Autor Thema: Zarathustra  (Gelesen 2967 mal)

Offline marlenja

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Re: Zarathustra
« Antwort #15 am: 20. Januar 2010, 19:32 »

Ich freue mich an Deiner Freude Peter und was wollte ich lieber als das
sie würde ewig dauern?

Warum hat er nicht geschrieben: Als Friedrich....? Warum einen andern
Namen als den eigenen gebrauchen? "Dreissig Jahre alt" - erinnert mich an
den Wanderprediger aus Nazareth. Auch er verliess sein Heim und ging
nach Seiner Taufe in die Wüste - die Einsamkeit. Warum wählte er diesen
Anfang? Und schon beginnen die Fragen. Und das weh keine Antwort
zu bekommen weil er nicht mehr lebt. Ist es gut über das Werk eines
andern Menschen zu diskutieren? Ich denke ja - wenn man es in Frieden
tun kann. Aber was - wenn der andere eine andere Meinung hat und
einem sagt man verstehe es nicht? Warum reden wir Menschen so viel
über andere und ihre Arbeit und das was sie tun und so wenig über das
was uns selbst grad jetzt betrifft? Sollte man so ein Buch besser für sich
alleine in der Stille lesen und sich seine eigenen Gedanken machen? Zu
was führt es wenn man es öffentlich macht? Zu mehr Verständnis für
einander oder zu noch mehr Entzweiung?

Das sind grad meine Gedanken...


Offline marlenja

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Re: Zarathustra
« Antwort #16 am: 21. Januar 2010, 10:08 »


Ist doch ganz einfach, Mariellchen!

Ja - seine eigenen Gedanken hier hineinschreiben das geht ganz einfach.
Wie aber geht das gemeinsame Lesen? Dieses Buch hat sooo viel Stoff
und so viele Gedanken - wie kann man darüber austauschen - ganz konkret?

"....Zarathustra will wieder Mensch werden."

Als was fühlte er sich vorher - wenn nicht als Mensch?

Seht, ich lehre euch den Uebermenschen!

?



Offline Friedrich-Arthur

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Re: Zarathustra
« Antwort #17 am: 21. Januar 2010, 22:45 »
Ich werde der Verlockung widerstehen und NICHT mitlesen. Wohl werde ich ab und an neugierig vorbeischauen. Eines habe ich mir geschworen: NIE WIEDER eine Nietzsche-Leserunde mitzumachen. Ich habe mich daran ehrlich versucht, aber immer wieder dieses Wegdriften vom eigentlichen Werk, dieses Sich-Rechtfertigen-Müssen, diesen Drang zur Meinungsschlacht festgestellt. Vielleicht ist es so, wie Peter geschrieben hat: der Schnauzbart fordert es heraus... Was natürlich nicht heißt, dass ich die Nietzsche-Lektüre "an den Nagel gehängt" habe - im Gegenteil: ich lese gleichzeitig in der Morgenröte und Genealogie der Moral und bin mitgerissen und gespalten... na jdenfalls berauscht von den vielen Gedanken, die sich daraus lösen. Eines ist sicher: der Zarathustra ist mein absolutes Lieblingsbuch, fast fünfmal habe ich es gelesen und werde damit nie zuende kommen. Trotzdem wünsche ich der Runde viel Erfolg und Meinungs- und Ideologiefreiheit und erregende Diskussionen! FA
Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.

Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline sandhofer

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Re: Zarathustra
« Antwort #18 am: 22. Januar 2010, 19:51 »
Ich hab' da mal ein paar Beiträge abgetrennt und woanders wieder angehängt. Und: Ja, ich weiss, dass der geschlossen ist  :breitgrins: .

Ich werde der Verlockung widerstehen und NICHT mitlesen. Wohl werde ich ab und an neugierig vorbeischauen. Eines habe ich mir geschworen: NIE WIEDER eine Nietzsche-Leserunde mitzumachen. Ich habe mich daran ehrlich versucht, aber immer wieder dieses Wegdriften vom eigentlichen Werk, dieses Sich-Rechtfertigen-Müssen, diesen Drang zur Meinungsschlacht festgestellt.

Ich überlege mir mittlerweile ernsthaft, Nietzsche und Zarathustra in diesem Form zu Unwörtern zu erklären. Nietzsche zieht offenbar eine Klientel an, die ich im Klassikerforum eigentlich nicht schätze ...   :sauer:
Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus: Beim Wort genommen