastiche etwas anfangen !

"Melancholische Sommertage in Trouville" dagegen reicht schon in eine psychologische Erzählung hinein. Die Liebe von Francoise entsteht vollständig ohne äußere Einflüsse, ja sie wird nur durch ihre Einbildung hervorgebracht und ist trotzdem real. Erinnerung, Wirklichkeit, Gefühl verschmelzen miteinander und den erzählerischen Hintergrund liefert die Etikette der Gesellschaft.

Gruß von Steffi
Gruß von Steffi

Offline Sir Thomas

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #18 am: 12. Januar 2010, 09:10 »
Ich habe gestern den Zyklus der "Klagen und Träumereien ..." beendet und bin begeistert von diesen mit leichter Hand "getuschten" Zeichnungen. Ein zentraler Gedanke dieses impressionistisch-melancholischen Reigens ist für mich im Kapitel VI enthalten: "Im Verlangen kommt alles zum Blühen, im Besitz welkt alles dahin", heißt es zu Beginn, und am Ende steht: "Alles im Leben verkommt in unmerklichen Nuancen." Das ist so etwas wie die Kurzfassung der Proustschen Lebensphilosophie, die in der "Recherche ..." später detailliert als immerwährende Mechanik der (Ent-)Täuschung, der Trauer, der Liebe, der Eifersucht, des Selbstbetrugs, der Verstellung, der Gewohnheit, des Vergessens und der Erinnerns ausgearbeitet wird (nach M. Maar).

Innerhalb der "Freuden und Tage" scheinen mir die "Klagen und Träumereien ..." ein sehr zentraler Abschnitt zu sein. Mir haben Sie jedenfalls wesentlich besser gefallen als die handlungsorientierten Stories um Baldassare Silvande, Violante etc. Mit "Bouvard & Pécuchet" meine ich sogar ein recht schwaches Werkchen entdeckt zu haben. Als sog. "Pastiche" auf Flaubert mag der Text funktionieren. Mich hat er jedoch einfach nur gelangweilt (was Gott sei Dank eine Seltenheit bei Proust ist!).

Es grüßt

Tom     

Offline JMaria

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #19 am: 12. Januar 2010, 09:54 »
Hallo zusammen,


In der Geschichte "Violante..."   fand ich ebenfalls ein Streben. Ein Streben nach einem kunstvollen Leben. Volante wollte sich nicht der (mondänen) Welt entsagen.
Sie wird zum Kunstwerk.

Findest Du? Auf mich wirkte die Geschichte so, als wollte Violante zwar ein sinnerfülltes Leben, war aber zu schwach, um den Versuchungen der eleganten Welt (die sie am Schluss nicht einmal mehr genießt, aber aus Gewohnheit nicht lassen kann) zu entsagen. Es hat mich an den Erzähler der Recherche erinnert, der den Abschied von der "Gesellschaft" auch von einem Tag auf den anderen verschiebt. Im Gegensatz zu Violante hat er den Absprung aber geschafft. Vielleicht ist Violante eher Swann vergleichbar?


Ich fand schon auch, dass der Wunsch ein sinnerfülltes Leben zu führen bei Violante vorhanden war. Ihre Schwäche jedoch den Versuchungen der eleganten Welt zu entsagen gipfelte sich für mich am Vorabend ihrer Hochzeit mit dem Herzog, als Honorés Brief sie erreicht und von seiner Verunstaltung berichtet. Sie wählte trotz Schwäche bewusst den „Rahmen“ für ihr Leben.

Die „Fragmente...“  gefielen mir in ihrer unterschiedlichen Erzählstilen gut. Besonders geistreich fand ich XI „Szenario“ mit den sprechenden Einrichtungsgegenständen und der „guten Fee“.

Als ein schönes Bonmot fand ich diesen Aphorismus:

Ein elegantes Milieu ist jenes, in dem die Meinung eines jeden aus der Meinung der anderen besteht. Besteht sie aus dem Widerspruch zur Meinung der anderen? Dann ist es ein literarisches Milieu.

Schöne Grüße
Maria




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Offline Sir Thomas

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #20 am: 13. Januar 2010, 09:55 »
Hallo Ihr Lieben,

ich bin mittlerweile fertig. Wie ist Euer derzeitiger Lesestand?

Viele Grüße

Tom

Offline JMaria

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #21 am: 13. Januar 2010, 19:08 »
Hallo zusammen,

@Thomas,
so schnell bin ich derzeit leider nicht.

ich habe das Kapitel Melancholische Sommertage in Trouville beendet und hat mir bisher am besten gefallen. Diesmal schreibt Proust über eine verlassene Frau, kommt ja in den Recherchen nicht vor, darin gehts ja hauptsächlich um den verlassenen Mann.

Gruß,
Maria
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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #22 am: 13. Januar 2010, 19:50 »
ich habe das Kapitel Melancholische Sommertage in Trouville beendet und hat mir bisher am besten gefallen. Diesmal schreibt Proust über eine verlassene Frau, kommt ja in den Recherchen nicht vor, darin gehts ja hauptsächlich um den verlassenen Mann.

Proust bleibt sich treu, trotz des "Rollentauschs". Seine Figuren leiden unter der Liebe, egal ob Mann oder Frau ...

Falls es sich übrigens bei Trouville um Trouville-sur-mer handelt (es gibt noch andere Ortschaften namens Trouville), dann hat sich dort auch Claude Monet zu einigen Bildern inspirieren lassen. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass in der Wuppertaler Monet-Ausstellung das eine oder andere Bild den beliebten Ferienort zeigt.

Es grüßt

Tom

Offline JMaria

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #23 am: 13. Januar 2010, 20:02 »
ich habe das Kapitel Melancholische Sommertage in Trouville beendet und hat mir bisher am besten gefallen. Diesmal schreibt Proust über eine verlassene Frau, kommt ja in den Recherchen nicht vor, darin gehts ja hauptsächlich um den verlassenen Mann.

Proust bleibt sich treu, trotz des "Rollentauschs". Seine Figuren leiden unter der Liebe, egal ob Mann oder Frau ...

stimmt, dennoch finde ich es auffallend, dass in diesem Buch bisher die Frauen ("Violante.." und nun Madame de Breyves) unter der Liebe und des Verlassenwerdens leiden mussten.

Edit:
danke für den Hinweis mit Monet. Seine Bilder mag ich sehr:

Camille Monet am Strand

Viele Grüße,
Maria
« Letzte Änderung: 13. Januar 2010, 20:11 von JMaria »
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Offline Manjula

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #24 am: 14. Januar 2010, 07:55 »
Guten Morgen,

ich befinde mich noch in Trouville. Hier taucht wieder so eine wahnhafte Liebe auf, die mehr oder weniger aus sich selbst entsteht (wie Steffi geschrieben hat: Einbildung, aber trotzdem real).  Im Gegensatz zu der Recherche aber (wie Ihr ja auch schon erwähnt habt) diesmal bei einer Frau. Eine interessante Umkehrung, da in der Recherche die Frauen in Liebesangelegenheiten eher kühl, z.T. auch berechnend blieben.

Zitat
Proust bleibt sich treu, trotz des "Rollentauschs". Seine Figuren leiden unter der Liebe, egal ob Mann oder Frau ...

In "Violante" schrieb er ja, das sei die einzige Art, die Liebe kennen zu lernen. Gab es in der Recherche eigentlich auch nur eine glückliche Liebe?

Zitat
Ich fand schon auch, dass der Wunsch ein sinnerfülltes Leben zu führen bei Violante vorhanden war. Ihre Schwäche jedoch den Versuchungen der eleganten Welt zu entsagen gipfelte sich für mich am Vorabend ihrer Hochzeit mit dem Herzog, als Honorés Brief sie erreicht und von seiner Verunstaltung berichtet. Sie wählte trotz Schwäche bewusst den „Rahmen“ für ihr Leben

Ja, den Wunsch habe ich auch bei ihr gesehen. Dass sie die elegante Welt als "Rahmen" gewählt hat, ist ein interessanter Gedanke. Passt auch sehr gut in Prousts Welt. Die von Dir zitierte Stelle mit den literarischen Milieus hat mir übrigens auch sehr gut gefallen.

"Bouvard & Pécuchet" fand ich auch nicht herausragend (bis auf die Stelle mit dem Financier: Er flößt Respekt, aber auch Widerwillen ein und man weiß nie, ob man es mit einem Fürst oder einem Gauner zu tun hat  :zwinker: ). Mag auch daran liegen, dass ich Flaubert noch nicht gelesen habe. Unabhängig davon würde mich aber interessieren, wie sich so ein Pastiche für den Übersetzer darstellt. Übersetzt er rein aus dem Pastiche heraus oder schaut er sich die deutschen Übersetzungen von Flauberts Werken an und orientiert sich daran? Sicher eine Herausforderung.

Viele Grüße
Manjula
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Offline Sir Thomas

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #25 am: 14. Januar 2010, 09:27 »
Zu den Portraits von Malern und Komponisten:

Mich wundert, dass der frühe Proust hier mit Watteau nur einen waschechten Franzosen in seine Galerie aufnimmt und dass unter den niederländischen Künstlern sein (späterer?) Lieblingsmaler Vermeer nicht auftaucht. Hat er als „Impressionist“ die Maler seiner Zeit (u.a. Monet und Renoir) mit Ausnahme des steril wirkenden Whistler nicht geschätzt?

Auch in der Musik scheint er Zeitgenössisches nicht zu mögen; anstelle von Satie und Debussy, die damals in aller Munde waren (für Ravel war es wohl noch ein bisschen früh), dominieren die großen Meister des 18. und des frühen/mittleren 19. Jahrhunderts.

Später, in der „Recherche ...“, beschäftigt er sich eingehend mit der fiktiven Vinteuil-Sonate, dessen Vorbild nach meinem Kenntnisstand irgendwo zwischen Fauré und Franck angesiedelt sein dürfte, beides eher „traditionelle“ Komponisten.

Ihr habt doch bestimmt die eine oder andere Proust-Biografie gelesen. Was weiß man über seinen Musikgeschmack?   

Viele Grüße

Tom


Offline Steffi

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #26 am: 14. Januar 2010, 11:21 »

Proust bleibt sich treu, trotz des "Rollentauschs". Seine Figuren leiden unter der Liebe, egal ob Mann oder Frau ...


Auch in "Das Bekenntnis eines jungen Mädchens" ist das Leiden unter der Liebe ein Thema, hier ist es die Mutter, die sosehr geliebt wird, dass daneben nichts anderes Platz zu haben scheint. Aus der Recherche kennen wir ja dieses Thema schon. Zu Beginn der Erzählung dachte ich, wie schade, dass Proust diesen eindeutigen Titel gewählt hat, denn es schien als könnte der Ich-Erzähler sowohl weiblich als auch männlich sein. Leider fand ich dann das Ende doch etwas sehr schwülstig.

Ich komme nun zu "Die Klagen, Träumereien ..." und bin schon gespannt !

Zitat
Ihr habt doch bestimmt die eine oder andere Proust-Biografie gelesen. Was weiß man über seinen Musikgeschmack?   

Proust hörte dank eines an ein Mikrophon angeschlossenen Telefons Opern und Konzerte mit. Lt. Das Marcel Proust Lexikon von Michel-Thiriet war er während seines ganzen Lebens wohl von Musik umgeben, er schätze wohl vielfältige Musik. Für die Vinteuil-Sonate gab es mehrere Vorbilder: Wagner (Lohengrin), Fauré, Saint-Saens, Schubert, Franck.

Gruß von Steffi
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Offline JMaria

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #27 am: 15. Januar 2010, 13:40 »
Hallo zusammen,

ich mußte gerade schmunzeln als ich im Kapitel "Zum Diner geladene Gäste" folgendes las:

Der Humanist, der zuviel las, aß zuviel. So stießen ihm Zitate auf und anderes mehr, zwei Beschwerden, die seiner Nachbarin, einer Adligen bürgerlicher Herkunft, Madame Lenoir, gleichermaßen zuwider waren.

*g*

Erinnert mich an "Guermantes" und deren Soirées.

Gruß,
Maria
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Offline Manjula

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #28 am: 16. Januar 2010, 23:22 »
Hallo zusammen,

wie weit seid Ihr inzwischen? Ich habe heute die Bekentnisse beendet. Ohne den Titel haette ich auch zuerst auf einen Sohn getippt. Ob das jetzt von der Recherche beeinflusst ist? Die Geschichte selbst war mir etwas dick aufgetragen, das Motiv des "verdorbenen Maedchens" fand ich aber interessant - dieser Typ taucht in der Recherche ja auch auf, wird aber dort nur aus Maennersicht betrachtet. Ein kleiner Logikfehler ist mir aufgefallen: als die Tochter 16 ist, machen sich die Eltern Sorgen wegen ihres Freundes, bei ihrer Verlobung mit 20 soll ihr Vater aber schon 10 Jahre tot sein.

Zu den Portraits: in den Anmerkungen ist von Vertonungen die Rede. Sind diese irgendwo verfuegbar? Die Beschreibungen klingen schon sehr anregend.

Viele Gruesse
Manjula
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Offline Sir Thomas

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Re: Marcel Proust - Freuden und Tage
« Antwort #29 am: 17. Januar 2010, 08:56 »
Zu den Portraits: in den Anmerkungen ist von Vertonungen die Rede. Sind diese irgendwo verfuegbar?

Hallo Manjula,

ich habe dazu eine Suche unternommen, bin aber nicht auf die Proust-Vertonungen gestoßen. Von Reynaldo Hahn-Werken gibt es einige neue Aufnahmen, denn in Frankreich ist er relativ bekannt. Ganz interessant sind diese hier: http://www.amazon.de/Hahn-Concerto-Violon-Piano-Hongroise/dp/B001SIWXSU/ref=dm_cd_album_lnk?ie=UTF8&qid=1263713951&sr=8-16

Viele Grüße

Tom